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Pauls Reisetagebuch 1895-1896 Eine Reise nach China und Japan von Brüninghaus, Susanne (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 22.02.2017
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Pauls Reisetagebuch 1895-1896

Ein spannendes Tagebuch über eine Reise zu Kaisers Zeiten auf der SMS "Kaiser" gewährt Einblicke in das Leben der Menschen in China, Japan und Korea, sowie Beschreibungen über Landschaften und den militärischen Alltag eines Marinesoldaten im Jahre 1895 - 1896.

Heute arbeitet die gelernte Fachlaborantin und Mutter eines Sohnes als Projektleiterin in Köln. In Ihrer Freizeit interessiert sie sich nach wie vor für ihre Ahnen. Aus den Hinterlassenschaften ihres Urgroßvaters entstand nun dieses Buch.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 104
    Erscheinungsdatum: 22.02.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783743148178
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 7241kBytes
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Pauls Reisetagebuch 1895-1896

Kiel, den 18. April 1895

Zum Department nach China kommandiert.

Vom 19-20 Uhr auf Scheibenstandwache, die letzte Wache auf deutschem Boden.

Am 26. April morgens 7 Uhr Abfahrt von Kiel nach Wilhelmshaven, kamen dort 6 Uhr 50 Minuten abends an.

Wilhelmshaven, den 1. Mai 1895

In der Zeit vom 26. April bis zum 3. Mai wurde Munition und Proviant übernommen.

Am 4. Mai morgens 8 Uhr Probefahrt, Verlauf gut.

5. Mai morgens 4 Uhr Abfahrt, alles gut, Wetter schön.

Montag SMS "Kaiser"

England Steuerbordseite, sehe weiße Felswände.

Die Boje zur Erinnerung an den Untergang des großen Kurfürsten, schwarze Boje mit weißem Kranz.

Dienstag,

Nachmittag passierten wir den preußischen Grenadier, einen Leuchtturm an der NW Spitze Frankreichs. schwarz- weiß

Donnerstag,

Abends kam die NW Spitze von Spanien in Sicht fuhren bis Freitag früh der portugiesischen Küste entlang.

Freitag,

Schweinsfische sogenannte Tümmler in Massen hinter dem Schiff herspringend. Selbigen Abend 9 Uhr Ankunft in Gibraltar.

Gibraltar 11.Mai 1895

Sonnabend nahmen wir Kohlen. Am Fuße eines hohen Felsens liegt die spanische Stadt. Oben ist eine sehr starke englische Festung - 300 Geschütze. Jährlicher Zuwachs von 3 Geschützen. Rotwein und berühmte Taucher

Sonntag, den 12. Mai 1895

Morgens 6 Uhr Abfahrt durchs Mittelmeer, Wetter schön, Wasser ruhig

Am 13. Mai nachts 12 Uhr Algier die Stadt passiert

Dienstag mittags 12 Uhr Tunis an Steuerbord.

Sehe bewachsene Berge, einzelne Häuser und Anpflanzungen. Behielten strichweise Land bis Mittwochabend.

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag Meeresleuchten.

Donnerstagmorgens 5 Uhr die italienische Insel Malta passiert an Backbord

Freitag bis Sonntag ohne Land

Sonntagnachmittag 5 Uhr Ägypten

Montag den 19. Mai 1895

Port Said

Ankunft 6 Uhr morgens, Kohlen nehmen die Araber, resp. Neger Morgens 9 Uhr wurden wir beurlaubt.

Port Said ist eine nicht unbedeutende Handelsstadt meist von Griechen, Italienern, Arabern und Negern bewohnt, den Haupthandel haben die Engländer.

Wir waren in einer deutschen Kneipe und trafen einen Rüdesheimer, welcher uns alles Sehenswerte bereitwilligst zeigte.

Die morgenländische Tracht und die Bauart der Häuser sind auffallend. Zur Unterstützung unserer Heizer kamen 25 arabische Heizer an Bord.

Dienstag, den 20. Mai 1895

Morgens um 4 Uhr Abfahrt durch den Kanal - öfteres Ausweichen mit anderen Schiffen. Links und rechts nichts als Sandwüsten.

Unterwegs liefen eine Menge kleiner Araber mit, als dies von unseren arabischen Heizern bemerkt wurde, warfen sie den Kleinen Brot ins Wasser, welches von denselben durch Schwimmen bis nah ans Schiff aufgefangen wurde, ein Beweis der hier herrschenden Armut.

Von Dienstag auf Mittwoch legten wir vor Anker im kleinen Büttasee weil die Fahrt im Kanal des Nachts unmöglich.

Mittwoch, den 21. Mai morgens passierten wir den großen Büttasee und kamen gegen 7 Uhr abends in Suets an.

Suets

Begrüßten das deutsche Konsulat mit einem Salut und kam darauf der kaiserlich deutsche Konsul an Bord. Von der Stadt haben wir fast nichts gesehen. Ungefähr nach 2 Stunden gingen wir Anker auf und dampften ins Rote Meer.

Himmelfahrtstag Donnerstag 22.5.

Heute passierten wir an Backbord das Sinaigebirge mit dem Berg Sinai sehr hohe anscheinend kahle Berge.

Von heute ab regelmäßiger Gottesdienst durch Kapitänleutnant Bönner.

Donnerstag, Freitag und Sonnabend sehr ruhiges Wasser, große Hitze bis zu 35° +C im Schatten, wenig Wind.

Sonnabend den 25.5. trafen wir auf offener See einen französischen Dampfer "Comorin" welcher wrack lag. Wir halfen demselben wieder flott und er konnte innerhalb 1 Stunde seine Reise fortsetzen.

Sonntagnachmittag bekamen wir Land an Backbord, worunter d

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