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Klassiker der Erotik 32: Fanny Hill - Erlebnisse eines Freudenmädchens - Teil 1 von Cleland, John (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.02.2014
  • Verlag: Passion Publishing
eBook (ePUB)
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Klassiker der Erotik 32: Fanny Hill - Erlebnisse eines Freudenmädchens - Teil 1

Der skandalöseste Erotikroman des 18. Jahrhundert mit der beliebtesten Erotikprotagonistin der Weltliteratur! Fanny Hill kommt als 15-jähriges Waisenkind nach London und wird dort in einem Bordell aufgenommen. Sie schafft es ihrem Schicksal als Prostituierte zu entfliehen und wird von einem jungen Gentleman aus dem Bordell gerettet. Mit ihm lernt sie die wahre Liebe kennen. Als der junge Gentleman nach Übersee geschickt wird bleibt Fanny nichts anderes übrig, als Prostituierte zu werden, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Dabei lernt sie die Geheimnisse der Erotik kenne.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 208
    Erscheinungsdatum: 17.02.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783943809916
    Verlag: Passion Publishing
    Größe: 1579 kBytes
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Klassiker der Erotik 32: Fanny Hill - Erlebnisse eines Freudenmädchens - Teil 1

Madame,

ich möchte Ihren Wunsch als Befehl nehmen und Ihnen aus der Zeit meines Lebens berichten, die inzwischen vorbei ist, und an die ich mich naturgemäß nur ungern erinnere. Es war ein Leben, das vor der jetzigen Zeit lag, in der ich nun in Glück, Wohlstand, Zufriedenheit und Gesundheit lebe. Sie erwarten, daß ich Ihnen das berichte, wie ich als "Freudenmädchen" mein Brot verdiente, auch wenn man mit Recht meinen darf, daß diese Bezeichnung für mich nicht unbedingt gelten mag. Dennoch habe ich, wie es eben bei Freudenmädchen üblich ist, mehr von der Welt und deren Wesen und Sitten erfahren, als dies sonst normalerweise zutrifft. Ich habe augenblicklich Muße genug, auf Grund meines durchaus respektablen Verstandes die Dinge so zu sehen, wie sie sind, während diese Mädchen stets meinen, daß jeder ernsthafte Gedanke ein furchtbarer Feind sei, der soweit wie möglich ferngehalten werden müsse, ja weitgehend auszumerzen sei. Jedoch konnten mich auch die zügellosesten Vergnügungen und ausgelassensten Freuden nicht davon abhalten, das Wesen eines Lebens dieser Art genau zu studieren.

Ich muß sagen, daß ich lange Vorreden verabscheue. Deswegen will ich mich auch nicht umständlichst entschuldigen sondern nur feststellen, daß ich im Nachfolgenden mein Leben, das heißt das Leben, von dem Sie wissen wollen, genau so nacherzählen werde, wie ich es nun mal geführt habe.

Ich werde mich bemühen, mich streng an die reine Wahrheit zu halten und ihr keinerlei beschönigendes Mäntelchen umzutun. Ich will alles, die Situationen und die Umstände, die zu diesen führten, so schildern, wie sie tatsächlich waren, und es soll mir gleichgültig sein, ob ich damit die Anstandsgesetze übertrete, die zwischen uns beiden auf Grund unserer Beziehungen zueinander ja sowieso keine Gültigkeit haben dürften. Im übrigen kennen Sie selbst die Tatsachen viel zu genau, als daß Sie aus Prüderie oder gar aus charakterlichen Gründen über derartige Schilderungen die Nase rümpfen würden. Selbst Personen aus der höchsten Gesellschaft, denen man doch guten Geschmack zuspricht, finden nichts dabei, Nacktbilder in ihren Wohnräumen aufzuhängen. Und wenn sie das nicht auch schon in der Eingangshalle tun, dann nur deswegen, weil sie die allgemeinen Vorurteile gegen Nuditäten dabei in Betracht ziehen.

Genug der Vorreden - lassen Sie mich zu meiner persönlichen Geschichte kommen. Als Mädchen hieß ich Frances Hill und wurde in einem kleinen Dorf in der Nähe von Liverpool in Lancashire geboren. Meine Eltern waren ausgesprochen arm, aber, wie ich ganz bestimmt glaube, grundehrlich.

Mein Vater war durch einen Unfall gelähmt und konnte schwere Bauernarbeit nicht mehr verrichten. So ernährte er sich und seine Familie mehr schlecht als recht durch Netzemachen. Meine Mutter unterstützte ihn dabei so gut sie eben konnte, indem sie Mädchen aus der Nachbarschaft unterrichtete. Ich hatte viele Geschwister, die alle früh starben, wohingegen ich selbst als einziges der Kinder eine ausgezeichnete Gesundheit mitbekommen habe.

Meine ganze Erziehung bestand bis zum meinem vierzehnten Lebensjahr aus einem bißchen Lesen, besser gesagt Buchstabieren, einem unleserlichen Gekritzel und etwas Nähen. Von meiner Tugend wäre zu sagen, daß ihre Grundlage lediglich aus der völligen Unkenntnis des Lasters und jener Furcht und Scheu bestand, die junge Mädchen vor allem Neuen haben, mehr als vor etwas anderem. Dabei verlieren wir diese Furcht meistens auf Kosten unserer Unschuld, und zwar dann, wenn wir die Männer nicht mehr als Raubtiere ansehen, die

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