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Deine Liebe war Gift Manipuliert und ausgelöscht, wie mein Mann mein Leben fast zerstörte von Lindemann, Luise (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 21.12.2018
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
8,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Ab 21.12.2018 per Download lieferbar

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Deine Liebe war Gift

'Es war unmöglich, wie du dich heute Abend bei unseren Freunden wieder aufgeführt hast. Sie haben auch gesagt, dass sie dich zum Kotzen finden.' Solche Sätze hört Luise ständig. Dass sie gelogen sind, kann sie längst nicht mehr erkennen. Ihr Mann Jürgen ist süchtig nach Macht über seine Frau und manipuliert sie seit Jahren perfide. Luise fühlt sich klein und wertlos, sie traut ihrem Verstand nicht mehr. Erst als Jürgen seinen Psychoterror auf die Kinder ausweitet, besiegt die Mutterliebe ihre Angst und Luise schafft den Absprung in ein neues Leben.

Luise Lindemann ist ein Pseudonym, das die Autorin zu ihrem Schutz und zum Schutz ihrer Kinder gewählt hat. Luise Lindemann lebt in einer Großstadt in Deutschland.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 240
    Erscheinungsdatum: 21.12.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732561551
    Verlag: Bastei Lübbe AG
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Deine Liebe war Gift

Kapitel 2

" M eine Kunstsammlung!" Jürgen sagt das so überzeugend und mit hörbarem Stolz, als ob wir über eine liebevoll geführte Kunstmappe sprechen würden. Aber ich blättere an diesem Dezemberabend nicht durch Zeichnungen, sondern stehe vor Brust- und Po-Abdrücken aus Gips. Ich zähle sieben dieser merkwürdigen Skulpturen, mit denen Jürgens Wohnung dekoriert ist. Daneben steht ein Schild mit der Aufschrift: "Der erotische Blickfang im Schlafzimmer."

Anfangs habe ich gar nicht richtig erkannt, was diese grauweißen Gebilde eigentlich sein sollen, aber bei näherem Hinsehen konnte ich dann Brustwarzen und wohlgeformte Pobacken erkennen, und ganz langsam fiel bei mir der Groschen.

Jürgen liest ganz offenbar meine Gedanken, denn er nimmt sofort das Thema auf.

"Andere sammeln Postkarten und ich eben Brüste", versucht er zu erklären. "Ich mag das, wenn ich meine Verflossenen so verewigt habe."

Ich bin irritiert, und mir fällt partout keine passende Antwort dazu ein.

Zum Glück hat er seine Gespielinnen nicht namentlich gekennzeichnet. Ich habe so schon genug.

"Rein vorsichtshalber, damit du nicht auf dumme Gedanken kommst: Ich stehe hierfür nicht als Model zur Verfügung", sage ich kess, und Jürgen kontert: "Du bist ja auch noch nicht in die Reihe aufgenommen."

Aber im Moment deutet alles darauf hin, dass es dazu kommt. Nach unserem Treffen im Bistro und dem etwas ausgedehnteren Abschied vor meiner Haustür habe ich Jürgen heute erst wiedergesehen. Er war ein paar Tage beruflich in Berlin, hat sich aber jeden Tag bei mir gemeldet. Nun hat er mich zum Italiener eingeladen, und danach sind wir zusammen im Kino gewesen. Der Film war unwichtig, es zählte nur, dass wir zusammen sein konnten. Wir nahmen Plätze in der letzten Reihe und haben geknutscht wie die Weltmeister.

Und jetzt sind wir bei ihm in seinem kleinen Apartment im feinen Westend und diskutieren kontrovers seine ungewöhnliche Sammelwut. Jürgen hat uns eine Flasche Wein aufgemacht, und wir beide wissen, dass das schon Teil des Vorspiels ist. Es knistert nämlich mächtig zwischen uns, und ich habe bis vor Kurzem an nichts anderes mehr denken können als daran, diesem Mann gleich ganz nah zu sein.

Aber die vielen Brüste und Pobacken haben mich verschreckt. Ich bin irritiert und nippe jetzt nur ganz vorsichtig an meinem Wein. Die ausgelassene, vertraute Stimmung ist einer unsicheren gewichen. Wer ist dieser smarte Mann mit dem trockenen Witz, der mich seit einigen Tagen so sehr beschäftigt? Ist diese Sammlung nur Ausdruck seines etwas skurrilen Humors? Oder hat hier einer eine gehörige Macke? Und wie wirkt sich die auf mich aus?

"Nimm das bitte nicht so ernst. Es ist nicht mehr als ein Joke!" Jürgen setzt sich zu mir auf das schwarze Ledersofa und legt mir liebevoll den Arm um die Schulter. Er spürt genau, dass ich das mag. Ich liebe dieses Gefühl von Geborgenheit, das er verströmt, die Wärme, den Schutz, den sein männlicher Arm mir vermittelt.

"Habe ich dir eigentlich schon gesagt, dass du meine Traumfrau bist!?", lenkt er jetzt vom Streitthema ab, zerwuschelt neckisch mein Haar und dreht eine rotblonde Strähne ganz langsam um seinen Zeigefinger. Dabei sehen mich seine strahlend grünen Augen verführerisch an, und ich weiß genau, dass ich ihm nichts mehr entgegenzusetzen habe. Warum auch? Ich will ihn spüren, jetzt, sofort.

Jürgen deutet meinen schweren Atem richtig. Er schiebt seinen linken Arm unter meine Beine, den rechten unter meinen Oberkörper, und mit einem Ruck hebt er mich vom Sofa auf und trägt mich hinüber ins abgedunkelte Schlafzimmer. Ganz vorsichtig lässt er mich auf seine rote Satinbettdecke gleiten und öffnet geschickt meine Bluse und den Reißverschluss meiner Jeans, während er erst mein Gesicht und später meinen ganzen Körper mit heißen Küssen übersät. Ich fühle mich wie weggeknipst vom Leben, und wir nehmen uns gierig, was wir nicht mehr erwarten

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