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Überschreiten Sie diese Grenze! Schriften 1992 - 2002 von Rushdie, Salman (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.02.2019
  • Verlag: Penguin Verlag
eBook (ePUB)
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Überschreiten Sie diese Grenze!

Salman Rushdies faszinierende Schriften aus einem Jahrzehnt Ob literarischer Essay, politischer Text oder gesellschaftlicher Kommentar - "Überschreiten Sie diese Grenze!" fasst Salman Rushdies scharfe Intelligenz, seinen unverwüstlichen Humor und seinen unerbittlichen Einsatz für die Meinungsfreiheit aus einem bewegten Jahrzehnt zusammen. Neben Texten zum Fußball und zum Zauberer von Oz finden sich Kommentare zum Schreiben, zum Kampf gegen die iranische Fatwa, zur Jahrtausendwende und zum 11. September 2001. Dieser Sammelband ist ein leidenschaftliches Plädoyer für das Miteinander von Menschen und Kulturen und ein Weckruf für unsere Lebens- und Denkart. Salman Rushdie, 1947 in Bombay geboren, studierte in Cambridge Geschichte. Mit seinem Roman "Mitternachtskinder" wurde er weltberühmt. Seine Bücher erhielten renommierte internationale Auszeichnungen, u.a. den Booker Prize, und sind in zahlreiche Sprachen übersetzt. 1996 wurde ihm der Aristeion-Literaturpreis der EU für sein Gesamtwerk zuerkannt. 2007 schlug ihn die Queen zum Ritter.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 576
    Erscheinungsdatum: 04.02.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641235505
    Verlag: Penguin Verlag
    Originaltitel: Step Across This Line. Collected Non-Fiction 1992-2002
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Überschreiten Sie diese Grenze!

Die besten jungen britischen Romanciers

Im Jahre 1983 wurden die folgenden zwanzig Schriftsteller zu den "Best of Young British Novelists" gekürt: Martin Amis, Pat Barker, Julian Barnes, Ursula Bentley, William Boyd, Buchi Emecheta, Maggie Gee, Kazuo Ishiguro, Alan Judd, Adam Mars-Jones, Ian McEwan, Shiva Naipaul, Philip Norman, Christopher Priest, Salman Rushdie, Clive Sinclair, Lisa St. Aubin de Teran, Graham Swift, Rose Tremain und A. N. Wilson. Bemerkenswert war, dass zu den Nicht-Gewählten Bruce Chatwin und Timothy Mo gehörten.

Zehn Jahre später half ich bei der zweiten Auswahl. Unsere endgültige Liste enthielt folgende Namen: Iain Banks, Louis de Bernières, Anne Billson, Tibor Fischer, Esther Freud, Alan Hollinghurst, Kazuo Ishiguro, A. L. Kennedy, Philip Kerr, Hanif Kureishi, Adam Lively, Adam Mars-Jones, Candia McWilliam, Lawrence Norfolk, Ben Okri, Caryl Phillips, Will Self, Nicholas Shakespeare, Helen Simpson und Jeanette Winterson.

Am Freitag, dem 8. Januar 1993, rief Bill Buford, Herausgeber von Granta , bei der Sunday Times an, um die Namen der zwanzig Autoren bekannt zu geben, die für die Auswahlliste der zweiten "Best of Young British Novelists" ausgewählt worden waren. Ebenso wie die anderen Juroren - die Romanautorin und Kritikerin A. S. Byatt, John Mitchinson von Waterstone's und ich - befand er sich im Zustand beträchtlicher Erregung. Wir waren alle stolz auf die Liste und überzeugt davon, dass die Leser genauso begeistert davon sein würden wie wir selbst, so viele engagierte, selbstsichere und ehrgeizige neue Schriftsteller zu entdecken. Das allwissende Geschwätz der Bücherwelt über diese "Generation" besagt, sie tauge nichts. Wie schön, dachten wir, dass wir in der Lage sind, diese Behauptung zu widerlegen.

Am Sonntag, dem 10. Januar, brachte die Sunday Times - die uns Unterstützung für die Nominierung zugesagt und dafür die Exklusivrechte für die Veröffentlichung der Liste bekommen hatte - einen Beitrag ihres verantwortlichen Literatur-Redakteurs Harry Ritchie, der etwa so hilfreich war wie eine Fatwa. 6

Darin wurde die Liste nachteilig mit der ersten "Best of Young British Novelists"-Liste verglichen. Zitiert wurden so zuverlässige Spötter wie Julie Burchill und Kingley Amis mit der Behauptung, die Liste sei "Mist"; außerdem versuchte man, Martin Amis' neutrale Bemerkungen zu einer weiteren Attacke zu verdrehen. Es war ein giftiger, kleinlicher Artikel für jemanden, dessen Job von seiner Liebe zur Schriftstellerei abhängig sein sollte und von seiner Bereitschaft, die Besten der Neuen zu fördern. Zur Rede gestellt, gab Ritchie mir gegenüber zu, dass er von der Arbeit der Hälfte aller Autoren auf der Liste keine Ahnung hatte.

Der Vergleich mit 1983 ist nicht fair, wenn man sich nicht daran erinnert, welchen Punkt diese Schriftsteller zu jener Zeit erreicht hatten. Im Sommer 1983 hatte Martin Amis weder Gierig, London Fields noch Pfeil der Zeit veröffentlicht; Ian McEwan weder Ein Kind zur Zeit noch Unschuldige oder Schwarze Hunde ; Julian Barnes weder Flauberts Papagei noch Eine Geschichte der Welt in 10 Kapiteln oder Das Stachelschwein . William Boyd hatte seinen "Durchbruchsroman" Die neuen Bekenntnisse noch nicht herausgebracht; Rose Tremain noch nicht Des König Narr ; Graham Swift noch nicht Waterland . Adam Mars-Jones hatte erst eine Sammlung von Kurzgeschichten geschrieben;

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