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Nie mehr Mr. Nice Guy Wie Sie als Mann bekommen, was Sie wollen - im Leben, in der Liebe und beim Sex von Glover, Robert A. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 07.11.2016
  • Verlag: riva
eBook (ePUB)
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Nie mehr Mr. Nice Guy

Leiden Sie unter dem sogenannten Nice-Guy-Syndrom? Sind Sie einfühlsam, verständnisvoll und mitfühlend, stehen jederzeit mit Rat und Tat bereit und werden damit eher zum besten Freund einer attraktiven Frau als zum Mann an ihrer Seite? Setzen Sie in einer Beziehung alles daran, Ihre Partnerin glücklich zu machen, wobei Sie Ihre eigenen Bedürfnisse hintanstellen oder sogar völlig verleugnen? Der Ehe- und Familientherapeut Robert A. Glover war selbst mal ein Nice Guy - und hat sich davon befreit. Er erklärt Ihnen in diesem Buch, wie Sie endlich aufhören können, nach Anerkennung durch Ihre Partnerin zu streben, und stattdessen bekommen, was Sie wollen. In Zukunft werden Sie effektiv und nachhaltig dafür sorgen, dass Ihre eigenen Bedürfnisse und Wünsche erfüllt werden. Sie werden sich stark, selbstbewusst und männlich fühlen, ein befriedigendes Sexleben führen und Ihr volles Potenzial im Leben nutzen. Dr. Robert A. Glover ist Psychotherapeut und spezialisiert auf Ehe- und Familientherapie. Er ist der führende Experte in Sachen 'Nice-Guy-Syndrom' - denn er war selbst mal einer. Im Rahmen seiner Therapieangebote hat er Tausende Stunden mit Hunderten Nice Guys und ihren Partnern verbracht. Glover ist außerdem häufig zu Gast in Radio-Talkshows und wird häufig zu seinem Spezialthema interviewt. Er lebt mit seiner Frau und seinen vier Kindern in Tacoma, Washington.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 224
    Erscheinungsdatum: 07.11.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783959712705
    Verlag: riva
    Größe: 938 kBytes
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Nie mehr Mr. Nice Guy

Kapitel Zwei:
Wie ein Nice Guy entsteht

D as vorige Kapitel endete mit einigen Fragen: "Warum sollte vernünftigerweise überhaupt jemand bestimmte Aspekte seiner selbst verstecken und versuchen, ein anderer zu werden, es sei denn, es gibt dafür einen überzeugenden Grund? Warum versuchen Menschen zu verändern, wer oder was sie wirklich sind?"

Nachdem ich jahrelang das Nice-Guy-Syndrom aus allen möglichen Blickwinkeln untersucht hatte, fand ich darauf nur eine einzige sinnvolle Antwort : Weil es sich für einen Jungen oder einen Mann nicht sicher oder akzeptabel anfühlt, so zu sein, wie er ist. In einer solchen Lage ist eine der möglichen Strategien, ein Nice Guy zu werden. Daneben kann ein Kind oder ein Erwachsener ausschließlich durch den Glauben, die eigene Existenz sei etwas Schlechtes und/oder Gefährliches, dazu gebracht werden, jemand anderes zu werden und bei diesem Versuch das eigene Selbst zu opfern.

Die Grundthese dieses Buches ist, dass alle Nice Guys in ihren prägenden Jahren von ihren Familien und ihrer Umgebung gelernt haben, es sei für sie weder sicher noch akzeptabel oder wünschenswert, so zu sein, wie sie nun einmal sind.

Wie also bekamen Nice Guys diese Botschaft vermittelt, und warum reagierten sie darauf auf diese Weise? Im Folgenden wird kurz beschrieben, wie Familien und die Gesellschaft perfekte kleine Jungen zu Männern umwandeln, die glauben, sie müssten "gut" sein, um geliebt zu werden.

Mit dem Verlassenwerden umgehen

Die prägendste Zeit im Leben eines Menschen beginnt mit der Geburt und endet ungefähr mit dem fünften Lebensjahr. Während dieser fünf Jahre wird die Persönlichkeit eines Kindes am stärksten von der Umgebung beeinflusst. Genau in diesem Zeitraum beginnen sich die Paradigmen zu festigen. Da es sich bei den prägendsten Einflüssen normalerweise um die Eltern und die Familie des Kindes handelt, müssen wir mit unserer Untersuchung der Wurzeln des Nice-Guy-Syndroms genau dort beginnen.

Was Kinder angeht, so müssen wir zwei wichtige Tatsachen verstehen. Erstens sind sie, wenn sie auf die Welt kommen, vollkommen hilflos. Sie sind davon abhängig, dass andere Menschen ihre Bedürfnisse erkennen und rechtzeitig in angemessener Weise erfüllen. Aus dieser Abhängigkeit ergibt sich die größte Angst eines jeden Kindes: die Angst vor dem Verlassenwerden. Für Kinder bedeutet dies den Tod.

Zweitens sind Kinder ichbezogen. Das heißt, dass sie sich von Anfang an als das Zentrum des Universums empfinden, um das alles andere kreist. Folglich glauben sie, selbst die Ursache für alles zu sein, das ihnen widerfährt.

Diese beiden Faktoren - die Angst, verlassen zu werden, und die Ichbezogenheit - erzeugen in allen Kindern eine äußerst wirkungsmächtige Dynamik. Immer wenn ein Kind auf irgendeine Weise die Erfahrung des Verlassenwerdens macht, glaubt es, selbst der Grund für das zu sein, was ihm widerfährt. Zu diesen Erfahrungen können beispielsweise die folgenden gehören:

Das Kind hat Hunger, und niemand gibt ihm zu essen.

Es schreit, und niemand nimmt es in den Arm.

Es ist einsam, und niemand kümmert sich darum.

Ein Elternteil ist wütend auf das Kind.

Ein Elternteil vernachlässigt es.

Ein Elternteil hat unrealistische Erwartungen an das Kind.

Ein Elternteil benutzt es zur Befriedigung der eigenen Bedürfnisse.

Ein Elternteil erniedrigt das Kind.

Ein Elternteil schlägt es.

Ein Elternteil lehnt es ab.

Ein Elternteil geht fort und kommt nicht zeitnah zurück.

Weil ein jedes Kind in eine unvollkommene Welt und eine ebensolche Familie hineingeboren wird, erlebt es unweigerlich Verlassenwerden. Obgleich es sich bei dem kindlichen Glauben, selbst die Ursache für diese schmerzhaften Erfahrungen zu sein, um eine völlig unzutreffende Interpretation handelt, sind Kinder einfach nicht in der Lage, die Welt auf andere Weise zu begreifen.

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