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Dieser Schmerz ist nicht meiner Wie wir uns mit dem seelischen Erbe unserer Familie aussöhnen von Wolynn, Mark (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 03.04.2017
  • Verlag: Kösel
eBook (ePUB)
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Dieser Schmerz ist nicht meiner

Manche Menschen sind grundlos traurig, ängstlich oder leiden an Schmerzen, für die es keine Erklärung gibt. Manche wollen ihr Potenzial leben und stoßen immer wieder an eine Grenze, die unüberwindbar scheint. Die Ursache kann in der Familiengeschichte liegen, wenn erlittenes Leid durch Kriegserlebnisse, Unfälle oder eine frühe Trennung von den Eltern an die nächste Generation weitervererbt wurde. Das bahnbrechende Buch von Mark Wolynn zeigt einen Weg, wie dieses Erbe gelöst und integriert werden kann. Es ist ein großartiges Selbsthilfebuch, um Familientraumata zu heilen. Und um sich wieder mit sich selbst zu verbinden und endlich das eigene Leben zu leben. Mark Wolynn ist ein Pionier im Bereich der vererbten Familientraumata mit über 20 Jahre Erfahrung. Als Direktor des Family Constellation Institute in San Francisco schult er Ärzte und behandelt Patienten mit Depressionen, Angstzuständen, Panikattacken, Zwangsneurosen und chronischen Schmerzen. Er lehrte an der University of Pittsburgh, dem Western Psychiatric Institute in Kripalu, dem Omega Institute, dem New York Open Center und dem California Institute of Integral Studies. Er ist ein gefragter Redner und hält weltweit Workshops in Krankenhäusern, Kliniken, auf Tagungen und in Schulungszentren ab.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 304
    Erscheinungsdatum: 03.04.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641202378
    Verlag: Kösel
    Originaltitel: It didn t start with you
    Größe: 943 kBytes
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Dieser Schmerz ist nicht meiner

Einleitung :
Die geheime Sprache der Angst

In einer dunklen Zeit beginnt das Auge zu sehen ...

THEODORE ROETHKE: IN A DARK TIME

Dieses Buch ist das Ergebnis einer persönlichen Mission. Sie hat mich einmal um die ganze Welt und zurück zu meinen Wurzeln gebracht. Und sie hat mir einen Berufsweg eröffnet, den ich mir zu Beginn der Reise nicht hätte träumen lassen. Seit mehr als 20 Jahren arbeite ich nun mit Menschen, die an Depressionen, Ängsten, chronischen Erkrankungen, Phobien, Zwangsgedanken, posttraumatischen Belastungsstörungen und anderen lähmenden Zuständen leiden. Viele von ihnen waren entmutigt und hatten schon fast die Hoffnung verloren, als sie zu mir kamen. Weder eine jahrelange Gesprächstherapie noch Medikamente oder andere Maßnahmen hatten den Ursprung ihrer Symptome aufdecken und ihren Leidensdruck mildern können.

Aus eigener Erfahrung sowie durch meine Ausbildung und klinische Praxis ist mir heute klar, dass die Ursache womöglich gar nicht in unserer eigenen Geschichte zu suchen ist. Sie verbirgt sich eher in der Geschichte unserer Eltern, Großeltern und sogar Urgroßeltern. Auch die Ergebnisse der neuesten wissenschaftlichen Studien, die es mittlerweile sogar in die Schlagzeilen geschafft haben, sagen uns: Traumafolgen können von einer Generation an die nächste weitergegeben werden. Dieses "Erbe" besteht in dem, was unter dem Schlagwort "vererbte familiäre Traumata" bekannt geworden ist. Und es wird immer deutlicher, dass wir es hier mit einem sehr realen Phänomen zu tun haben. Schmerz löst sich im Laufe der Zeit nicht immer von selbst auf. Er wird auch nicht unbedingt von selbst weniger. Selbst wenn die Person, die das Trauma ursprünglich erlebt hat, schon längst gestorben ist, selbst wenn ihre Geschichte jahrelang verschwiegen wurde, selbst dann können Fragmente von Erlebnissen, Erinnerungen und Körperempfindungen aus ihrem Leben weiterleben. Es ist, als tauchten sie Hilfe suchend aus der Vergangenheit auf, um über den Geist und Körper der heute Lebenden Erlösung zu finden.

Auf den folgenden Seiten erfahren Sie, wie meine empirischen Beobachtungen aus der Praxis als Leiter des Family Constellation Institute in San Francisco mit den neuesten Erkenntnissen der Neurowissenschaft, Epigenetik und Sprachwissenschaft zusammenhängen. Und wie ich das, was ich von Bert Hellinger, dem bekannten deutschen Psychotherapeuten, gelernt habe, dabei einbringen kann. Sein familientherapeutischer Ansatz hat die psychologischen und physischen Auswirkungen vererbter familiärer Traumata auf mehrere nachfolgende Generationen aufgezeigt.

Ein Schwerpunkt dieses Buches ist die Frage, woran wir vererbte familiäre Muster erkennen. Es geht um Ängste und andere Gefühle sowie um Verhaltensweisen, die wir unwissentlich von unseren Vorfahren übernommen haben und die den Leidenskreislauf Generation für Generation aufrechterhalten. Und es geht um das Kernthema meiner Arbeit: wie wir diesem Leiden ein Ende bereiten können. Vielleicht ergeht es Ihnen wie mir, und Sie bemerken, dass viele unserer Muster gar nicht unsere eigenen sind, sondern aus der Familiengeschichte stammen. Ich bin der festen Überzeugung, dass es in dieser Familiengeschichte etwas gibt, das erzählt werden und endlich ans Licht gebracht werden will. Lassen Sie mich an dieser Stelle meine eigene Geschichte erzählen.

Ich hatte nie geplant, eine Methode zu entwickeln, die dabei helfen sollte, Ängste zu überwinden. Mein Weg dorthin begann mit dem Tag, an dem meine Sehkraft plötzlich nachließ. Von einem Moment auf den anderen war meine erste Augenmigräne da. Keine nennenswerten körperlichen Schmerzen im eigentlichen Sinne - "nur" ein Sturm schieren Entsetzens, während alles um mich herum verschwamm. Ich war damals gerade einmal 34, und nun stolperte ich wie im Dunkeln durch mein Büro, tastete halb blind nach meinem Telefon und setzte einen Notruf ab. Bald würde sich ein Krankenwage

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