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Die verhexte Insel im Tümpelsee von Schneider, Jörg (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 23.10.2013
  • Verlag: TUDOR
eBook (ePUB)
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Die verhexte Insel im Tümpelsee

Ein Abenteuer mit dem altbekannten Kasper, seinem Freund Karli, Lehrer Mock, König Balduin, der besorgten Entenmutter Berta Gründel und der Hexe Stoppelwarz, die eigentlich an allem Schuld ist.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 160
    Erscheinungsdatum: 23.10.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783908576952
    Verlag: TUDOR
    Größe: 13521 kBytes
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Die verhexte Insel im Tümpelsee

ERSTES KAPITEL

Das verhängnisvolle
Papierknäuel

"Tratra-Trallalla!

Tratra-Trallalla!

Kasper ist schon wieder da!

Kasper ist schon da!"

F röhlich singend betrat Kasper den Laden von Metzgermeister Hacker.

"Guten Tag, mein lieber Kasper", grüsste ihn der Metzger, "ich habe schon gesehen, dass du da bist. Aber auch Kasper wartet, bis er an der Reihe ist."

Der Metzgermeister bediente Frau Hupf. Sie wollte eine Bratwurst haben und einen schönen Knochen für Zappel. Zappel war ihr Pudel. Dann kam Frau Blümlein an die Reihe. "Zwei Schnitzel, bitte", verlangte Frau Blümlein, "aber nicht zu dick und nicht zu dünn."

Der Metzger schnitt die Schnitzel gerade recht. Nicht zu dick und nicht zu dünn. Nun wandte er sich an Kasper:

"Und was darf ich dir Gutes geben?"

"Ich muss ein halbes Pfund Fleischkäse heimbringen", sagte Kasper.

Der Metzger packte ihm den Fleischkäse säuberlich in ein Fettpapier. Dann gab er ihm noch eine Scheibe Wurst in die Hand. Alle Kinder erhielten beim Einkaufen ein Stück Wurst von Metzgermeister Hacker. Er war ein sehr freundlicher Metzger.

Kasper bedankte sich höflich, zahlte und machte sich auf den Heimweg.

Es eilte ihm nicht. Er schlenderte gemütlich die Hauptstrasse hinunter und kaute an seiner Wurstscheibe.

"Hallo Kasper! Wohin geht's?" tönte es plötzlich um die Ecke.

"Potz Holzapfel und Zipfelmütze! Der Mops!" rief Kasper.

"Ich gehe heim, zum Mittagessen. Meine Mutter wartet."

"So pressant wird's auch nicht sein!" versuchte ihn Mops aufzuhalten.

Mops war Kaspers bester Freund. Sie gingen miteinander zur Schule. Meistens verbrachten sie auch die Freizeit zusammen. Wenn Kasper schon ein arger Schlingel war, so war Mops womöglich noch ein bisschen schlimmer.

Mops war klein und rundlich. Er hatte kurzes braunes Haar, das ihm wie eine Bürste vom Kopf abstand. Eigentlich hiess er Karli, aber von seinen Kameraden wurde er "Mops" genannt. Das ärgerte ihn keineswegs.

"Was hast du in deinem Papier?" wollte Mops wissen.

"Käse", antwortete Kasper schlau.

Mops schnupperte an dem Päckchen.

"Das riecht aber nach Wurst, nicht nach Käse!" sagte er.

"Klar riecht mein Käse nach Wurst. Es ist ja auch Fleischkäse!"

Kasper lachte hellauf über seinen Witz und wollte weiterziehen. Mops aber liess sich nicht so leicht abschütteln. "Mmm! Fleischkäse! Gut!" Er fuhr mit der Zunge über die Lippen. Das Wasser lief ihm im Mund zusammen. Er bettelte: "Gibst du mir auch ein Stückchen Fleischkäse?"

"Potz Holzapfel und Zipfelmütze! Das darf ich doch nicht. Mutter würde schön schimpfen. Sie macht zuhause einen extra-primafeinen Kartoffelsalat dazu."

Kasper machte einen Luftsprung vor Freude. Fleischkäse und Kartoffelsalat war seine Leibspeise. Ausser Tomatenspaghetti natürlich. Und Sauerkraut mit Vanillesauce.

Mops liess nicht locker: "Du hast ja auch von dem Fleischkäse gegessen."

Kasper tippte mit seinem Zeigefinger an die Stirn.

"Du spinnst wohl! Das würde ich mich nie getrauen!"

"Aber du kaust doch!" beharrte Mops.

"Ach so! Ich kaue an der Wurstscheibe, die ich von Metzgermeister Hacker bekommen habe."

"Kasper, du bist doch mein Freund. Bitte, gib mir ein ganz winzig kleines Stückchen Fleischkäse! Ich habe schrecklich Hunger. Wenn ich nicht gleich etwas zu beissen bekomme, falle ich auf der Stelle tot um!" bettelte Mops weiter.

Seinen allerbesten Freund tot umfallen sehen, kurz vor dem Mittagessen, nein, das konnte Kasper wirklich nicht. Er riss das Fettpapier auf, klaubte ein Stück vom herrlich duftenden Fleischkäse ab und reichte es Mops.

"Da bitte! Guten Appetit!"

Nun kaute Mops, und Kasper musste mit leerem Mund zusehen.

"Na ja", dachte er, "wenn schon, denn schon", und biss auch ein Stück ab.

"Das war gut!" stellte Mops fest. "Aber gib mir noch

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