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Die Macht der Engel von Petersen, Diana (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 07.07.2016
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Die Macht der Engel

'Unsere Seele kennt eine Vergangenheit, die wir vergessen haben. Eine zweite Chance gibt uns die Möglichkeit zu zeigen, dass wir uns auf dem rechten Weg befinden. Die Schatten deiner Vergangenheit drohen dich einzuholen. Finde sie, bevor sie dich finden!' So lautet der einzige Hinweis, den Erzengel Raphael dem noch jungen Engel Isai mit auf seinen Weg gibt, als er ihn auf die Erde schickt. Isai versteht nicht und hat auch von der Macht der Engel bisher nie etwas gehört. Doch auf seiner Reise findet er Antworten auf seine Fragen und enthüllt ein dunkles Geheimnis, das seine eigene Vergangenheit betrifft. Diana Petersen wurde 1990 als zweites von drei Mädchen in Flensburg geboren. Nach der Schule machte sie eine Ausbildung zur Tanzlehrerin und arbeitet seither in diesem Beruf. Nebenbei schreibt sie Kurzgeschichten und Romane. Ihr erster Roman "Mein Kind" erschien im September 2015.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 256
    Erscheinungsdatum: 07.07.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783741258794
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 562kBytes
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Die Macht der Engel

Im Marmorpalast

Es war eine Nacht im Juli. Im Marmorpalast war es still. Nur wenn man ganz leise war und angestrengt lauschte, hörte man doch etwas - Das leise Platschen nackter Füße auf Marmor. Isai musste sich beeilen. Er verstand nicht, was geschehen war. War überhaupt etwas passiert? Es musste sich etwas zugetragen haben, etwas Furchtbares. Warum sonst sollte Raphael ihn, Isai, vor den Rat der Engel zitieren? Was hatte Isai getan? - Er wusste es nicht.

Er rannte durch die langen Gänge des Palastes, bis seine Lungen brannten. Er hatte Angst. Er hätte nicht sagen können wovor, doch sie war da. Ein unbekanntes Gefühl. Sie schnürte ihm die Kehle zu, benetzte seine Handflächen mit kaltem Schweiß. Isai wurde schneller. Seine Füße taten weh, doch er achtete nicht darauf. Er rannte an den marmornen Säulen vorbei, die bis zur Decke reichten. Sie waren so hoch, dass man schon hätte fliegen müssen, um sie berühren zu können. Zwischen den Säulen standen Engelsskulpturen aus Marmor.

"Sie zeigen die größten Engel der Vergangenheit", hatte man Isai einmal erzählt. "All diejenigen, die Großes getan haben."

"Großes?", hatte Isai damals ehrfurchtsvoll geflüstert.

"Ja, Großes. Gutes wie Schlechtes", hatte die Antwort gelautet. Das hatte Isai ins Grübeln gebracht. Auch die Engel, die Schlechtes getan hatten, waren verewigt worden? Großes hatten sie getan, Schreckliches, aber Großes. Warum man auch diese Engel verehrte, indem man sie in Stein haute, konnte Isai sich nicht erklären.

Du verstehst so vieles nicht.

Das spärliche Licht der hohen Kerzen, die zu beiden Seiten im Korridor standen, warf unheimliche Schatten auf die Gesichter der Statuen. Die Kerzen waren teilweise schon sehr weit heruntergebrannt, aber dennoch, oder vielleicht auch gerade deshalb, wirkten die Engelsstatuen bedrohlich groß. In dieser Nacht wurde Isai zum ersten Mal bewusst, wie groß sie wirklich waren, und ihm lief ein kalter Schauer über den Rücken.

Eine besonders muskulöse Statue mit hochmütigem Gesicht, schien ihn direkt anzusehen. Isai war sie nie aufgefallen. Er wusste auch nicht wen sie darstellte, und es war ihm in diesem Moment auch egal. Er beschleunigte seine Schritte. Die Flammen der Kerzen flackerten auf, als er vorbeilief, und heißes Wachs tropfte auf den kühlen Marmorboden.

Dann regte sich etwas im Schatten vor ihm. Erschrocken blieb Isai stehen.

Hast du Angst, Isai?

Sein Herz klopfte hart gegen seine Brust. Eine Gestalt trat aus der Dunkelheit heraus ins Licht der Kerzen, und Isai erkannte Jesus.

"Warum erschreckst du mich so?", Isai schnappte empört nach Luft. Sein Herz hämmerte gegen seine Rippen, als versuchte es seinen Brustkorb zu sprengen. "Was machst du hier?", fuhr er seinen besten Freund an, "und wieso versteckst du dich?"

"Ich will nicht, dass man uns zusammen sieht!", antwortete Jesus mit einem gehässigen Grinsen auf den Lippen. Er packte Isais Arm und zog ihn grob in den schützenden Schatten zweier Statuen.

"Weißt du Bescheid?", raunte er in die Dunkelheit, ohne Isais Arm loszulassen, "Ich meine... weißt du was jetzt passiert? Warum...?

Weißt du über die Geschichte Bescheid?"

Ja - weißt du Bescheid über die Geschichte, Isai?

Beinahe hätte Isai über das Gestammel seines Freundes gelächelt. Das war so gar nicht Jesus Art.

"Welche Geschichte? Wovon redest du?", entgegnete Isai wütend und versuchte seinen Arm loszureißen, aber Jesus Hand zog sich wie ein Schraubstock nur noch fester.

"Du weißt es also nicht", stellte Jesus fest, "ich stehe immer hinter dir, versprochen. Aber da musst du jetzt wohl alleine durch, Kumpel."

"Was soll das, Jesus? Wenn du mir helfen willst, dann sag mir wovon du da redest", begann Isai, doch sein Gegenüber hörte nicht zu, blickte nur nervös den langen Korridor hinunter.

Warum so verunsichert?

Isai meinte in

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