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Auszeit in den Bergen Einen Sommer entlang der Via Alpina von Schneider, Thomas (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 06.07.2017
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Auszeit in den Bergen

Reiseerzählung einer Wanderung durch die Alpen von Ost nach West 2350 Km in 4 Monaten durch 8 Länder und unterschiedlichste Kulturen des gesamten Alpenraums. Thomas Schneider, Agraringenieur, Landschaftsökologe und passionierter Bergwanderer, engagiert im Erhalt der alpinen Natur- und Kulturlandschaft.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 280
    Erscheinungsdatum: 06.07.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783744824118
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 2867 kBytes
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Auszeit in den Bergen

Tag 1_02.05.16

Anreise: Konstanz - Muggia

Lange Anreise über München, Salzburg, Villach, Udine, Triest nach Muggia. Bus, Bahn, wieder Bus, wieder Bahn, bis ich endlich gegen Abend Triest und dann kurz darauf Muggia an der Adria erreiche. Meine erste Übernachtung ist eine nette B&B (Bed&Breakfast) Unterkunft, etwas oberhalb der Altstadt mit einem wunderbaren Blick vom Balkon aus auf den Hafen von Triest und die gesamte Bucht. Muggia selbst ist ein nettes Fischerstädtchen mit einer kleinen Hafenmole und einer markanten Burg oben auf dem Hügel. Morgen startet also meine Tour durch die Alpen. Ich kann es mir noch gar nicht vorstellen. Dank zwei Gläsern Rotwein ist alles ein wenig vernebelt. Das ist auch gut so, denn beim Gedanken an mein geplantes Unternehmen wird mir spätestens jetzt noch einmal ziemlich flau im Magen. Schritt für Schritt, Etappe für Etappe: Nur so kann es gelingen.

In diesem Jahr will sich der Winter leider nicht so recht verabschieden. Es liegt immer noch ordentlich Schnee in den Bergen und es ziehen immer wieder Schlechtwetterfronten mit Graupel und Neuschnee bis in tiefere Lagen durch. Auf der Anreise quer durch die Alpen bekam ich schon einmal einen ersten Vorgeschmack davon, wie es derzeit in den höheren Lagen der Berge aussieht. Ich bin gespannt, was mich in den nächsten Tagen erwartet.

Blick über die Dächer von Muggia in den Hafenbereich von Triest
Tag 2_03.05.16

Muggia - Bagnoli della Rosandra (Val Rosandra)

17,56 Kilometer, 837 Höhenmeter rauf, 773 Höhenmeter runter, max Höhe 244 m

Meine neue Freundin heißt "Sie haben die Route verlassen." Das war heute meine treue Begleitung, die mich immer mal wieder daran erinnerte, meinen eigeschlagenen Weg noch einmal zu überprüfen. Draußen geht gerade ein Gewitter mit Hagel runter, der kräftig auf die Dächer prasselt. Ich bin zum Glück schon längst an meinem ersten Tagesziel angekommen. Die Beschilderung von Muggia aus gestaltete sich, wie in den Tourentipps bereits beschrieben, sehr dürftig und so war ich froh, dass mein GPS und ein paar freundliche Einheimische mir immer wieder auf den richtigen Weg halfen. Nicht immer habe ich dabei die direkte Route gefunden, aber mein Ziel in der italienisch-slowenischen Grenzregion schließlich doch erreicht. Das Val Rosandra, in dem ich heute nächtige, nimmt langsam Abschied vom Meer und führt hinein in das slowenische Karstgebiet. Während der heutigen Tour eröffneten sich immer wieder wunderbare Blicke zurück in den Hafenbereich und die Bucht von Triest und auf die Adria. Im Hinterland der Küste wanderte ich durch wunderschöne, alte Kulturlandschaften. Der Weg schlängelte sich durch Weinberge mit windschiefen Trockensteinmauern hinauf zu Dörfern, die von der Höhe aus die ganze Umgebung überblicken. Zum Einstieg meiner Wanderung zeigt sich das Wetter von seiner besten Seite: Ein angenehm warmer, nicht zu heißer Frühsommertag.
Tag 3_04.05.16

Bagnoli della Rosandra (Val Rosandra) - In der Nähe von Gradisce pri Divaci

21,34 Kilometer, 1025 Höhenmeter rauf, 640 Höhenmeter runter, max Höhe 541 m

Schöne Tour durchs Karstgebiet Sloweniens. Auch die Umwege haben ihren Reiz... An den Umgang mit meinen digitalen Karten, dem GPS und der lokalen Beschilderung muss ich mich erst noch gewöhnen. Meine Füße sind leider schon etwas angeschlagen. Oh, oh, da habe ich wohl die neuen Schuhe doch nicht so gut eingelaufen wie ursprünglich gedacht. Ein paar Spaziergänge an den Wochenenden sind eben doch nicht mit einer solchen Wanderung und einem vollen Rucksack auf dem Rücken vergleichbar. Unterwegs komme ich an den berühmten Höhlen von Skocjan vorbei, für deren Besichtigung ich mir aber nicht die Zeit nehme. Das Wetter zeigt sich soweit stabil, deshalb habe ich mich für die erste Zeltübernachtung en

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