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Die Frau, die zu sehr liebte Roman nach einer wahren Geschichte von Lind, Hera (eBook)

  • Verlag: Diana Verlag
eBook (ePUB)

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Die Frau, die zu sehr liebte

Wenn Liebe blind macht, sind die Folgen lebenslänglich Jetzt für kurze Zeit zum Kennenlernpreis Wie vom Blitz getroffen verliebt sich die dreifache Mutter und Arztfrau Linda in den äußerst charmanten Bankdirektor Frank. Nach heißen Liebesnächten und einem gemeinsamen Urlaub trifft sie den waghalsigen Entschluss, ihrem bisher eintönigen Leben noch einmal den entscheidenden Kick zu verleihen. Sie gibt alles auf, verliert Freunde, Familie und ihre finanzielle Sicherheit. Aber sie glaubt an die große Liebe. Doch was als perfektes Glück mit Patchworkfamilie im neuen Haus beginnt, wird mehr und mehr zu einem Albtraum, aus dem es kein Zurück mehr gibt ... Hera Lind studierte Germanistik, Musik und Theologie und war Sängerin, bevor sie mit ihren zahlreichen Romanen sensationellen Erfolg hatte. Mit den Tatsachenromanen wie "Hinter den Türen", "Die Frau, die frei sein wollte" und "Über alle Grenzen" eroberte sie erneut die SPIEGEL-Bestsellerliste und machte dieses Genre zu ihrem Markenzeichen. Hera Lind lebt mit ihrer Familie in Salzburg.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 400
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641173739
    Verlag: Diana Verlag
    Serie: Diana-Taschenbücher 35782
    Größe: 1891 kBytes
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Die Frau, die zu sehr liebte

1

N ebenan rief jemand meinen Namen. "Linda!"

Ich hob den Kopf und machte einen langen Hals. Im Nachbargarten hob ein dunkelhaariger Mann kopfschüttelnd einen Roller auf und lehnte ihn an die Hauswand.

"Meint der mich?", fragte ich amüsiert.

"Bist du elf und hast Zöpfe?" Michaela grinste. "Seine kleine Tochter heißt auch Linda."

Sie griff zu einem Glas Weißwein, das wir uns an diesem früh sommerlichen Spätnachmittag gönnten, und prostete mir zu. "Heißt du eigentlich wirklich Linda, oder ist das eine Abkürzung von Sieglinde, Gerlinde oder etwas noch Schrecklicherem?"

"Ich heiße wirklich Linda", bemerkte ich nicht ohne Stolz. "Wenn meine Eltern auch sonst viel verkehrt gemacht haben!"

"Der passt auch echt zu dir." Michaela sah mich anerkennend an. "Strahlend und blond, und die Kurven da, wo sie hingehören ... Linda heißt ja 'die Schöne', oder nicht?"

"Ach komm, hör auf, dich über mich lustig zu machen!" Ich schaute verlegen zu Boden und ließ meine große Zehe mit der knallroten Sandalette spielen, die mir vom Fuß gerutscht war.

"Ich hab zehn Kilo zu viel auf den Rippen, mein Blond ist nicht echt, und strahlen tu ich nur, weil es bei dir saugemütlich ist und wir endlich mal in Ruhe quatschen können."

Das taten wir. Ungehemmt. Über Männer, Kinder, Schwiegermütter, Sehnsüchte und Träume.

Michaela schüttelte lächelnd den Kopf und bedachte mich mit einem liebevollen Blick.

Ich mochte sie sehr, diese unkomplizierte, ausgeglichene Freun din. Wir genossen die laue Frühlings luft im schicken Frankfurter Wohnviertel, in dem sich gepflegte Einfamilienhäuser um nette Gärten gruppierten. Überall gab es Swimmingpools, Schaukeln, Klettergerüste und große Trampolins. Michaelas Sohn Alex fei erte seinen zwölften Geburtstag und tobte mit seiner Gäste schar, zu der auch meine Kinder Patti und Simon gehörten, um die Tischtennisplatte im Keller herum. Es roch nach gebratenen Würstchen, Schokoladenkuchen und feuchtem Gras. Auf der Terrasse wehten die Luftschlangen, Luftballons und bunten Girlanden um die Wette - zumindest das, was die Rasselbande davon übrig gelassen hatte.

Der Mann im Nachbargarten suchte immer noch nach seiner Tochter. "Linda!", rief er nimmermüde. Seine Stimme war angenehm sonor.

"Sollen wir es ihm sagen?" Ich wies mit dem Kinn nach drüben.

"Nee. Dann war's das mit unserer herrlichen Ruhe." Michaela schloss die Augen und ließ sich die Sonne ins Gesicht scheinen.

"Dass die Kinder sich kein bisschen um das herrliche Wetter scheren! Die kommen ja gar nicht mehr aus dem Keller!"

Ich nickte. "Die Tischtennisplatte war eine gute Investition. Ich werde Jochen bitten, dass unsere Kinder auch eine bekommen."

Michaela warf einen Eiswürfel in ihr Glas und bot mir auch einen an.

"Her damit! Macht wenigstens nicht dick."

"Also wirklich, Linda, ich weiß gar nicht, was mit deiner Selbst wahrnehmung nicht stimmt." Michaela musterte mich prüfend. "Du siehst aus wie Brigitte Bardot in den besten Jahren ..."

"Brigitte Bardot in den Wechseljahren?"

"... und deine Kurven sind doch sehr weiblich und sexy in diesem roten Sommerkleid!"

Ich schüttelte den Kopf. "Michaela, du bist echt süß." Mit einem Seitenblick auf den sonoren Nachbarn senkte ich die Stimme. "Aber wenn ich weiblich und sexy bin, warum hab ich dann seit drei Jahren keinen Sex mehr?"

"Hast du nicht? Echt nicht?" Michaelas graue Augen wurden rund. Sie war eher ein unscheinbarer Typ mit ihren kurzen braunen Haaren, ihren Shorts und Turnschuhen und dem verwaschenen T-Shirt. Sie hatte fein geschnittene Gesichtszüge, wirkte immer glücklich und zufrieden und konnte wunderbar zuhören. Sie selbst führte offensichtlich eine seh

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