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Widerstand zwecklos Wie unser Leben leichter wird, wenn wir es annehmen, wie es ist von Knuf, Andreas (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.10.2018
  • Verlag: Kösel
eBook (ePUB)
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Widerstand zwecklos

Ja sagen zu dem, was ist
Wie wäre das Leben, wenn wir nicht gegen das ankämpfen, was wir so tagtäglich erleben? Wenn wir gelassen blieben anstatt uns über uns selbst, die Nachbarn und die Kollegen zu ärgern? Wenn wir akzeptieren könnten, dass Krankheit und Alter zum Leben dazugehören, dass ein Urlaub verregnet sein kann oder der Partner plötzlich einen anderen liebt.
Andreas Knuf beschreibt, wie wir die Fähigkeit entwickeln, unser Leben und uns selbst anzunehmen - mitsamt der großen und kleinen Katastrophen, die es mit sich bringt. Indem wir nämlich loslassen und den Widerstand beenden. Lakonisch-humorvoll zeigt Knuf, wie wir so wirklich zu tiefer Zufriedenheit und innerem Glück finden.

Andreas Knuf, geboren 1966, ist Diplompsychologe und Psychologischer Psychotherapeut. Er arbeitet in eigener Praxis in Konstanz und ist daneben in Fortbildung und Supervision tätig. Ausbildungen in Verhaltenstherapie, Körperpsychotherapie und Existentieller Psychotherapie. Zahlreiche Veröffentlichungen zu psychischen Erkrankungen, Selbsthilfeförderung und Achtsamkeit.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 192
    Erscheinungsdatum: 01.10.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641225582
    Verlag: Kösel
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Widerstand zwecklos

Eine Kultur der
Nicht-Akzeptanz

Wer will schon gerne annehmen?

Kein Lebewesen, weder Mensch noch Tier, möchte gerne unangenehme Empfindungen haben. Wir alle wünschen uns das Angenehme und Schöne. Angenehm bedeutet, dass uns etwas gefällt und unsere Bedürfnisse erfüllt sind. Sobald dies der Fall ist, geht es uns gut. Wenn wir hungrig sind und etwas zu essen bekommen, was vielleicht auch noch gut schmeckt, empfinden wir das als angenehm. Fühlen wir uns alleine und der beste Freund steht plötzlich vor der Tür, freuen wir uns über seinen Besuch. Es ist stinknormal, dass wir angenehme Empfindungen suchen und unangenehmen aus dem Weg gehen, und auch ziemlich gesund, denn es sichert unser Überleben. Wenn wir zwischen einem richtig leckeren Drei-Gänge-Menü oder trockenem Brot wählen können, werden wohl die allermeisten von uns sich eher für die drei Gänge entscheiden.

Angenehmes zu suchen und Unangenehmes loswerden zu wollen, gehört wohl schon immer zum Menschsein dazu. Bereits vor 2600 Jahren hat sich Buddha mit diesem Thema beschäftigt. Er sprach unter anderem von Gier und Anhaftung. Gier ist die Suche nach dem Angenehmen und Anhaftung der Wunsch, das Angenehme festhalten zu wollen. In der Lehre des Buddha gelten Gier und Anhaftung als Grundstein für das menschliche Leid. Denn oft bekommen wir nicht, was wir wollen, sondern stattdessen etwas, was wir uns nun wirklich nicht gewünscht haben. Dagegen kämpfen wir an, und genau das ist es, was uns unglücklich macht. Wir wollen das Angenehme erzwingen und dem Unangenehmen am liebsten für den Rest unseres Lebens aus dem Weg gehen. Es sind nicht die tatsächlichen äußeren Umstände, die uns unglücklich machen, sondern unsere innere Reaktion darauf.

Wenn wir nun aber unzufrieden sind, weil wir etwas nicht bekommen, was wir uns wünschen, oder weil wir bekommen, was wir nicht wollten, machen wir uns abhängig vom Außen. Unser Befinden hängt hochgradig davon ab, was uns widerfährt. Das kann es doch nicht sein, oder?

Zwölf-Zonen-Matratze und
Persönlichkeitsoptimierung

Über Jahrtausende hatten Menschen quasi keine andere Wahl als anzunehmen, was ihnen das Leben schenkte oder zumutete, denn die Einflussmöglichkeiten waren gering. Sie waren konfrontiert mit vielem, was sie nicht beeinflussen konnten und was ihr Leben massiv beeinträchtigte: Harte Winter, denen sie zunächst in klammen Höhlen und später in zugigen Häusern zu trotzen versuchten; Missernten, die monatelange Hungerphasen zur Folge hatten; Seuchen, die die Bewohner ganzer Landstriche dahinrafften. All dem konnten die Menschen lange gar nichts oder nur wenig entgegensetzen. Sie waren diesen äußeren Gewalten fast machtlos ausgeliefert und hatten nur eine Möglichkeit, damit zurechtzukommen: Sie mussten sie als nun mal gegeben annehmen. Hätten sie nicht nur Hunger gelitten, sondern innerlich auch noch dagegen rebelliert, sie hätten doppelt gelitten. Denn wer sich gegen das Unveränderliche aufbäumt, dem geht es nur noch schlechter, der vergeudet seine Energie und kann doch nichts bewirken.

Geholfen hat den Menschen in dieser schwierigen Situation ihre Religion. Sie hat ihnen ein Erklärungsmodell für unkontrollierbare Geschehnisse geboten, sodass sie sich nicht mehr ganz so ausgeliefert und ohnmächtig fühlen mussten. Wenn ein Gewitter und ein Blitzeinschlag nicht einfach nur ein Naturereignis sind, sondern eine Antwort Gottes auf das eigene Verhalten, dann kann man doch etwas tun und ist seinem Schicksal nicht ausgeliefert. Wer viel betet und ein gottgefälliges Leben führt, der schützt sich so davor, dass sein Haus abbrennt.

Mit fortschreitender technischer Entwicklung haben die Menschen immer mehr Anstrengungen unternommen, um das Unvermeidliche doch vermeidbar zu machen. Die Folge davon: Wir müssen heute weniger Unangenehmes und Leidvolles ertragen als frühere Generationen. Technik und zivilisatorischer Fortschritt haben dazu geführt, dass unser Alltag deutl

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