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Kriegskinder Drama über die Zeit davor von Pilsczek, Rafael Robert (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.09.2016
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Kriegskinder

Mit dem Drama 'Kriegskinder', einem Zweipersonenstück mit Latina vor dem Hintergrund der steten Frage, ob Demokraten zu Barbaren werden müssen, um sich der Barbaren zu erwehren, legt der Hamburger Schriftsteller Rafael Robert Pilsczek sein viertes Werk vor. Während es im Duodrama vordergründig um die Entwicklung und den Bruch einer Männerfreundschaft geht, greifen die Umrahmung und die Themen des Theaterstücks sowohl in die Breite der aktuellen Entwicklungen, als auch in die Tiefe ewiger Themen des Menschseins. Gibt es gute Gewalt, wenn ja, welche? Wie entzweien sich Freunde, Verwandte und Nachbarn, wenn sie politisch und gesellschaftlich auseinander driften wie auf einer gebrochenen Eisscholle? Ist ein Tyrannenmord gerecht oder stets abzulehnen? Was ist die Zeit vor und nach dem Krieg, wie entsteht das Mittendrin eines solchen? Das Theaterstück begeistert durch seine Klarheit und der logischen Konsequenz seines Endes. Ein Drama voller Geschichte, Aktualität und der verzweifelten Leidenschaft von Menschen, die sich ernst nehmen. Der Autor Rafael Robert Pilsczek schaut in seinen Büchern und Werken in das Leben einzelner Menschen und zieht daraus Schlüsse auf das Leben selbst. Das zeigt sich in seinem Buch 'Friedenskinder' (2015), das 70 Jahre Frieden in der höchst unwahrscheinlich längsten Zeit in (West-)Deutschland beschreibt und die Gefahr, den Frieden dereinst zu verlieren. Es zeigt sich genauso im Popular-Fachbuch zur modernen Kommunikation, 'Mehr Sein als Schein' (2013), als auch in der groß angelegten Liebeserklärung an Menschen und die Begegnungen mit ihnen in 'Wie ich 10 Tausend Menschen nah kam' (2014). In seinem bisherigen Leben zog der Autor stets hinaus in die nahe und weite Welt in Europa, in Übersee und Arabien, um das stete Rätsel Mensch und damit letztlich sich selbst zu entschlüsseln. In vielen Lebenswelten erfolgreich unterwegs gewesen, als Journalist und Reporter, der in allen maßgeblichen Medien veröffentlich hat, als Politiker, Dozent, Vereinsvorsitzender und heute eine erfolgreicher mittelständischer Unternehmer, vereint Rafael Robert Pilsczek besondere Erfahrungen in sich. Der studierte Literaturwissenschaftler und Philosoph hat aus den vielfältigen Erfahrungen und Fachthemen eine besondere inhaltliche und sprachliche Kompetenz darin entwickelt, die Welt anzuschauen und von ihr zu erzählen. Lesungen führen den Autor durch ganz Deutschland.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 176
    Erscheinungsdatum: 14.09.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783741278969
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 253kBytes
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Kriegskinder

1. Akt

GLÜCKLICHE JUNGS I.

Karl und Michael sitzen zur linken und zur rechten Seite auf zwei Baumstämmen. In der Mitte brennt ein Lagerfeuer. Beide tragen Jeans mit Schlag und zwei Shirts. Beide schauen eine Weile in das Feuer. Im Hintergrund gibt es über die gesamte Länge des Bühnenhintergrundes ein Video auf einer Leinwand, das ein Weizenfeld in Übergröße in voller Blüte zeigt, dessen Weizen sich sanft vor einem blauen Himmel im Wind wiegen. Michael lutscht immer wieder am Daumen.

Karl Richard vom Baade: " Komm. Wir pinkeln. Um die Wette. Komm. Der Dirk hat es mir gezeigt. "

Michael Wollenweber: " Nein. Ich weiß nicht. Und, vor Dirk habe ich Schiss. Der hat mich beklaut. Die ganze Tüte. Voller Schoko und den ganzen Kram. Weißt du doch, Karl. Der ist ein Arsch . "

Karl Richard vom Baade: " Doch, komm. Wer am höchsten pisst. "

Michael schaut Karl verblüfft an. Dann steht Karl auf und geht an den Seitenrand. Er öffnet seine Hose.

Michael Wollenweber: " Nein. Ich weiß nicht . "

Dann folgt ihm Michael. Auch er öffnet seine Hose. Beide pinkeln in die Höhe.

Karl Richard vom Baade: " Ich kann's. Ich kann's. Nein, du bist höher, du. "

Michael Wollenweber: " Ja, Karl. Du kannst mich mal. Ja, ich kann höher. Siehst du. Damit können wir unser Lagerfeuer löschen. Das Feuer killen . "

Beide grinsen sich danach an und gehen wieder zurück an das Lagerfeuer und setzen sich wieder hin.

Karl Richard vom Baade: " Scheiße. Meine Hose ist nass von der Pisse. Scheiße. Das muss trocken. Schnell trocknen. Deine Hose ist ja nicht nass, Michael. Deine nicht. "

Michael Wollenweber (stolz) : " Nein. Ich bin trocken, Karl. Ich bin trocken. Ich habe mir nicht in die Hose gemacht . "

Sie schweigen eine Weile. Dann holen sie mit langen Ästen verbrannte Kartoffeln aus dem Feuer und essen lustvoll und schmatzend das Fleisch der Kartoffeln.

Karl Richard vom Baade: " Jetzt hör' doch mal auf zu lutschen, Michael! Kaum hast du die letzte Kartoffel auf, musste wieder am Daumen lutschen. "

Michael Wollenweber: " Lass mich. Du bist der einzige, der das sehen darf. Dass ich lutsche. Und lach nicht immer drüber. Ich bin kein Idiot . "

Karl Richard vom Baade: " Lutschiflutschi. Lutschiflutschikutschi. Lutschiflutschikutschimuschi. Muschi, ha. "

Michael Wollenweber: " Mama hat mich sogar zu diesem Arzt gebracht. Er greift mir da immer zwischen die Beine. Puh. Dann krieg ich so etwas auf meinen Daumen. Sofort, zu Hause. Mama sagt, das wird mir helfen, damit aufzuhören. Äh!, das Zeug war eklig. Was ich auf den Daumen hatte. Mama sagte, das ist gut für mich. Dass ich jetzt aufhöre. Es war wie Kotze. Eklig. Eeeeeklig, Karl . "

Karl Richard vom Baade: " Du lutschist aber immer noch. Mama hat falsch gelegen. Vraiment. Wirklich. "

Michael Wollenweber: " Ja, weißt du, was. Das Zeug, das ich drauf bekam paar Mal am Tag, das Zeug schmeckt eeeklig. Doch dann, nach so ein paar Mal, da mochte ich die Kotze oder was das war. Mama gab mir das Zeug so drei, vier Tage. Und ich mochte die Kotze! Ich mochte sie! Mama sagte, sie versteht das nicht. Ich bin komisch, sagt sie . "

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