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Die Antwort kennst nur du von Schabauer, Hermengild (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 05.03.2015
  • Verlag: novum pro Verlag
eBook (ePUB)
9,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Die Antwort kennst nur du

Ist Geld wirklich wichtiger als der einzelne Mensch? Muss man die Verantwortung für den Vater übernehmen, wenn er sich aufgibt? Ist absolute Anpassung der Preis für eine harmonische Familie? Wie weit ist Fantasie normal? Alex, Tom, Tanja und Sarah suchen Antworten auf ihre Fragen. Die Jugendlichen befinden sich in Situationen, aus denen sie keinen Ausweg sehen. Chris ist davon überzeugt, dass jeder seine Fragen selbst beantworten kann, wenn er bereit ist, eingefahrene Denkweisen infrage zu stellen und eine neue Sichtweise zuzulassen. Unter seiner einfühlsamen Führung kommen die Jugendlichen zu überraschenden Antworten. Sie erkennen auch, dass sie den Erwachsenen keineswegs hilflos ausgeliefert sind, sondern ohne Kampf positive Veränderungen herbeiführen können, wenn sie die Verantwortung für sich übernehmen. Die Autorin Hermengild Schabauer wurde 1960 in England geboren und lebt im niederösterreichischen Ternitz. Nach dem Studium der Psychologie und dem Diplom für Mentaltraining, Intuitionstraining und Montessoripädagogik arbeitete die Autorin als Betreuerin mit Kindern und Jugendlichen in Hort und Kindergarten, darin hat sie 27 Jahre Praxiserfahrung.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 180
    Erscheinungsdatum: 05.03.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783990388358
    Verlag: novum pro Verlag
    Größe: 614 kBytes
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Die Antwort kennst nur du

Am See

Etwas außerhalb der Stadt gab es einen See. Nur bezeichnete ihn niemand so. Da eine Straße vorbeiführte, hatte ihn jeder schon einmal gesehen. Aber niemandem wäre es eingefallen, dort auszusteigen und vielleicht einen Spaziergang zu machen. Das gesamte Gelände wirkte verwahrlost einschließlich der halb verfallenen Holzbaracke. Außerdem konnte man zwar mit öffentlichen Verkehrsmitteln hinausfahren, aber bis man zum See kam, musste man ein gutes Stück zu Fuß gehen.

Natürlich war immer wieder mal die Rede davon, ein Naherholungsgebiet daraus zu machen. Aber wie meistens scheiterte das Vorhaben am nötigen Geld. So blieb die Natur sich selbst überlassen. Für die Menschen hatte dieses Stückchen Erde keinen Reiz. Hier sollte also die Begegnung zwischen dem rätselhaften Mann und den drei Jugendlichen stattfinden.

Unabhängig voneinander machten sich Alex, Tom und Tanja eine Woche später auf den Weg zum See. Da sie aus unterschiedlichen Teilen der Stadt kamen, benutzten sie verschiedene öffentliche Verkehrsmittel. Aber wie durch Zufall trafen sie aufeinander, bevor sie sich zu Fuß auf den Weg zum See und zur Holzbaracke machten. Eine Weile gingen sie schweigend nebeneinander her. Schließlich fragte Alex, der mit seinen siebzehn Jahren der Älteste war: "Was treibt euch denn in diese gottverlassene Gegend?" Als keiner der beiden mit der Sprache herausrücken wollte, ergriff Alex wieder das Wort: "Normalerweise gehe ich nicht hier spazieren. Eigentlich war ich überhaupt noch nicht hier. Aber es soll hier ein hübsches Holzhäuschen geben, das wollte ich mir einmal ansehen." "Du gehst auch zu dem Holzhäuschen?", fragten die anderen beiden wie aus einem Mund. Nach einem kurzen Schweigen fasste sich Tanja ein Herz und sagte mutig: "Ich treffe dort einen Mann, der mir helfen will, eine Lösung für meine Probleme zu finden." "Du auch?" Tom und Alex waren perplex. "Wie hast du diesen Mann kennengelernt?"

Nun erzählten sie einander, wie sie den Mann das erste Mal getroffen hatten und was der Grund dafür gewesen war. Sie hatten alle drei das Gefühl, sich schon ewig zu kennen, so vertraut waren sie einander. Als sie dann bei der verfallenen Hütte ankamen, kannte jeder die Lebensgeschichte der anderen. Sie erkannten auch, dass sie so ziemlich die gleichen Probleme hatten, und das verband sie noch mehr.

Sie waren gerade dabei, sich gegenseitig wegen ihrer jeweils aussichtslosen Situation zu bemitleiden, als der Mann zu ihnen kam. Er erschien ihnen jugendlicher und fröhlicher, als sie ihn in Erinnerung hatten. "Ich freue mich, dass ihr gekommen seid. Wir werden bestimmt einen interessanten Nachmittag miteinander verbringen." Mit diesen Worten führte er sie zu einem gedeckten Tisch. "Ihr seid bestimmt hungrig und durstig. Bitte bedient euch." Das ließen sie sich nicht zweimal sagen, denn sie waren tatsächlich hungrig.

"Wenn es nur immer so ruhig und friedlich wäre", sagte Tanja sehnsüchtig. "Ich meine nicht, dass ich immer an diesem See sitzen möchte. Aber ich fühle mich so gut wie schon lange nicht mehr. Keiner will etwas von mir, ich darf so sein, wie ich bin." Tanja sprach aus, was sie alle dachten. Jeder fühlte sich wohl in seiner Haut. "Das kann immer so sein", meinte der Mann mit sanfter Stimme. "Machst du Witze? Du kennst doch unsere Situation zu Hause. Wie kann man sich da wohlfühlen?" In seiner Aufregung duzte Alex den Mann. Unsicher schaute er ihn an, als ihm das bewusst wurde. "Das ist schon in Ordnung. Mir ist es sogar lieber, wenn ihr mich duzt", erwiderte der Mann. "Aber wie heißt du eigentlich?" "Sagt einfach Chris zu mir", schlug der Mann vor. "Aber warum kannst du dir nicht vorstellen, dass es in deinem Leben immer so friedlich zugeht wie heute, Alex?" Verständnislos sah Alex ihn an. Chris kannte seine Situation. Dennoch fragte er noch einmal nach: "Glaubst du nicht auch, dass alle Menschen, auch deine Elte

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