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Gesammelte Werke Eine Frauenfahrt um die Welt + Meine Zweite Weltreise + Reise nach Madagaskar + Reise einer Wienerin in das Heilige Land + Biografie + Ida Pfeiffer unter den Kannibalen und mehr von Pfeiffer, Ida (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.07.2015
  • Verlag: e-artnow
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Gesammelte Werke

Dieses eBook: 'Gesammelte Werke' ist mit einem detaillierten und dynamischen Inhaltsverzeichnis versehen und wurde sorgfältig korrekturgelesen. Ida Pfeiffer (1797-1858) war eine österreichische Weltreisende, die als erste europäische Frau das Innere der Insel Borneo durchquerte. Sie verbrachte nach problematischen Jugend- und Ehejahren den dritten Abschnitt ihres Lebens als Weltreisende und erfolgreiche Reiseschriftstellerin. Damit war sie als Frau in der Zeit des Biedermeier eine viel beachtete Ausnahmeerscheinung. Auf ihren ausgedehnten Fahrten legte sie insgesamt 240.000 km zur See und 32.000 km auf vier Kontinenten zurück. Inhalt: Biographische Skizze: Ida Pfeiffer, nach ihren eigenen Aufzeichnungen Reise einer Wienerin in das Heilige Land (Von Wien nach Konstantinopel, Brussa, Beirut, Jaffa, Jerusalem, dem Jordan und todten Meere, nach Nazareth, Damaskus, Libanon, Alexandrien, Kairo, durch die Wüste an das rothe Meer u.s.w.) Reise nach dem skandinavischen Norden und der Insel Island im Jahre 1845. Eine Frauenfahrt um die Welt (Reise von Wien nach Brasilien, Chili, Otahaiti, China, Ost-Indien, Persien und Kleinasien) Meine Zweite Weltreise (Von Wien nach London, Singapore, Borneo, Java, Sumatra, Celebes, Die Molukken, Kalifornien, Peru, Ecuador und Vereinigte Staaten von Nordamerika) Reise nach Madagaskar Briefe von Ida Pfeiffer aus Californien Ida Pfeiffer unter den Kannibalen

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 990
    Erscheinungsdatum: 18.07.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9788026841616
    Verlag: e-artnow
    Größe: 2354 kBytes
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Gesammelte Werke

I. Reise von Wien nach Konstantinopel.

Inhaltsverzeichnis
Seit Jahren lebte der Wunsch in mir, eine Reise in das heilige Land zu machen. Jahre gehören auch dazu, um mit dem Gedanken eines so gewagten Unternehmens vertraut zu werden. Als daher meine häuslichen Verhältnisse sich so gestaltet hatten, daß ich mich wenigstens auf ein Jahr entfernen konnte, hatte ich nichts eifriger zu thun, als mich zu dieser Reise vorzubereiten. Ich las manche Werke darüber, und war auch so glücklich, mit einem Herrn bekannt zu werden, der einige Jahre früher jene Länder bereist hatte. Ich konnte mündlich manche Belehrung und manchen Rath über das Fortkommen und Verhalten auf dieser gefahrvollen Wanderung erhalten.

Vergebens suchten meine Verwandten und Freunde mich von diesem Vorsatze abzubringen. Höchst lebhaft stellte man mir all' die Gefahren und Beschwerden vor, die den Reisenden dort erwarten. ,,Männer hätten Ursache zu bedenken, ob ihr Körper die Mühen aushalten könne, und ob ihr Geist den Muth habe, dem Klima, der Pest, den Plagen der Insekten, der schlechten Nahrung u.s.w. kühn die Stirne zu bieten. Und dann erst eine Frau! So ganz allein, ohne alle Stütze hinaus zu wandern in die weite Welt, über Berg und Thal und Meer, ach, das wäre unmöglich." Dieß war die Meinung meiner Freunde.

Ich konnte nichts, als meinen festen unabänderlichen Willen entgegensetzen. Mein inneres Vertrauen auf Gott gab mir Ruhe und Kraft, meine irdischen Angelegenheiten mit voller Besonnenheit zu ordnen. Ich machte mein Testament, bestellte alles der Art, daß im Falle des Todes, worauf ichmehr gefaßt seyn mußte, als auf eine glückliche Rückkehr, die Meinigen Alles in bester Ordnung fänden.

Und somit trat ich am 22. März 1842 meine Wanderung von Wien an.

Ich fuhr um 1 Uhr Mittags zu den Kaiser-Mühlen, dem Platze, von welchem die Dampfschiffe nach Pesth u.s.w. abgehen. Freudig überraschte mich am Ufer die Anwesenheit einiger Verwandten und Freunde, die mir nochmals Lebewohl sagen wollten. Die Trennung war freilich wieder recht hart, denn unwillkührlich erfaßte uns der Gedanke, ob wir uns in dieser Welt wohl noch sehen würden. -

Ein lebhafter Streit am Bord des Schiffes zerstreute ein Bischen unsern trüben Sinn. Ein Reisender mußte auf Ansuchen eines Herrn, statt mit Sack und Pack nach Ungarn zu flüchten, mit der Polizei in die Stadt zurückkehren. Ersterer schuldete letzterem 1300 fl., und glücklicher Weise wurde er noch vor der Abfahrt des Schiffes eingeholt. - Kaum war dieß geordnet, so gab die Glocke das Zeichen der Abfahrt, die Räder begannen ihre Bewegung und entzogen mich für dießmahl meinen Lieben nur zu schnell.

Reisende gab es noch Wenige. Die Witterung war zwar schön und mild, aber die Jahreszeit noch zu früh, um andere Reisende, als Geschäftsleute, oder solche mit so umfassenden Plänen, wie ich im Kopfe hatte, in die Welt zu führen. Die Meisten gingen nach Preßburg oder höchstens nach Pesth. Bald hörte man vom Schiffskapitän, daß eine Frau auf dem Schiffe sei, die bis Konstantinopel zu reisen gedenke, - und nun betrachtete man mich von allen Seiten. Einer der Herren, der dieselbe Reise machte, sprach mich an, und bot mir seine Dienste an, wenn ich deren benöthigen sollte, und wirklich stand er mir überall schützend zur Seite.

Die schöne milde Witterung wechselte bald mit Wind und Kälte, als wir hinaus in die große Donau kamen. Ich schlug mich in meinen Mantel ein und blieb auf dem Verdecke, um die Umgebung zu sehen, die von Wien bis Preßburg wohl recht lieblich seyn mag, wenn sie im Frühlingsschmucke prangt, jetzt aber nur kahle Bäume, nackten Boden - ein unfreundliches Bild des Winters darbot.

Hainburg mit dem alten Schlosse auf dem Bergrücken, Theben mit seiner merkwürdigen Veste, und noch weiter hinab die bedeutende königliche Freistadt Preßburg nehmen sich recht artig aus.

In drei Stunden erreichten wir Letztere und landeten in der Nä

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