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Praktische Mobbing-Prävention Stopp dem Psychoterror am Arbeitsplatz! von Hermans, Arndt (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.01.2015
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Praktische Mobbing-Prävention

Das Problem Mobbing begreiflich machen und Lösungswege aufzeigen. So lautet kurz gesagt das Ziel dieses Buches. Mobbing hat viele Facetten und ist in seiner Komplexität nicht einfach zu erfassen. Deshalb beschäftigen wir uns im Buch mit den auslösenden Faktoren und den Mobbinghandlungen an sich. Was sind das für Menschen, die sich unliebsamer Kollegen entledigen wollen und wie tun sie es? Dass die Folgen für Betroffene schwerwiegend sind und Lebensqualität verloren geht, wird ebenfalls zum Ausdruck kommen. Den Kernpunkt des Buches bildet jedoch die Mobbing-Prävention. Mobbing vorbeugen, geht das? Ja! Arndt Hermans und ich sind bestrebt, praktische Hinweise zu geben, die jedem Einzelnen aber vor allem den Unternehmen helfen können, Mobbing erfolgreich vorzubeugen oder bereits im Frühstadium zu beseitigen. Denn wenn das gelingt, erübrigt sich jede Diskussion über Motive des Mobbers oder Leiden der Opfer. Unsere Ziele sind hochgesteckt, aber wir sind zuversichtlich, mit diesem Buch einen sinnvollen Beitrag für die Mobbingbekämpfung zu leisten.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 196
    Erscheinungsdatum: 16.01.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732252398
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 2487kBytes
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Praktische Mobbing-Prävention

3. Mobbing - die Dimensionen des Phänomens

3.1 Ursachen des Mobbings

Die Frage nach der Entstehung von Mobbing ist ein wesentliches Element, um die Problematik in ihrer Gesamtheit zu erfassen. Leider gibt es bislang nur wenig aussagekräftige Erkenntnisse über die genauen Ursachen von Mobbing, schließlich wird ein Mobber nur in den seltensten Fällen offen aussprechen, weshalb er den ungeliebten Kollegen ablehnt. Es ist jedoch vielfach zu beobachten, dass Mobbing ungelösten Konflikten entspringt. Diese gären im Hintergrund und werden zumeist auf subtile, oftmals nicht direkt erkennbare Weise ausgetragen.

Eine Studie bei der VOITH GmbH hat gezeigt, dass in diesem Unternehmen Beziehungsprobleme zu 80% und thematische Unstimmigkeiten lediglich zu 20% krankheitsfördernd wirkten. Demzufolge konnten sachliche Meinungsverschiedenheiten offenbar wesentlich schneller ausgeräumt werden als Ungereimtheiten im zwischenmenschlichen Bereich. Auf die Ursachen des Mobbings bezogen bedeutet es, dass sich Konflikte eher an persönlichen Antipathien denn an unterschiedlichen beruflichen Standpunkten entzünden. 39

Welche konkreten Ursachen können nun mobbingfördernd wirken? An dieser Stelle ist es sinnvoll, zwischen organisatorischen Defiziten, einer sozial exponierten Stellung der Mobbingopfer und Motiven aus Sicht der Täter zu unterscheiden.
3.1.1 Organisatorische Ursachen für Mobbing

Leymann vertritt die Ansicht, dass organisatorische Defizite einen idealen Nährboden für die Entstehung und Verbreitung von Mobbingkonflikten darstellen. 40

Er scheut es auch nicht, die Ausbreitung von Mobbing dem Versagen der Betriebsleiter und Manager zuzuschreiben. 41 Gestützt wird diese These unter anderem von Thomas, dessen Buch den bezeichnenden Titel "Chefsache Mobbing" trägt. 42

Der Autor belegt anhand von Beispielen, wie manch ein Vorgesetzter die Mobbingschraube bewusst oder unbewusst weiter dreht, sei es als (Mit-) Initiator oder weil er in seiner Position und Verantwortung schlichtweg überfordert ist.

Es gibt auch Stimmen, die Kritik an den Gewerkschaften und Betriebsräten üben. Diesen wird weniger Ignoranz als vielmehr fehlende Kenntnis im Umgang mit Mobbingkonflikten vorgeworfen. Es fällt schwer, Schuldanteile objektiv einzuordnen, doch die Diskussion belegt indes Eines: Es besteht bei allen Beteiligten ein sehr großer Nachholbedarf im Umgang mit Mobbing. Nur ein effektives Konfliktmanagement hilft, Mobbing wirksam zu bekämpfen. Wie dies praktisch umgesetzt werden kann, wird im vierten Kapitel (Prävention von Mobbing) genauer erläutert.

Für Leymann gibt es drei Kernursachen, die Mobbing am Arbeitsplatz begünstigen. Hierbei sind die Übergänge zwischen den ersten beiden Punkten fließend:

Die Organisation der Arbeit
Die Aufgabengestaltung in der Arbeit
Die Leitung der Arbeit
Defizite innerhalb dieser Bereiche stören den Arbeitsablauf erheblich, wirken äußerst schädlich auf soziale Strukturen und können die Spaltung einer Gemeinschaft bewirken. Bröckeln diese organisatorischen Manifeste innerhalb des Unternehmens erst einmal, wird die Arbeitsmoral erheblich geschwächt und der Zusammenbruch von Arbeitsgruppen ist nicht nur möglich, sondern sogar wahrscheinlich. Dass Mobbing sich dann in destruktiver vergifteter Atmosphäre, in der jeder darauf bedacht ist, "seine eigene Haut zu retten", sehr leicht ausbreiten kann, liegt auf der Hand.

Um seine These zu belegen, spricht Leymann die Arbeitsmedizin an, die nach über 20 Jahren intensivster Forschung einen signifikanten Zusammenhang zwischen unterschiedlichen psychosomatischen Krankheitserscheinungen und einer unbefriedigenden Arbeitssituation festgestellt hat. Ursächlich für die Unzufriedenheit mit der persönlichen beruflichen Position ist in den meisten Fällen entweder eine quantitative Überbelastung oder die qualitative Unterforderung. Di

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