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Trennung oder Neubeginn? Hilfe für Paare in der Krise von Sejkora, Klaus (eBook)

  • Verlag: Fischer & Gann
eBook (ePUB)
12,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Trennung oder Neubeginn?

Wie Paare eine gute Entscheidung treffen können WAS TUN, WENN ALLE VERSÖHNUNGEN immer wieder scheitern, Konflikte und Verletzungen bei einem Paar den Alltag bestimmen? Bleibt dann nur die Trennung oder gibt es eine Chance auf einen Neubeginn? Der erfahrene Paartherapeut hilft Betroffenen, die Konfliktmuster in ihrer Beziehung zu erkennen. Um sie zu verändern, mu ssen auch die Herkunftsfamilien von Frauen und Männern in den Blick genommen werden. Welche Erfahrungen aus der Vergangenheit wirken in die Gegenwart des Paares hinein? Beziehungs-Checklisten und Fragebögen unterstu tzen Paare, ihre lange Geschichte von Liebe und Verletzung ehrlich zu durchleuchten. Anhand von speziell entwickelten Übungen lernen sie Schritt fu r Schritt, die Spielräume fu r tiefgreifendere Veränderungen auszuloten. Erst dann kann eine tragfähige Entscheidung fu r die gemeinsame Zukunft gefällt werden: eine Trennung in Respekt und Wu rde - oder Verzeihen, Versöhnung und ein wirklicher Neubeginn. Dr. Klaus Sejkora ist Psychologe und Psychotherapeut (Transaktionsanalytiker) in freier Praxis sowie auch Lehranalytiker mit jahrzehntelanger Berufserfahrung. Einer seiner Schwerpunkte ist die Arbeit mit Paaren. Er lebt und arbeitet in Linz.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 180
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783903072114
    Verlag: Fischer & Gann
    Größe: 1058 kBytes
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Trennung oder Neubeginn?

1.2 WIR KÖNNEN AUFHÖREN, UNS ZU ZERSTÖREN

DIE GLAUBENSSATZFALLE

We've given each other some hard lessons lately

but we ain't learnin'

We're the same sad story that's a fact

one step up and two steps back

Bruce Springsteen, One Step Up

TRANSAKTIONSANALYSE: Landkarte 2
Strokes, Stroke-Muster und Glaubenssätze

Wenn Menschen miteinander kommunizieren, tauschen sie nicht nur Informationen über Sachverhalte aus, sondern auch Energie: die Energie, die dadurch transportiert wird, dass wir dem anderen Menschen explizit oder implizit mitteilen, was wir in Bezug auf ihn denken und fühlen.

Wir lächeln, wir schauen finster drein, wir flüstern Liebesbotschaften, wir schreien oder schweigen einander an, wir informieren, wir diskutieren. Damit übermitteln wir Botschaften an einen anderen Menschen. Wir geben ihm zu verstehen, dass wir ihn wahrnehmen - positiv oder negativ.

Wir wollen wahrgenommen werden. Eric Berne, der Begründer der Transaktionsanalyse, nennt das "Wiedererkennen", und er sieht bei allen Menschen ein grundlegendes Bedürfnis danach. Dieses Bedürfnis nennt er "Hunger nach Wiedererkennen" - und diesen Hunger stillen wir durch STROKES .

Stroke bedeutet im Englischen sowohl streicheln als auch Schlag. Damit wird die Doppelbedeutung davon erfasst, dass wir einander positiv und negativ Beachtung geben können. Deswegen ist der Begriff eigentlich unübersetzbar; am ehesten nahe kommt ihm das deutsche Wort "Zuwendung".

Jedes Lächeln, jeder Gruß, jedes Stirnrunzeln, jedes Kopfschütteln, alles, was wir sagen und wie wir es sagen, jede Art von kommunikativer Aktion oder Reaktion, verbal oder nonverbal, ist ein Stroke.

Neben positiven und negativen Strokes können wir auch bedingte (an eine bestimmte Leistung oder ein Verhalten geknüpfte) und bedingungslose (an die ganze Person gerichtete) Strokes geben und erhalten.

Es gibt dementsprechend vier Arten von Strokes:

bedingungslos positive (Annahme): "Ich liebe dich so, wie du bist", "Schön, dich zu sehen";
bedingt positive (Lob): "Toll, wie du das geschafft hast, ich bin stolz auf dich", "Mir gefällt das, was du da machst";
bedingt negative (Kritik): "Ich finde es nicht gut, dass du deine Hausaufgaben nicht erledigt hast", "Diesen Standpunkt finde ich kontraproduktiv";
bedingungslos negative (Ablehnung): "Ich hasse dich!", "Geh doch dorthin, wo der Pfeffer wächst!"
Wir alle brauchen Strokes. Wenn wir keine erhalten, erleben wir das als Mangel.

Wir lernen, uns welche zu organisieren. Dabei gelten folgende Prinzipien:

Negative Strokes sind besser als gar keine.
Bedingt negative Strokes sind besser als bedingungslos negative.
Wenn bedingungslos positive Strokes nicht zu kriegen sind, sind bedingt positive besser als negative.
Durch die Strokes, die wir erhalten, und dadurch, wie, wann und wofür wir sie erhalten, entwickeln wir früh im Leben ein bestimmtes Bild über

uns selbst
andere Menschen und
die Welt und das Leben als Ganzes.
Dieses Bild ist verallgemeinernd und undifferenziert (z. B. "Keiner mag mich!"). Es wird aber - mangels Alternativen - für wahr gehalten. In der Transaktionsanalyse nennt man dies Glaubenssätze : Wir glauben daran, als ob es die Wahrheit wäre. Mehr und mehr betrachten wir das, was wir erleben, unter diesem Blickwinkel und bestätigen uns so die Glaubenssätze immer wieder über den Austausch von Strokes. So entwickeln wir ein entsprechendes Stroke-Muster.

Wir suchen nach den Strokes, die uns vertraut sind, wir geben die, auf die wir die zu erwartenden üblichen Stroke-Reaktionen bekommen, und wir filtern die aus, die uns fremd sind und die nicht in dieses Bild passen. Wir können dah

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