text.skipToContent text.skipToNavigation

La Cucaracha von Borthwick, Monika von (eBook)

  • Erschienen: 26.04.2016
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
10,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

La Cucaracha

"La Cucaracha", die Küchenschabe, ist ein mexikanisches Revolutionslied, dessen Refrain vermutlich auf General Victoriano Huerta anspielt, den man aufgrund seines Alkohol- und Drogenkonsums "la cucaracha" nannte und der ohne Marihuana angeblich nicht gehen konnte. Der überall bekannte Gassenhauer in diesem Land steht für den Freiheitswillen des mexikanischen Volkes. Die Kolonialstädte in Zentralmexiko spielten dabei eine bedeutende Rolle. Die Halbinsel Yucatan überzeugt durch die kulturelle Hochblüte der Mayas und versteckte Naturschönheiten. Beide Regionen wurden von der Autorin mit dem Wohnmobil und ihren beiden Hunden intensiv besucht. Dabei entstanden tagebuchähnliche Aufzeichnungen, welche ausführlich über Land und Leute, sowie persönliche Erlebnisse und Begegnungen mit Mexikanern währen der dreimonatigen Reise Aufschluss geben.

Monika von Borthwick gehört der älteren Generation an und lebt im kulturell reichen Oberbayern. Neben ihrer früheren beruflichen Tätigkeit betreute sie Busreisende als Reiseleiterin im europäischen Raum. Schon damals schrieb sie ihre Erlebnisse mit Land und Leuten mehr oder weniger ausführlich nieder. Nach dem Tod ihres Mannes verlegte sie sich aufs individuelle Reisen und erforschte auf eigene Faust mit ihrem neu erworbenen Wohnmobil und ihren beiden Hunden zahlreiche Gebiete in Europa und Nordamerika. Dabei hat sie die Liebe zum Erzählen entdeckt und ausführliche Berichte per Email nach Hause geschickt, welche nun überarbeitet als Bücher vorliegen. Weitere Erzählungen erschienen bereits unter den Titeln "Highways and Gravelroads I+II" (zwei Bände), "Viva Los Topes!", "Winterflügel" und "Chorizo & Co" Weitere Bände sind in Vorbereitung. Zur Abrundung ihrer Autorentätigkeit veranstaltet die Schriftstellerin bei diversen öffentlichen Einrichtungen und Veranstaltungen Vortragsabende mit Lesung und Bildpräsentationen zu den einzelnen Themen.

Produktinformationen

    Größe: 27291kBytes
    Herausgeber: Books on Demand
    Untertitel: Mexikanische Einsichten Kolonialstädte und Halbinsel Yucatan
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 272
    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    ISBN: 9783741235092
    Erschienen: 26.04.2016
Weiterlesen weniger lesen

La Cucaracha

Tag 1

Grenzübertritt - Saltillo

Tja, es war gar nicht so einfach, wieder den Anschluss an die alten Reiseberichte zu finden, nachdem ich über einen Monat seit Kanada mit dem Schreiben pausiert hatte.

Der Tag begann heute für uns ausgesprochen früh. Um fünf Uhr bereits rasselte der Wecker. Da ich fünfzig Kilometer zum empfohlenen Grenzübergang zu fahren hatte, die Grenze um acht Uhr öffnete, war ich gezwungen, um sieben Uhr spätestens zu starten. Leicht schräg sah ich zu dieser Zeit noch aus der Wäsche! Unsere Normalzeit war nun immer gegen acht Uhr gewesen.

Trainiert hatte ich bereits gestern, denn meinen zweitägigen Aufenthalt in Laredo benutze ich zur WoMo-Inspektion und "Chevrolet" beorderte mich bereits um acht Uhr zur Werkstatt. Ich wollte noch einmal technisch sicher gehen, dass alles am Auto funktionierte. Ich brachte mein Problem mit den Höhenmetern auf dem Blueridge Parkway zur Sprache und man empfahl mir, die gesamte Kühlapparatur zu überprüfen und Flüssigkeiten auszutauschen. Immerhin schnaufte das WoMo damals bereits bei tausend Höhenmetern gewaltig und auf meiner Reise durch das Innere Mexikos hatte ich Höhen bis zu zweitausendvierhundert zu überwinden.

Der Grenzübergang "Columbia Bridge" war um diese Tageszeit noch ebenso verschlafen wie ich. Ein nettes kanadisches Ehepaar und ein mexikanischer Beamter nahmen mich mental am Händchen und geleiteten mich durch die einfachen, aber zeitraubenden Übertrittsformalitäten.

Zuerst einmal musste ich beim Migrations-Officer vorsprechen. Von ihm bekam ich mein halbjähriges Visum und den Stempel in den Pass. Danach ging es zum Fotokopieren der Papiere. Mit dem Wust an Formularen sprach ich anschließend bei der Bank vor. Diese spezielle Bank war nur dafür da, die Importgebühren und die Einreisegenehmigung für das Autos zu erledigen und zu kassieren. Dafür bekam ich einen gesetzlichen Aufkleber für die Windschutzscheibe, der sich nach früheren Erfahrungen nur mit Mühe entfernen ließ!

Anschließend wurde das Auto im Innenraum halbherzig kontrolliert, ein paar Schränke und Schubladen geöffnet, immer im höflichen Abstand zu meinen Hunden. Ich dachte, nun fertig zu sein. Falsch! Seit einem Jahr mussten alle größeren Autos zusätzlich durch eine Röntgenschleuse. Diese Prozedur hatte ich bis dato nur bei den Amerikanern bei der Wiedereinreise durchlaufen. Also nochmals raus aus der Kiste, einschließlich Hunde, hinter einer Mauer sicher vor den Strahlen verschanzt und noch einmal zehn Minuten auf das Ergebnis gewartet. Endlich war es so weit! Man ließ mich nach einer Stunde auf Mexiko los ...

Ein wenig verwirrend war es, auf die gewünschte Mex 85 zu kommen. Ich fuhr die gesamte Strecke bis Laredo auf mexikanischer Seite wieder zurück, bis ich auf die gewünschte Schnellstraße traf.

Warum der Umweg? Die Grenzstadt Laredo selbst hat zwei Grenzübergänge. Doch nach Aussage von diversen Mexiko-Grenzgängern wusste hier die linke Hand nicht, was die rechte zu tun hatte. Außerdem waren die Parkmöglichkeiten zur Erledigung der Formalitäten für größere Vehikel angeblich sehr beschränkt. Columbia Bridge war neu, nicht so überlaufen und übersichtlicher durchorganisiert.

Viva la Mexico! Endlich hatte ich meine kostenpflichtige Mex 85 unter den Rädern. Sofort kam ich mit der präzisen mexikanischen Informationspolitik des Straßenbaus in Konflikt. Die Abfahrtstelle bei einer Baustelle war nicht gekennzeichnet und im Nu befand ich mich als Geisterfahrer auf dem Terrain des zweispurigen Gegenverkehrs. Mein Adrenalinspiegel schnellte in die Höhe, doch im selben Augenblick sah ich rechterhand von mir eine Dreckpiste, die auf die richtige Spur führte. Scheinbar war ich nicht die erste, der das passiert war. Der Gefahrenmoment war nicht länger als eine halbe Minute, doch es reichte der Schreck für die nächsten Stunden

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen

    Hofer life eBooks: Die perfekte App zum Lesen von eBooks.

    Hier findest Du alle Deine eBooks und viele praktische Lesefunktionen.