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Bevor du weitergehst Immer wieder beste Freunde von Schroff, Laura (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.04.2017
  • Verlag: Diana
eBook (ePUB)
11,99 €
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Bevor du weitergehst

Nach ihrem Welterfolg 'Immer montags beste Freunde' ist Laura Schroff vielen Menschen begegnet, die ebenfalls durch spontane Hilfeleistungen große Wirkung erzielt haben. In dreißig Geschichten erzählt die Bestsellerautorin davon, wie wichtig eine gute Tat in schweren Momenten ist, wie Menschen durch die rettende Hand des anderen ins Leben zurückfinden. 'Bevor du weitergehst' knüpft an den Erfolg des ersten Buches an, es widmet sich wieder den universalen Themen wie Freundschaft, Liebe und Hilfsbereitschaft. Diesmal mit spannenden Porträts von unterschiedlichsten Menschen und deren Schicksalen. Laura Schroff, geboren und aufgewachsen auf Long Island, hat als Verkaufsleiterin und Marketingspezialistin für mehrere große Medienunternehmen und bekannte Magazine gearbeitet, darunter People, InStyle und Brides. Sie war zudem Teil des Marketingteams, das USA Today zum Erfolg führte. Laura liebt es, Zeit in ihrem Ferienhaus auf Long Island zu verbringen und ihre Familie in New York und Florida zu besuchen. Heute lebt Laura mit ihrem Pudel Coco in New York City.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 352
    Erscheinungsdatum: 10.04.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641209711
    Verlag: Diana
    Originaltitel: Angels on Earth. Inspiring Stories of Fate, Friendship, and the Power of Connections
    Größe: 538 kBytes
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Bevor du weitergehst

EINLEITUNG

Soweit ich mich erinnern kann, bestand mein erster Akt der Nächstenliebe darin, zumindest beim Kirchenbesuch am Sonntag Geld in die Kollekte zu geben.

Ich war zu jung, um genau zu verstehen, wofür das Geld gedacht war, und wusste nur, dass es irgendwie Menschen half, die weniger Glück hatten als wir. Es gefiel mir einfach, ein paar Münzen, die meine Mutter mir gegeben hatte, in das Körbchen fallen zu lassen, wenn es endlich zu mir kam. Ich erinnere mich auch, dass ich meist kurz darauf in eine Art Trance wegdriftete, weil ich vor dem Gottesdienst weder etwas gegessen noch getrunken hatte. Das war damals so üblich.

Als kleines Mädchen hatte ich außerdem großes Interesse an Engeln. Ich fragte mich, ob ich je einen sehen würde, und stellte mir vor, wie er mit seinen Federschwingen über mir flatterte. Dann wurde ich erwachsen und dachte erst wieder über Engel nach, als meine Mutter starb. Noch viele Jahre danach spürte ich ihre Präsenz in meinem Leben. Ich spürte, wie sie über mich wachte, mir half, mich anfeuerte, und konnte mir vorstellen, dass meine Mutter wirklich ein Engel geworden war, der mich beschützte und mich durch Freud und Leid begleitete.

Nächstenliebe und Engel. Das sind die beiden Themen, über die ich in letzter Zeit viel nachdenke. In gewisser Weise sind sie zu Themen meines Lebens geworden - und ganz gewiss zum Thema des Buches, das Sie gerade in Händen halten.

Offen gestanden glaube ich immer noch im ganz traditionellen Sinn an himmlische Wesen mit wunderschönen Federschwingen. In den letzten fünf Jahren habe ich jedoch gemerkt, dass sie anders auftreten, und sie überall unter meinen Mitmenschen entdeckt.

Im Jahre 2011 schrieb ich das Buch Immer montags beste Freunde . Darin ging es um einen Schlüsselmoment meines Lebens im September 1986, als ich im Alter von fünfunddreißig Jahren als erfolgreiche Vertriebsmanagerin in New York lebte und arbeitete. Eines Tages kam ich an der Ecke Broadway und 56. Straße an einem verwahrlosten elfjährigen Jungen vorbei, der mich um Geld anbettelte.

"Verzeihung, Lady", sagte er zu mir. "Haben Sie ein bisschen Kleingeld? Ich habe Hunger."

Zuerst ging ich einfach weiter. In den 1980ern wimmelte es auf New Yorks Straßen von Bettlern. Es war einfacher, den Kopf gesenkt zu halten und sie zu ignorieren. Doch während ich mich von dem Jungen entfernte, machte etwas in meinem Kopf klick . Seine Worte, seine schlichte Erklärung.

Ich habe Hunger.

Ich blieb mitten auf dem Broadway stehen, drehte mich um und ging zurück zu dem Jungen, der Maurice Mazyck hieß. Ich bot ihm an, ihm bei einer McDonald's -Filiale in der Nähe ein Mittagessen zu spendieren, und fragte, ob ich mich zu ihm gesellen dürfte. Da erfuhr ich, dass er seit zwei Tagen nichts gegessen hatte. Big Mac, Fritten und Schokoshake, extra sahnig. Das war unser erstes gemeinsames Essen, aber nicht unser letztes. Wir trafen uns am folgenden Montag zum Abendessen und dann die nächsten vier Jahre jeden Montag und an anderen Tagen. Wir wohnten nur zwei Blocks voneinander entfernt. Ich in einem luxuriösen Wolkenkratzer, Maurice in einem für Drogen und Gewalt berüchtigten Sozialbau. Es war, als lebten wir auf zwei verschiedenen Planeten.

Trotzdem wurden Maurice und ich Freunde. Diese Freundschaft hat dreißig Jahre lang gehalten, bis zum heutigen Tag.

In Immer montags beste Freunde habe ich erzählt, wie diese ungewöhnliche Freundschaft gewachsen ist und uns beide verändert hat. Das Motto jenes Buches ist ein chinesisches Sprichwort: Ein unsichtbares Band verbindet ungeachtet von Zeit, Raum und Umständen diejenigen, deren Begegnung vorherbestimmt ist. Auch wenn dieses Band aufs Äußerste gespannt oder völlig verheddert ist, wird es niemals reißen. Dieses Motto trifft den Kern der Freundschaft zwischen mir und Maurice. In einer betriebsamen Stad

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