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Der Junge aus Eisenach Begegnung mit Johann Sebastian Bach von Hohberg, Rainer (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.02.2012
  • Verlag: EDITION digital
eBook (ePUB)
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Der Junge aus Eisenach

Wer war Johann Sebastian Bach? Wo und vor allem wie hat der heute weltberühmte Komponist gelebt? Fragen über Fragen, die sich die Schulklasse 7b aus Tannenstein stellt, deren Schule nur knapp 50 Kilometer entfernt von Eisenach steht - der Geburtsstadt von Bach. Der Ausgangspunkt der Rahmenhandlung, die nicht zuletzt einen Blick in das DDR-Schul- und Pionierleben Anfang der siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts erlaubt, ist ein sehr erfreulicher - die talentierte Katja hat beim Bezirksausscheid Junger Talente im Fach Klavier den 1. Platz belegt. Aber trotz dieses Erfolges kann die Klasse im Wettbewerb um den Wanderwimpel noch nicht so recht mithalten. Dann aber haben die Pioniere eine Idee und wollen in einem Forschungsauftrag das Leben des großen Komponisten erkunden und ein Programm und eine Wandzeitung zu Bach gestalten. Dazu fahren sie an ihrem Wandertag sogar nach Eisenach ins Bachhaus - entgegen dem Vorschlag, lieber den Erfurter Zoo zu besuchen. Auf diese Weise erfahren die Tannensteiner Schüler und mit ihnen die jungen Leser viel Interessantes und Wissenswertes aus dem Leben und Wirken von Johann Sebastian Bach als kleinem Jungen, der unbedingt Orgel spielen wollte, über seine Zeit als Organist in Arnstadt und seinen langen Besuch bei Buxtehude in Lübeck, aber auch über einen Arrest des Hofmusikers in Weimar und über sein Wirken als Thomaskantor in Leipzig. So entsteht ein farbiges Bild des Musikers und Menschen Bach. Das 1975 in der Reihe 'Knabes Jugendbücherei' im Gebrüder Knabe Verlag Weimar erschienene Buch war die erste größere literarische Arbeit des Autors Rainer Hohberg. Geschrieben hatte er es als Einundzwanzigjähriger und darin eigene Erlebnisse verarbeitet. In Eisenach geboren, besuchte Hohberg dort mehrere Jahre eine Schule, in der einst auch Johann Sebastian Bach gelernt hatte. Die gebührende gesellschaftliche Aufmerksamkeit sei dem genialen Tonsetzer jedoch kaum zuteil geworden, wie Hohberg fand. Viele Kinder und Jugendliche kannten nicht einmal seinen Namen. Diesem Umstand wollte er seine Geschichten entgegen setzen. 'Der Junge aus Eisenach' erlebte fünf Auflagen und fand zahlreiche interessierte Leser.

Geboren 1952 in Eisenach; Studium am dortigen Institut für Lehrerbildung und 1976-1979 am Institut für Literatur in Leipzig; seit 1985 freischaffender Schriftsteller. 1985 Hörspielpreis des Rundfunks der DDR, 1990 Stadtschreiber in Tübingen; 1995, 2000 und 2008 Förderstipendien des Landes Thüringen. Verfasser von Hörspielen, Kinder- und Jugendbüchern und Büchern zur Thüringer Kultur und Geschichte; Lesungen in Leipzig, Kassel, Erfurt, Tübingen, Berlin, Jena, Darmstadt, Suhl, Sondershausen, Meiningen, Gotha, Erlangen, Eisenach, Schmalkalden, Frankfurt, Weimar, Tallin, Turku, Helsinki u. v. a. Orten; Mitglied des Verbandes Deutscher Schriftsteller VS/ver.di , des Lesezeichen e.V. und der Literarischen Gesellschaft Thüringen; Vorsitzender des Fördervereins Schloss Hummelshain und Vorstandsmitglied des Friedrich-Bödecker-Kreises Thüringen; verheiratet und Vater von drei erwachsenen Kindern. Lebt in Hummelshain bei Jena.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 131
    Erscheinungsdatum: 04.02.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783863942908
    Verlag: EDITION digital
    Größe: 539 kBytes
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Der Junge aus Eisenach

Fast ein halbes Jahr war seit jenem unglücklichen Zwischenfall vergangen. Eines schönen Tages kam Christoph nach Hause, während Sebastian noch übte. Christoph stand auf dem Flur und neigte den Kopf zur Seite, um besser hören zu können, was da aus dem Musikzimmer ertönte. Er stutzte. Das waren doch nicht die Übungen, die er seinem Bruder aufgegeben hatte. Ein Gedanke schoss Christoph durch den Kopf, der ihm so ungeheuerlich erschien, dass er ihn gar nicht zu Ende zu denken wagte: Hatte Sebastian etwa den Notenschrank aufgebrochen? Dann würde er... Er riss die Tür auf, stürzte ins Musikzimmer, zum Klavier. Sebastian aber spielte weiter, ohne aufzuschauen. Christoph erschrak über die trotzig-kampfentschlossene Miene seines kleinen Bruders; er sah die von Sebastian geschriebenen Noten, hörte, was er spielte, hörte, wie er es spielte, und konnte nichts anderes tun, als still dazustehen und andächtig zu lauschen. Ist denn das die Möglichkeit? Mein kleiner Sebastian hat eine wunderschöne Fantasia komponiert und spielt sie so sauber und gefühlvoll wie ein junger Gott. Bei diesem Gedanken musste sich Christoph schämen. Es war ihm die Einsicht gedämmert, dass er seinem Bruder Unrecht getan hatte. Am nächsten Tag schon saß Sebastian mit Christoph an der Orgel der Ohrdrufer Kirche und entlockte dem Instrument zaghaft die ersten Töne.

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