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Pussy Hol dir deine weibliche Kraft zurück! von Thomashauer, Regena (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.06.2018
  • Verlag: Arkana
eBook (ePUB)
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Pussy

Spirituelle Feuchtgebiete.
Die Pussy, das weibliche Geschlechtsorgan, ist weit mehr, als wir bisher dachten. Regena Thomashauer ermutigt Frauen, das oft vernachlässigte Zentrum weiblicher Kraft, Macht, Lust und Freude neugierig zu erkunden und liebevoll zum Leben zu erwecken. Ja, sie geht sogar noch weiter: Die Pussy hat für sie eine eigene Intelligenz, der frau sich getrost anvertrauen darf, wenn es um wichtige Lebensentscheidungen oder auch spontanes Vergnügen geht. Das sinnliche Bewusstsein, dessen Sitz die Pussy ist, ist laut Thomashauer sogar essenziell wichtig für unsere spirituelle, intellektuelle und emotionale Gesundheit. Eine tabulose, humorvolle und letztlich heilsame Entdeckungsreise, die Frauen in ihre weibliche Lust und Kraft bringt!

Regena Thomashauer, auch bekannt als "Mama Gena", glaubt, dass Frauen die größte unerschlossene natürliche Ressource auf dem Planeten sind. Sie ist Gründerin der "Schule der weiblichen Künste" in New York und eine Ikone auf dem Gebiet der weiblichen Lust und der persönlichen Weiterentwicklung von Frauen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 18.06.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641221379
    Verlag: Arkana
    Originaltitel: Pussy. A Reclamation
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Pussy

Einleitung

Pussy.

Es gibt wohl kein abschätzigeres Wort in der englischen Sprache. Es ist der heftigste anzügliche Angriff auf die Würde einer Frau, wenn es darum geht, sie zu verletzen, zu demütigen, ja sie in ihrem Menschsein infrage zu stellen. Zugleich ist Pussy auch die schlimmste Erniedrigung für einen Mann; es gibt keinen direkteren Weg, einen Mann zu kastrieren, als ihn eine Pussy zu nennen, keinen deutlicheren Hinweis darauf, dass sein Ruf als Mann in Gefahr ist.

Niemand nennt mich eine "Pussy", wenn er zum Ausdruck bringen will, wie strahlend und schön ich gerade aussehe. Keiner verwendet das Wort, um mir mitzuteilen, wie virtuos und toll ich eine gewaltige Aufgabe gelöst habe. Dabei ist Pussy all das. Und noch viel mehr.

Ich bin eine Frau der Worte, das habe ich von meinem Vater. Er konnte ein paar Zeilen aufs Papier werfen und mit ihnen genau das ausdrücken, worum es ihm ging. Jeden Freitagabend las er aus der Bibel vor.

Ich wurde zu Achtung und Bewunderung für die Macht der Sprache erzogen; dafür, dass ein einzelnes, bewusst eingesetztes Wort eine ganze soziale Bewegung auslösen oder am Anfang einer Philosophie stehen kann. Dafür, dass ein einzelnes Wort den Gang der Geschichte ändern kann.

Mein Lieblingsbuch war das Wörterbuch, das ich zu Beginn meiner Gymnasialzeit bekam. Besonders gern schlug ich die Etymologie meiner Lieblingswörter nach, mit jedem Umblättern tat sich mir eine neue historische Welt auf. Das einzige Problem: Unter den Millionen von Wörtern, die zwischen den zwei Deckeln dieses geliebten Buches standen, war keines dabei, das mich beschrieb. Kein einziges Wort, das die Intensität meiner Gefühle ausdrückte, mein ungreifbares und sich immer wandelndes zyklisches Wesen, meine ungebändigte Weiblichkeit, meine Zartheit, meine Schüchternheit, meine Stärke, meine Sehnsucht danach, gesehen und erkannt, geliebt und verstanden zu werden. Kein Wort. Nicht ein einziges.

Was in einer Kultur abwesend ist, erzählt uns genauso viel über sie wie das, was in ihr etwas bedeutet. Eine der elementarsten unbewussten Konditionierungen unserer westlichen Kultur ist die, dass wir unseren Töchtern keinen Namen für die Quelle unserer weiblichen Kraft beibringen. Fragt mal die Schülerinnen an meiner Schule der weiblichen Künste, welche Bezeichnungen für ihre Genitalien man sie als Kind gelehrt hat, und ihr werdet eine Menge umgangssprachlicher Ausdrücke zu hören bekommen: Scheide, Untenrum, Lulu, Mumu, die Liste ließe sich fortsetzen. Diejenigen, denen man ein direkteres Wort beigebracht hat, lernten meist "Vagina", ein klinischer Begriff, der obendrein physiologisch nicht einmal stimmt.

Was jedoch noch schlimmer ist: Der Mehrheit der Frauen wurde beigebracht, gar kein Wort für sie zu haben.

Wenn wir aber keine Sprache haben für die Beschreibung dessen, was unsere Weiblichkeit am stärksten definiert, dann haben wir auch keine Möglichkeit, unsere Kraft als Frau überhaupt zu finden und zu besitzen. Wie mein Vater freitagabends vorlas: "Am Anfang war das Wort." Wenn es kein Wort gibt, dann gibt es auch keinen Anfang. Wie würdet ihr über ein dezentrales Netzwerk von Computern reden, die über Leitungen miteinander verbunden und aufgrund eines einheitlichen Übertragungsstandards in der Lage sind, miteinander zu kommunizieren, wenn ihr dafür nicht das Wort Internet hättet? Und doch ermöglicht unsere Kultur es uns nicht, über den Ort zu sprechen, von dem unsere Kraft - und genau genommen: das Leben - ausgeht.

Es ist genau diese weibliche Kraft, die in allen Erfolgsgeschichten, von denen wir hören, abwesend ist. Hier liegt der Grund, warum Sheryl Sandberg, eine der erfolgreichsten Frauen Amerikas, in einem Porträt im New Yorker erklärt, dass sie sich ihr ganzes Leben schon wie eine Hochstaplerin fühle. Oder warum die Modedesignerin Diane von Fürstenberg in der Sendung spa

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