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Ziemlich beste Pfoten Zwei Streuner finden heim von Yiannopoulos, Christos (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.10.2015
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Ziemlich beste Pfoten

Die Mischlingshündin Bonny verschwindet im Urlaub auf Gran Canaria spurlos. Nach Monaten der Suche haben die Besitzer die Hoffnung schon fast verloren, da taucht sie tatsächlich wieder auf - und zwar Tausende Kilometer entfernt! Noch dazu ist sie nicht allein: Pippa, ein zerzauster Mischling, ist ihre treue Begleiterin. Wie haben die kleinen Hunde ihre unglaubliche Reise vollbracht? Bonnys Besitzer rekonstruieren den abenteuerlichen Weg der Vierbeiner und finden heraus, welche Hindernisse sie auf ihrem Weg nach Hause überwunden haben: ihre dramatische Flucht vor Tierfängern, die Überfahrt aufs Festland als blinde Passagiere, ihre Stationen in Cádiz, Toledo und Bilbao ... Immer wieder beweisen Bonny und Pippa, dass wahre Freunde zusammenhalten und dass kein Weg zu weit ist, wenn man seinem Herzen folgt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 266
    Erscheinungsdatum: 08.10.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732513826
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Größe: 2091 kBytes
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Ziemlich beste Pfoten

... O bring back my Bonny
to me ...

I n den folgenden Wochen war die Stimmung zwischen Ellen und mir getrübt, oder besser gesagt: Sie lag am Boden. Trotz aller Bemühungen blieb Bonny verschwunden. Ellen schaltete von Deutschland aus mehrere Suchanzeigen, und ihr Onkel Egon, der seinen Lebensabend auf Gran Canaria verbrachte und nicht ganz so perfekt spanisch sprach, tapezierte den halben Ort mit Zetteln voll:

Perro corre! Perro corre!

Alta recompensa

Por favor ilame de ...

Für mich stand fest, dass Bonny irgendwann wieder auftauchen würde, weil sie ja ein Halsband mit Ellens Adresse trug. Auch Ellen war zunächst optimistisch, aber als die Tage verstrichen, schwand ihre Zuversicht. "Und wenn ihr was zugestoßen ist? Vielleicht ist sie überfahren worden? Vielleicht hat sie sich verlaufen und ist verhungert?"

Man konnte kein Gespräch mit Ellen führen, ohne dass die Sprache auf Bonny kam. Entweder sie spekulierte, was mit Bonny passiert war, oder sie erinnerte sich an Dinge, die sie mit ihr erlebt hatte. Als ich erfuhr, dass Bonny außerdem gechipt war, konnte ich mir nicht vorstellen, dass der kleine Streuner verschollen blieb.

"Aber wer weiß, ob man sie untersucht und schaut, ob sie markiert ist!", entgegnete Ellen, als wir in der Küche saßen und das Thema wieder mal um Bonnys Verschwinden kreiste. "Ich werde wahnsinnig bei dem Gedanken, dass sie irgendwo alleine liegt, schwer verletzt, und keiner kann ihr helfen!"

Mit jedem Tag ohne ein Lebenszeichen von Bonny wurde Ellen unruhiger. Ein Satz von ihr ist mir besonders in Erinnerung geblieben: "Wenn ich Bonnys Korb sehe, denke ich, dass sie jeden Moment ins Zimmer kommt und sich hineinlegt."

Irgendwann konnte ich das nicht mehr hören und entgegnete gereizt: "Dann tu den Korb doch weg!"

"Auf keinen Fall! Das ist so, als hätte ich sie schon aufgegeben, warum verstehst du das nicht?"

"Schau mal, du verhältst dich wie Eltern, die ihr Kind vermissen. Solange sie nichts über dessen Schicksal wissen, lassen sie alles beim Alten, zum Beispiel passiert es oft, dass sie nicht mal das Kinderzimmer aufräumen", dozierte ich, "aber Bonny ist ein Hund und kein Mensch!"

Meine Analyse kam bei Ellen natürlich überhaupt nicht gut an.

"Du bist so unsensibel!", entgegnete sie wütend.

"Nur weil ich eine objektive Feststellung getroffen habe? Es ist ja nun mal Fakt, dass Hunde Tiere sind!"

"Ich brauche von dir keine blöden Erklärungen oder Fakten, ich brauche Verständnis und, wenn du das Wort kennst, Trost!", schleuderte sie mir entgegen und verließ das Zimmer.

"Aber ich will dich doch trösten!", versuchte ich sie zu beschwichtigen, während ich ihr ins Wohnzimmer folgte.

"Ach was, dir sind meine Gefühle doch total egal."

Natürlich zog ich mir diesen Vorwurf nicht an, und so ergab ein Wort das andere. Ellen wurde es schließlich zu viel:

"Es ist besser, wenn du jetzt gehst und mich alleine lässt!"

Und das tat ich auch.

Zu Hause in meinem Bett kochte ich vor Wut, weil ich den Vorwurf des unsensiblen Klotzes nicht auf mir sitzen lassen wollte. Gerade als ich mich wieder einigermaßen beruhigt hatte und dabei war einzuschlafen, klingelte das Telefon.

"Warum bist du nach Hause gefahren und hast mich alleine gelassen?", hörte ich Ellens vorwurfsvolle Stimme.

Ich war irritiert. "Hast du nicht gesagt, ich soll nach Hause gehen?"

"Ach, Schatz, ja, das habe ich gesagt. Aber eigentlich will ich einfach nur, dass du mich tröstest."

Also sprang ich wieder in meine Klamotten und fuhr die 20 Kilometer zu ihr. Ich machte ihr einen Tee und nahm sie in den Arm. "Entschuldige, dass ich dich alleine gelassen habe!"

Mir tat die trauernde Ellen wirklich leid, da aber mein Verhältnis zu Hunden im Allgemeinen und Bonny im Speziellen nun einmal nicht das beste war, hielt sich m

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