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Wenn wohnen krank macht Schadstoffe erkennen, beseitigen, vermeiden von Schmitz-Günther, Thomas (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 27.11.2009
  • Verlag: Südwest
eBook (ePUB)
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Wenn wohnen krank macht

Gesunde, reine Luft in der Wohnung???? Eher nein, denn Möbel, Baustoffe, Elektroartikel, Zimmerpflanzen, Textilien, Schuhe, Kinderspielzeug und Putzmittel sorgen für einen bunten Schadstoff-Cocktail. Symptome wie Kopfschmerzen, Allergien, Schwindelgefühl, Abgeschlagenheit, Konzentrationsstörungen, Schleimhautreizungen sind mögliche Folgen von schadstoffbelasteter Luft im häuslichen Bereich. Dieses Buch hilft dem Laien, potentielle Gefahren erkennen und möglichst realistisch einschätzen zu können. Es bietet einfache, gut umsetzbare Lösungsvorschläge, nennt die Gütesiegel und wie verlässlich sie sind und nennt Adressen von Baubiologen und Labors. Thomas Schmitz-Günther war von 1989 bis 2002 beim ÖKO-TEST-Magazin in verschiedene Leitungsfunktionen tätig, u.a. als Chefredakteur der Fachzeitschrift 'ÖKO-HAUS'. Seit 2002 arbeitet er in Neckargemünd bei Heidelberg als freier Journalist und bauökologischer Berater und führt die Geschäfte des Öko-Bauverbandes 'natureplus'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 191
    Erscheinungsdatum: 27.11.2009
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641036041
    Verlag: Südwest
    Größe: 673 kBytes
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Wenn wohnen krank macht

Ein paar Worte vorab

Die heimischen "vier Wände" werden immer wichtiger. Gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten, in Zeiten des Wandels von Berufsund Rollenbildern, wenn einiges im Leben steter Veränderung unterworfen ist, wünschen sich viele Menschen zu Hause Geborgenheit und Sicherheit. Hier möchten sie sich vom Alltagsstress erholen und das Familienleben oder das Zusammensein mit engen Freunden genießen. Da ist es entscheidend, dass zu Hause "alles in Ordnung" ist. Wie wichtig die uns umgebenden Räume für unser Leben sind, kann man schon daran ermessen, wie lange wir uns dort aufhalten. Denn die meisten Menschen hierzulande verbringen ihren Arbeitstag in Büros, Werkstätten oder Läden, sind in ihrer aktiven Freizeit in Kinos, Gaststätten oder Sporthallen, gehen in geschlossenen Räumlichkeiten einkaufen, bewegen sich mit dem Auto zwischen all diesen Gebäuden und verbringen etwas mehr als die Hälfte des Tages bei sich zu Hause. Nach einer aktuellen, in 44 Städten erhobenen Studie aus den USA halten sich Erwachsene umgerechnet nur noch eine Woche im Jahr im Freien auf. Es ist sicher nicht übertrieben, davon auszugehen, dass der durchschnittliche Mitteleuropäer heute mehr als 90 Prozent seiner gesamten Lebenszeit in geschlossenen Räumen verbringt. Und besonders die potenziell für Schadstoffe anfälligsten Personengruppen, nämlich Kleinkinder, Kranke und ältere Menschen, verbringen überproportional viel Zeit in Innenräumen.
Dazu werden diese Räume auch immer fester abgeschlossen. Früher waren Fenster und Türen nicht ganz dicht, es zog immer irgendwo hinein, manchmal sogar durch die Wände oder das Dach. Oft ließ man auch die Fenster das ganze Jahr zur Lüftung gekippt. Dieser ständige Luftzug verhalf zwar nicht zu einem wirklich angenehmen Raumklima, aber auf diese Weise fand immerhin ein regelmäßiger Luftaustausch statt - ob man wollte oder nicht. Doch heute möchte natürlich niemand mehr Zugluft ertragen müssen, und auch der Verlust an Heizwärme durch all diese undichten Stellen ist nicht akzeptabel. Immer erfindungsreicher halten Architekten, Ingenieure und die Bauindustrie kostbare Heizenergie im Haus fest und schließen immer effektiver alle Wärmelecks, mit der Folge, dass sich mögliche Schadstoffe viel stärker als früher in der Raumluft ansammeln können. Dazu tragen auch die Oberflächen im Innenbereich bei. Heute ist das Bedürfnis groß, in der eigenen Wohnung alles möglichst sauber und hygienisch zu haben. Zugleich verbringen die meisten Menschen nicht gerne viel Zeit mit Putzen. Also sollen die Oberflächen - vor allem Fußböden, Möbel und Einrichtungsgegenstände, aber auch Wände in beanspruchten Bereichen wie Küche und Bad - möglichst pflegeleicht sein. Das erreichen wir zunehmend durch eine Versiegelung der Oberflächen. Dadurch sind diese nicht mehr in der Lage, Feuchtigkeit und andere Dinge aus der Raumluft vorübergehend aufzunehmen und abzupuffern.
Am deutlichsten zeigt sich das beim Badezimmer. Das ist heute meist raumhoch gefliest und liegt häufig im Innenbereich der Wohnung, ohne Fenster, nur mit einem kleinen Ventilator zum Lüften. Wenn man hier duscht, ist im Handumdrehen jeder Spiegel beschlagen und alle Kacheln sind feucht. In anderen Räumen mag es nicht so extrem sein - sowohl was die Raumoberflächen angeht als auch bezüglich des Feuchtigkeitsanfalls - und sich unserer Wahrnehmung entziehen, aber generell ist zu beobachten, dass die Innenräume heute häufig ein Lüftungsproblem haben und die großen Oberflächen in einem Raum nicht mehr zu einem ausgeglichenen Raumklima beitragen können. Stattdessen kann die Versiegelung der Oberflächen selbst sogar noch die Raumluft mit Schadstoffen anreichern.
Die Folgen ungesunder Wohnverhältnisse treten immer stärker zutage. Ein Drittel der Kinder in Deutschland gilt mittlerweile als Allergiker. Von der Gesamtbevölkerung reagiert etwa jeder Vierte mit Heuschnupfen, Ekzemen oder Bindehautreizungen auf sein

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