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Wer mordet schon in Salzburg? 11 Krimis und 125 Freizeittipps von Feifar, Oskar (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 05.02.2014
  • Verlag: Gmeiner-Verlag
eBook (ePUB)
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Wer mordet schon in Salzburg?

Mord und Totschlag in Stadt und Land Salzburg? Unmöglich, möchte man denken, wenn man die traumhafte Kulisse dieser Region betrachtet. In Wahrheit ist es vielleicht auch ruhig und beschaulich. Literarisch ist das jedoch anders, zumindest bei Oskar Feifar. Der Autor hat einen "kriminellen" Freizeitplaner verfasst, der sich mit Stadt und Land gleichermaßen auseinandersetzt.

1967 in Wien geboren, verbrachte Oskar Feifar die ersten 13 Jahre seines Lebens in der Großstadt. Danach ging es ab in die niederösterreichische Provinz. Nach der Heirat mit der Mutter seiner beiden Kinder wechselte er den Beruf und wurde vom Kellner zum Polizisten. Seit nunmehr 17 Jahren ist er bei der Polizei tätig, die letzten 11 Jahre im Kriminaldienst. Bis zum Jahr 2009 verrichtete er seinen Dienst in Niederösterreich. Seit Mai 2009 lebt er, zusammen mit seiner Lebensgefährtin, in der Stadt Salzburg, die sowohl kulturell als auch architektonisch sehr viel zu bieten hat. Bei 'Wer mordet schon in Salzburg?' handelt es sich nicht zuletzt um eine Art Liebeserklärung des Autors an seine Wahlheimat.

Produktinformationen

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Wer mordet schon in Salzburg?

Der perfekte Plan

Niemand beachtete die beiden Personen, die, bekleidet mit grauen Arbeitsoveralls, in aller Seelenruhe aus der Sparkasse in Grödig spazierten. Ihre Gesichter waren unter den tief in die Stirn gezogenen Baseballkappen und den Sonnenbrillen kaum zu erkennen. Lediglich ihre langen Bärte würden einem zufälligen Beobachter wahrscheinlich in Erinnerung bleiben. Die Männer verstauten dem Anschein nach ihr Arbeitsgerät in einem weißen Kleinbus ohne Aufschrift, stiegen ein und fuhren davon. Es war Punkt zwölf Uhr und die Bank geschlossen. Mittagspause.

Niemand konnte ahnen, dass die beiden Angestellten der Bank in einem der hinteren Büroräume, mit gefesselten Händen und Beinen und Klebeband über den Mündern, auf dem Boden saßen. Auch Hans Kern nicht, der die Bank gegen halb zwölf verlassen hatte, um einen Arzttermin wahrzunehmen. Umso größer war der Schock, als er seine beiden Kolleginnen so vorfand. Er befreite sie und löste den Alarm aus.

Als der Alarm bei der Polizei einging, waren nicht weit von der Bank entfernt zwei Personen gerade dabei, von dem weißen Kastenwagen in ein Wohnmobil umzusteigen. Während einer sich ans Steuer setzte, wechselte der andere hinten seine Kleidung. Als er fertig war, hielt sein Komplize das Fahrzeug an, und sie tauschten die Plätze. Weit fuhren sie aber nicht. In Glanegg, einem Ortsteil von Grödig, stellten sie das Wohnmobil ab, schnappten sich ihre Rucksäcke und machten sich, als Wanderer getarnt, auf den Weg.

Ziel war der Untersberg 24 , den sie besteigen wollten. Lange hatte sich das Pärchen überlegt, wie wohl der perfekte Banküberfall aussehen könnte, und dabei festgestellt, dass der Raub an sich nicht die Schwierigkeit war, sondern die Flucht. Sie musste gut geplant sein. Bei einem ihrer zahlreichen Urlaube in Salzburg hatte sie vor wenigen Wochen ihr Weg zufällig nach Grödig geführt. Im Hotel hatten sie gehört, dass es durchaus lohnenswert sei, den Untersberg zu besteigen.

Da sie noch Geld gebraucht hatten, waren sie in den Ort hineingefahren und bei eben jener Sparkassenfiliale gelandet. So kam eines zum anderen. Am Abend saßen sie dann bei Bier und Wein und bastelten, mehr so zum Spaß, an einem Überfallsplan, der ziemlich rasch konkrete Formen annahm. Und weil sie an diesem Tag auf dem Untersberg gewesen waren, kam Brigitte Seethaler auf die Idee, ihn für ihre Flucht zu nutzen.

Insgesamt schien der Plan auf den ersten Blick absolut wasserdicht zu sein. Den Kastenwagen und das Wohnmobil hatten sie unter falschem Namen in Tschechien gekauft. Der Einfachheit halber gleich mit den Kennzeichentafeln. Dank der Europäischen Union war es kein Problem, mit den Fahrzeugen nach Deutschland und dann weiter nach Österreich zu fahren. Dort brauchten sie dann nur noch österreichische Kennzeichen zu stehlen und auf den beiden Fahrzeugen zu montieren. Dadurch würde die Polizei schon ein wenig länger brauchen, um die Herkunft der Autos festzustellen.

Sie mieteten sich als Herr und Frau Seethaler aus München in einem Hotel ein und beobachteten zwei Tage lang die Bank. Dann konnte es losgehen. Ihre Verkleidung war einfach, aber effektiv. Normale Straßenkleidung, darüber die Overalls. Zusammen mit den aufgeklebten Vollbärten, den Kappen und den Sonnenbrillen würde es sehr schwer werden, sie auf den Bildern der Überwachungskameras zu erkennen. Sogar für jemanden, der sie gut kannte. Der Rest war eine Frage des Timings. Entscheidend war, die Bank im richtigen Moment zu betreten. Auf keinen Fall zu früh und schon gar nicht zu spät.

Zu früh hätte bedeutet, die Eingangstür vor zwölf Uhr abschließen zu müssen, was wahrscheinlich irgen

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