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Fettnäpfchenführer Südafrika My name is not sisi von Beis, Elena (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.04.2019
  • Verlag: Conbook Verlag
eBook (ePUB)
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Fettnäpfchenführer Südafrika

Silvie war noch nie in Südafrika. Silvie weiß aber ganz genau, was sie dort erwartet. Denkt sie zumindest, bis sie mit ihrem gefahrensituationserkennungsresistenten Freund in Kapstadt steht, und die zwei dort völlig durch/an/einander geraten: Warum reagiert der farbige Mann auf die Frage, ob er Xhosa spricht, so perplex? Handelt es sich beim 'Highway' um eine Autobahn oder um eine Fußgängerzone? Warum starren die Polizisten Silvie so schamlos auf den Busen? Und nicht zuletzt: Wann schwebt man in Lebensgefahr - und wann in Paranoia? Simons und Silvies Trip führt von Kapstadt über die Afrikaanse Karoo, an den traditionellen Lehmhüttendörfern der Transkei und dem Powerhouse Johannesburg vorbei. Während dieser abenteuerlichen zwei Wochen kommen die beiden mit dem Geknäuel südafrikanischer Kulturen, Sitten, Etiketten und Vokabeln völlig durcheinander. Ihr Reiseknigge für die Regenbogennation in aktualisierter und komplett überarbeiteter Neuausgabe Elena Beis ist in Köln geboren und hat an der Ludwig-Maximilians-Universität München Theaterwissenschaften, Germanistik und Psychologie studiert. Nach ein paar kürzeren Auslandsaufenthalten in den USA, Mexiko und Südostasien hat sie vor acht Jahren die Zelte in Südafrika aufgeschlagen. Wann immer sie kann, geht sie in Afrika auf Entdeckungsreise. Elena Beis hat zunächst an Theatern in Deutschland und Österreich als Regieassistentin gearbeitet und ist 2005 in den journalistisch-redaktionellen Bereich gewechselt. Seitdem schreibt sie freiberuflich für deutsche und südafrikanische Print- und Onlinemedien.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 288
    Erscheinungsdatum: 10.04.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958892224
    Verlag: Conbook Verlag
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Fettnäpfchenführer Südafrika

1
AB INS ABENTEUER

LOS GEHT'S

5:45 München (Weltstadt)

"DES bloabt DO."

Silvie schaut dem grobmotorischen Sicherheitsbeamten empört dabei zu, wie er in ihrer Handtasche kramt, Puder und Parfum aus dem perfekt sortierten Make-up-Mäppchen packt, kurz inspiziert, dann lose in die Tasche wirft, weiterwühlt und schließlich eine kleine Dose herausfischt, die er triumphierend hochhält.

Mist!

Das K.-o.-Spray

Wie dumm von ihr, DAS ins Handgepäck zu stecken. Wie dumm und wie ärgerlich! Dabei war das K.-o.-Spray noch nie so überlebenswichtig wie jetzt.

7:20 Italien

"Ich bin total nervös, Schatz. Ich habe das Gefühl, ich habe etwas Wichtiges vergessen, und ich komme nicht darauf, was es ist."

Silvie platziert Brigitte, Amica, Jolie, diwe Freundin und sprichwörtlich jeden Südafrika-Reiseführer, der sich im Münchener Buchhandel auftreiben ließ, auf den freien Sitz neben sich. Absolut unmöglich, dass ihrem 34-kg-Giga-Koffer etwas entkommen ist. In seine spartanische Sporttasche hat es dagegen nicht einmal ein Buch geschafft, und so muss er wohl oder übel mit dem Unterhaltungsprogramm an Bord vorlieb nehmen.

Simon erspäht über zwei plärrenden Kindern, einem blonden Rastapärchen und einem sichtbehindernden schwarzen Glatzkopf einen Bildschirm, der nicht größer als 30×30 Zentimeter sein kann, sieben (!) Reihen weiter vorne von der Decke hängt und den Fluggästen mit folgenden Informationshinweisen die Zeit vertreiben soll:

Zeit am Abflugort: 7:20 h

Zeit am Ankunftsort: 8:20 h

Verbleibende Flugzeit: 11:05

Geschwindigkeit: 667 km/h

Ahoi! Das Bild springt zu einer Weltkarte mit einem kleinen weißen Flieger über, der gerade Italien verlässt und auf das große Unbekannte zusteuert.

In die technische Ausstattung der Charter-Airline ist schon lange nicht mehr investiert worden, und in das männerunfreundliche Langstrecken-Entertainment auch nicht. Laut Fliegermagazin stehen ein Walt-Disney-Film, eine romantische Komödie mit dem Titel '27 Kleider' und zwölf Stunden Flug auf dem Programm.

9:10 Libyen

"Katastrophe!"

Simon schreckt aus seinem unglaublich ungemütlichen Sitz hoch - geistig sozusagen, denn physisch steckt er mit seinen 1,85 Metern darin fest.

'Was ist passiert? Ein technisches Problem oder eine Notlandung gar?' Simon schießen mehrere verwirrte Gedanken durch den Kopf.

"Die Bauchtasche!! Ich habe die Bauchtasche vergessen! Erst das K.-o.-Spray und jetzt auch noch das."

Totalalarm wegen einer Tasche - einer von schätzungsweise fünf, die sie eh schon im Gepäck hat. Simon kann die Aufregung nicht nachvollziehen. "Was für 'ne Tasche?"

"Diesen hautfarbenen Beutel, den man sich um die Hüfte schnallt."

Klingt weder sexy noch nach Katastrophe, findet Simon.

Silvie sieht das anders. "Ist dir bewusst, dass wir gerade ins kriminellste Land der Welt fliegen und unsere Wertsachen WEDER verstecken NOCH verteidigen können?! Die brauchen nur an meiner Handtasche zu ziehen, und alles ist weg!"

"Schatz, warum lässt du dann deine Handtasche nicht einfach im Schrank und steckst das Geld in die Hosentasche?!"

Silvie findet den Vorschlag - ihrem Gesicht nach zu urteilen - völlig absurd und bescheuert. Also gut, dann macht er halt keine Anregungen mehr. Wenn bei Silvie nicht alles nach Plan läuft, wird sie nervös, und im Moment reagiert sie geradezu überspannt. Liegt wohl daran, dass sie noch nie außerhalb Europas gereist ist. Er selbst nimmt das Ganze recht locker und lehnt sich entspannt in seinen Sitz zurück. Yo - er freut sich auf zwei Wochen Sommer! Und ganz besonders freut er sich auf sein Surfboard.

11:45 Tschad

Mmmh. Es riecht nach aufgewärmtem Flugzeugessen. Simon öffnet instinktiv in dem Moment die Augen, als ihm die Stewardess sein Tablett servieren will. Noch bevor er sich zwischen 'beef

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