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Gesammelte Werke: Aphorismen + Die Lehrlinge zu Sais + Fabeln + Gedichte + Geistliche Lieder + Giasar und Azora + Heinrich von Ofterdingen + Hymnen an die Nacht + Fragmente + Neue Fragmente von Novalis (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.03.2014
  • Verlag: e-artnow
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Gesammelte Werke: Aphorismen + Die Lehrlinge zu Sais + Fabeln + Gedichte + Geistliche Lieder + Giasar und Azora + Heinrich von Ofterdingen + Hymnen an die Nacht + Fragmente + Neue Fragmente

Dieses eBook: 'Gesammelte Werke: Aphorismen + Die Lehrlinge zu Sais + Fabeln + Gedichte + Geistliche Lieder + Giasar und Azora + Heinrich von Ofterdingen + Hymnen an die Nacht + Fragmente + Neue Fragmente' ist mit einem detaillierten und dynamischen Inhaltsverzeichnis versehen und wurde sorgfältig korrekturgelesen. Novalis (1772/1801), eigentlich Georg Philipp Friedrich Freiherr von Hardenberg, war ein deutscher Schriftsteller der Frühromantik, Philosoph, Jurist und Bergbauingenieur. Inhalt: 1. Aphorismen 2. Die Lehrlinge zu Sais 3. Fabeln 4. Gedichte 5. Geistliche Lieder 6. Giasar und Azora 7. Heinrich von Ofterdingen 8. Hymnen an die Nacht 9. Fragmente 10. Neue Fragmente

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 528
    Erscheinungsdatum: 29.03.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9788026808756
    Verlag: e-artnow
    Größe: 1235 kBytes
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Gesammelte Werke: Aphorismen + Die Lehrlinge zu Sais + Fabeln + Gedichte + Geistliche Lieder + Giasar und Azora + Heinrich von Ofterdingen + Hymnen an die Nacht + Fragmente + Neue Fragmente

II. Glauben und Liebe oder Der König und die Königin

Inhaltsverzeichnis


Vorrede Vorrede

Inhaltsverzeichnis



1. Wenn man mit Wenigen, in einer großen, gemischten Gesellschaft etwas heimliches reden will, und man sitzt nicht nebeneinander, so muß man in einer besondern Sprache reden. Diese besondre Sprache kann entweder eine dem Ton nach, oder den Bildern nach fremde Sprache sein. Dies letztere wird eine Tropen und Rätselsprache sein.

2. Viele haben gemeint, man solle von zarten, mißbrauchbaren Gegenständen, eine gelehrte Sprache führen, z. B. lateinisch von Dingen der Art schreiben. Es käme auf einen Versuch an, ob man nicht in der gewöhnlichen Landessprache so sprechen könnte, daß es nur der verstehn könnte, der es verstehn sollte. Jedes wahre Geheimnis muß die Profanen von selbst ausschließen. Wer es versteht ist von selbst, mit Recht, Eingeweihter .

5. Der mystische Ausdruck ist ein Gedankenreiz mehr. Alle Wahrheit ist uralt. Der Reiz der Neuheit liegt nur in den Variationen des Ausdrucks. Je kontrastierender die Erscheinung, desto größer die Freude des Wiedererkennens. 4. Was man liebt, findet man überall, und sieht überall Ähnlichkeiten. Je größer die Liebe, desto weiter und mannigfaltiger diese ähnliche Welt. Meine Geliebte ist die Abbreviatur des Universums, das Universum die Elongatur meiner Geliebten. Dem Freunde der Wissenschaften bieten sie alle, Blumen und Souvenirs, für seine Geliebte.

5. Aber woher die ernsten, mystisch-politischen Philosopheme? Ein Begeisterter äußert sein höheres Leben in allen seinen Funktionen; also philosophiert er auch, und zwar lebhafter als gewöhnlich, poetischer . Auch dieser tiefe Ton gehört in die Symphonie seiner Kräfte, und Organe. Gewinnt aber nicht das Allgemeine durch individuelle, das Individuelle durch allgemeine Beziehungen?

6. Laßt die Libellen ziehn; unschuldige Fremdlinge sind es, Folgen dem Doppelgestirn froh, mit Geschenken, hieher.

Ein blühendes Land ist doch wohl ein königlicheres Kunstwerk, als ein Park. Ein geschmackvoller Park ist eine englische Erfindung. Ein Land das Herz und Geist befriedigt, dürfte eine deutsche Erfindung werden; und der Erfinder wäre doch wohl der König aller Erfinder.

Der Beste unter den ehemaligen französischen Monarchen hatte sich vorgesetzt, seine Untertanen so wohlhabend zu machen, daß jeder alle Sonntage ein Huhn mit Reis auf seinen Tisch bringen könnte. Würde nicht die Regierung aber vorzuziehen sein, unter welcher der Bauer lieber ein Stück verschimmelt Brot äße, als Braten in einer andern, und Gott für das Glück herzlich dankte, in diesem Lande geboren zu sein?

Wenn ich morgen Fürst würde, so bät ich zuerst den König um einen Eudiometer, wie den Seinigen. Kein Instrument ist einem Fürsten nötiger. Auch würde ich, wie er, die Lebensluft für meinen Staat mehr aus blühenden Pflanzungen, als aus Salpeter zu ziehen suchen.

Gold und Silber sind das Blut des Staats. Häufungen des Bluts am Herzen und im Kopfe verraten Schwäche in beiden. Je stärker das Herz ist, desto lebhafter und freigebiger treibt es das Blut nach den äußern Teilen. Warm und belebt ist jedes Glied, und rasch und mächtig strömt das Blut nach dem Herzen zurück.

Ein einstürzender Thron ist, wie ein fallender Berg, der die Ebene zerschmettert und da ein totes Meer hinterläßt, wo sonst ein fruchtbares Land und lustige Wohnstätte war.

Macht nur die Berge gleich, das Meer wird es euch Dank wissen. Das Meer is

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