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St. Petersburg. Eine Stadt in Biographien MERIAN porträts von Bauermeister, Christiane (eBook)

  • Verlag: Merian / Holiday, ein Imprint von GRÄFE UND UNZER Verlag
eBook (ePUB)
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St. Petersburg. Eine Stadt in Biographien

St. Petersburg. Eine Stadt in Biographien - Eine Stadt wird nicht nur von Gebäuden und Straßenzügen geprägt, die Identität von St. Petersburg entsteht erst mit den Geschichten seiner Bewohner. Denn was wäre die Stadt ohne Katharina II., Fjodor Dostojewski und Wladimir Lenin? 20 ausgewählte Biographien zeichnen ein lebendiges, historisches wie auch aktuelles Bild der Stadt. Die Porträts werden durch Adressen ergänzt, die eine Stadterkundung auf den Spuren der porträtierten Personen ermöglichen. Dieser Band umfasst Porträts von: Peter der Große, Bartolomeo Rastrelli, Michail Lomonossow, Katharina II., Alexander Puschkin, Fjodor Dostojewski, Peter Tschaikowsky, Ilja Repin, Carl Peter Fabergé, Nikolaus II., Grigori Rasputin, Wladimir Lenin, Sergej Diaghilew, Matilda Kschessinskaja, Kasimir Malewitsch, Anna Achmatowa, Vladimir Nabokov, Dmitri Schostakowitsch, Joseph Brodsky und Wladimir Kechman. Autorinnen: Eva Gerberding, Christiane Bauermeister

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 176
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783834216199
    Verlag: Merian / Holiday, ein Imprint von GRÄFE UND UNZER Verlag
    Größe: 1080kBytes
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St. Petersburg. Eine Stadt in Biographien

PETER DER GROSSE

1672 – 1725

Kein Herrscher des Riesenreichs hat den Nerv der russischen Mentalität so sehr getroffen wie dieser Mann. Er öffnete das Zarenreich Richtung Westen und machte St. Petersburg zu seiner Hauptstadt.

D er Zar sitzt aufrecht auf einem sich aufbäumenden Pferd und hält seinen Arm schützend über das Land, vor ihm die Newa ( ? A 1 , 4 / 5 –K 1 ) , hinter ihm die mächtige Isaakskathedrale ( ? C 5 ) . Als Feldherr und Sieger wollte Katharina die Große ihn verewigt sehen, als sie 1782 das bronzene Denkmal vom Franzosen Étienne Falconet errichten ließ.

"Wie ehern ist des Reiters Stirn,

Wie machtvoll seiner Hand Gebärde,

Was für Gedanken wälzt dies Hirn,

Und welche Kraft steckt in dem Pferde!"

So dichtete Alexander Puschkin in seinem Poem "Der eherne Reiter". Jedes russische Schulkind kennt die Verse auswendig. Die Geschichte ist schaurig: Die Braut eines armen Beamten ertrinkt im Hochwasser. Fluchend steht der Bräutigam am Denkmal und gibt Zar Peter die Schuld, weil er die Stadt an diesem unwirtlichen Ort errichten ließ. Da steigt der riesige Reiter wütend von seinem Sockel und hetzt den Mann durch das nächtliche St. Petersburg. Das Gedicht hat der Beliebtheit des Denkmals nicht geschadet. Im Gegenteil: Das Wahrzeichen der Stadt ist Fotokulisse für Brautpaare, die sich hier treffen und Blumen niederlegen.

Alles begann mit einem Segelboot, mit dem der 16 -jährige Prinz Peter auf der Moskwa schipperte. Auf diesem kleinen Kahn, den er später das "Großväterchen der russischen Flotte" nannte, träumte er von einer Kriegsmarine und einem eisfreien Zugang zum Meer. 1700 ging Peter das Wagnis ein und erklärte der Ostseegroßmacht Schweden den Krieg. Drei Jahre später eroberten seine Truppen die Festung Nyenschanz am Finnischen Meerbusen. "Als sie die Küste erreicht hatten", schreibt Orlando Figes in "Nataschas Tanz. Eine Kulturgeschichte Russlands", sei Peter vom Pferd gestiegen: "Mit dem Bajonett stach er zwei Streifen Torf und legte sie in Form eines Kreuzes auf den sumpfigen Boden. Dann sprach Peter: "Hier soll eine Stadt entstehen"." Der Legende nach flog bei diesen Worten ein Adler über seinen Kopf.

Am 27 . Mai 1703 , dem Gründungstag der Stadt, wurde acht Kilometer flussaufwärts der erste Spatenstich für die Peter-und-Paul-Festung 23 ( ? D 1 ) getan. Peter wählte als Ort die Haseninsel im Newa-Delta, die nur 600 Meter lang und 360 Meter breit ist.Schon 1704 war die erste Festung aus Holz fertig, 1706 wurde sie mit Steinmauern gesichert – kein militärisches Bollwerk, sondern ein Gefängnis. Erster Insasse war Peters ungeliebter Sohn Alexej . Er wurde des Landesverrats bezichtigt und gefoltert. Er starb 1718 an den Folgen der Tortur.

Um die Entstehung seiner Stadt zu kontrollieren, ließ Peter sich eine einfache Holzhütte mit zwei kleinen Zimmern ans Ufer der Newa bauen, in der er einige Jahre lebte. Viele Legenden ranken sich um diesen Ort. Demnach betätigte er sich gern als Lotse, stellte sich als "Piter" vor un

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