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Die kleine Frau und die Magie der Begegnung Märchen für Erwachsene von Pölzl, Margot (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 03.05.2016
  • Verlag: novum pro Verlag
eBook (ePUB)
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Die kleine Frau und die Magie der Begegnung

Die kleine Frau sammelt Geschichten, die das Leben schreibt. Alltägliche und ausgefallene, erfreuliche und traurige, farblose und bunte Geschichten, die von der Einzigartigkeit eines jeden Menschen erzählen. Dieser Sammelleidenschaft kann sie nur nachgehen, wenn sie den Menschen begegnet, mit ihnen spricht, mit ihnen Zeit verbringt, und das tut sie für ihr Leben gerne. Auf ihre Art und Weise ist die kleine Frau etwas ganz Besonderes. Sie hat ein großes Herz für ihre Mitmenschen und jeder, der will, findet darin seinen Platz. Weil der kleinen Frau die Anliegen ihrer Zeitgenossen wichtig sind, hat sie auch stets ein offenes Ohr dafür. Wenn es jedoch um ihre eigenen Angelegenheiten geht, wird es schon schwieriger. Exakt das ist auch ihr Dilemma. Deshalb macht sich die kleine Frau auf eine spannende Reise und versucht, ihren eigenen Weg zu finden - in der Hoffnung, dabei auch sich selbst zu begegnen. Margot Pölzl ist 62 Jahre alt, verheiratet und hat drei Kinder - Christine, Michael und Karolin. Auf dem zweiten Bildungsweg holte sie 1996 die Matura nach (HAK Abendschule), anschließend Studium der Erziehungswissenschaften an der Universität in Innsbruck. 2005 folgte die Ausbildung zur Mediatorin und 2006 die Übersiedlung in die Steiermark. Sie schrieb und erzählte schon immer gerne Geschichten, 'Die kleine Frau und die Magie der Begegnung' ist ihr erstes Buch.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 84
    Erscheinungsdatum: 03.05.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783990485316
    Verlag: novum pro Verlag
    Größe: 1080 kBytes
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Die kleine Frau und die Magie der Begegnung

Die kleine Frau, die ihre Vollkommenheit verschenkte

Es war einmal eine kleine Frau, die sich redlich bemühte, eine gute Frau zu sein, allen Menschen zu gefallen, und die den Traum hegte, etwas Besonderes in ihrem Leben zu vollbringen.

Als sie noch ein Kind war, träumte sie davon, den Armen und Bedürftigen zu helfen. In ihren Tagträumen beschenkte sie die Menschen mit all den Dingen, die ihnen ein menschenwürdiges und glückliches Leben ermöglichten. Zu der Zeit lebte sie in einem heimeligen Haus am Waldrand mit ihren Eltern und den drei Schwestern. Auch wenn sie nicht träumte, war sie fröhlich und liebte das Leben.

Eines Tages begegnete sie einem jungen Mann, der ihr gut gefiel. Sie spü rte, dass er ein großes Herz hatte, und so beschlossen sie, den weiteren Lebensweg gemeinsam zu gehen. Über die Jahre bekamen sie drei Kinder; einen Sohn und zwei Töchter.

Auch dieses Leben war ein gutes und sie versuchte wieder ihr Bestes zu geben. Sie fühlte, dass es die richtigen Dinge waren, die sie tat, ohne sich dessen wirklich bewusst zu sein. Sie war glücklich für ihre drei Kinder sorgen zu können, ihnen ein behagliches Zuhause zu geben, und sie liebte ihre Familie von ganzem Herzen.

Als die Jahre vergingen und die Kinder das Haus verließen, gab es auch manch schmerzlichen Abschied, und es kam der Moment, als die kleine Frau anfing lange über sich und ihr Leben nachzudenken.

In dieser Zeit hatte sie einen Traum:

Die kleine Frau ist auf einer Reise zurü ck in ihre Vergangenheit und diese glänzt in einem seltsam verklärten Licht. Sie steht auf einem hohen Berg und kann ihr ganzes Leben überblicken. Es stellt sich als vollkommen harmonisch dar, so wie sie es sich immer gewünscht und vorgestellt hat. Die kleine Frau ist ja auch davon überzeugt, ihr Bestes gegeben zu haben. Eigenartigerweise passen ihre Gefühle nicht zu diesem Bild. Als ihr Blick ins Tal fällt, sieht sie ihre Familie, wie sich einer nach dem anderen seinen Weg in Richtung Berggipfel sucht. Aber irgendwie kommen sie nicht weiter und die kleine Frau kann nicht erkennen, was ihnen den Weg versperrt. Da über die große Entfernung kein Rufkontakt möglich ist, macht sie sich auf, um ihrer Familie entgegenzukommen. Doch bevor sie vom Gipfel absteigt, lässt sie ihre Augen noch einmal auf diesem Bild der Vollkommenheit ruhen, wie sie ihre Vergangenheit im Schein der aufgehenden Sonne wahrnimmt.

Aus unerklärlichen Grü nden ist der Abstieg sehr anstrengend und auch die Lichtverhältnisse ändern sich immer wieder stark, sodass die kleine Frau Mühe hat, ihren Weg zu finden. "Warum habe ich diese Seite des Berges nie erkundet? Die Gegend ist mir ganz und gar fremd, wie soll ich hier meiner Familie entgegenkommen?" Das Gelände wird immer unwegsamer, und so verirrt sich die kleine Frau. Sie kennt nur jenen einen Weg, der sie auf den Gipfel geführt hat, aber dieser scheint nicht der richtige zu sein, der sie zu ihrer Familie bringen wird. Immer wieder schlägt sie eine neue Richtung ein. Die Pfade sind teilweise sehr steinig. Manchmal muss sie umkehren und ein Stück zurückgehen, um eine andere Richtung einzuschlagen. Als sich erneut eine Weggabelung auftut, bleibt sie stehen und hält kurz inne. Sie sieht, dass rechts ein schmaler Pfad sehr steil nach unten fü hrt und zum Teil über felsiges Gelände bergab geht. Links ist der Weg wesentlich einladender, jedoch stimmt die Richtung nicht. Die kleine Frau ist unsicher, wohin sie sich wenden soll. Einem inneren Gefühl folgend nimmt sie ihren ganzen Mut zusammen, setzt beherzt einen Schritt vor den anderen und wendet sich dem steil abfallenden Steg zu. Vorsichtig steigt sie in die kaminartige Schneise ein, ihre Füße tasten sich langsam nach unten. Die Hände krallen sich links und rechts im Fels fest und versuchen zusätzlich Halt zu finden.

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