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Märchen aus der Sprache Paschai von Abdul, Hakim (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.05.2016
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Märchen aus der Sprache Paschai

Dies ist eine Sammlung sehr alter Märchen, deren Originale schon vor langer Zeit in der Sprache Paschai erzählt wurden. Paschai ist eine indoeuropäische Sprache, die noch heute in vier Provinzen Afghanistans gesprochen wird. Die Menschen dieser ethnischen und sprachlichen Gruppe sind als friedlich, kontaktfreudig und anpassungsfähig bekannt. Dennoch bekamen sie nie wirklich Gelegenheit, sich zu integrieren und gelten als Minderheit, obwohl in Afghanistan schätzungsweise über 200 000 Menschen Paschai sprechen. Auch die Märchen aus dieser Sprache wurden nur in ganz bestimmten Regionen erzählt und sind daher noch weitgehend unbekannt. Mit diesem Buch halten Sie die erste Übersetzung von Märchen aus der Sprache Paschai in Händen. Eine wunderschöne Sammlung voller Mystik und Weisheit. Ich bin freischaffender Künstler mit Herz und Seele. An dieser Märchensammlung habe ich unheimlich gerne gearbeitet, weil ich das auch als Kleinkind erzählt bekommen habe. Zudem habe ich aus meiner langjährigen Arbeit als Maler das Buch mit meinen Werken bereichert. Weil die Märchen für mich so inspirierend waren, und meine Phantasie bereichert haben, empfehle ich sie allen friedlichen Menschen für positive Inspirationen. Ich bedanke mich im Voraus bei allen, die meine positive Empfehlung wahrgenommen haben.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 140
    Erscheinungsdatum: 10.05.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783741221057
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 4327kBytes
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Märchen aus der Sprache Paschai

Der Sohn des Königs und die Elfe

Es waren einmal, oder auch nicht, zwei Könige. Der eine davon hatte sieben Töchter, der andere sieben Söhne und mit der Zeit wurden die Kinder beider Herrscher erwachsen. Der König mit den Söhnen sammelte eines Tages seine Berater, Diener und Dienerinnen um sich und trug ihnen auf, sieben hübsche Geschenke zur Brautwerbung zu besorgen und dann eine Familie mit sieben erwachsenen Töchtern zu suchen, da er es an der Zeit fände seine Söhne zu verheiraten. Wie es das Schicksal wollte, hatte der König mit den sieben Töchtern zur gleichen Zeit die Idee seine Mädchen verheiraten zu wollen und auch er schickte seine Dienerschaft los, um Geschenke zu besorgen und eine Familie mit sieben Söhnen zu suchen. So machten sich also zwei Gruppen in zwei verschiedenen Königreichen zur gleichen Zeit auf den Weg, um die Wünsche ihrer Regenten zu erfüllen. Die beiden Gruppen bestanden aus Dienern und Gefolgsleuten und auch die Kinder der beiden Könige hatten sich der jeweiligen Gruppe, die ihre Hochzeit planen sollte, angeschlossen. So zogen sie quer durch das umliegende Land, kamen mal hierhin und mal dorthin, besuchten viele fremde Städte, bis sich die beiden Gruppen an einen Abend plötzlich gegenüber standen. Zufällig hatten beide Gruppen den gleichen Platz ausgewählt, um die Nacht zu verbringen. Man hatte angefangen zu essen, als die Leute der beiden Königreiche ins Gespräch kamen. "Seid gegrüßt", sagten sie zueinander. "Von woher kommt ihr und was führt euch hierher?" So erzählte man sich die Gründe für die lange Reise, alle waren erfreut über die schicksalhafte Begegnung und bald war man sich einig, dass die Suche ein Ende gefunden hatte. Glücklich tauschte man die Geschenke aus. Am nächsten Morgen machten sich alle auf den Weg, um in ihre jeweilige Heimat zurück zu kehren. Wieder zu Hause angekommen, erzählte man aufgeregt den Königen vom erfolgreichen Ausgang der Reise und beide Herrscher waren sehr zufrieden. Bald darauf hatte der König zusammen mit seinen sieben Söhnen die Hochzeitsvorbereitungen abgeschlossen und mitsamt ihrer Gefolgschaft und sieben reich verzierten Brautsänften machten sie sich auf den Weg in das Königreich der Bräute. Die sieben Söhne des Königs waren allesamt sehr gutaussehende und interessante Persönlichkeiten, aber vor allem der jüngste von ihnen hatte etwas ganz Besonderes an sich. Die Karawane kam gerade an den Rand einer Wüste, als der Abend dämmerte und man gezwungen war ein Lager aufzuschlagen um dort die Nacht zu verbringen. Alle waren nach der anstrengenden Reise in tiefen Schlaf gefallen und als das erste Morgenlicht sie weckte, sahen sie einen Drachen, dessen Körperlänge das gesamte Lager umkreiste, bis er seine Schwanzspitze wieder im eigenen Maul hatte. Der König und sein Gefolge waren furchtbar erschrocken und fragten sich, in welche Schwierigkeiten sie nun hinein geraten waren. Als sie einen Fluchtweg suchten, griff der Drache an und die Menschen hatten keine Chance ihm zu entkommen. Da ging der König hilflos zu dem Drachen hin und sagte: "Lass' uns doch bitte gehen. Wir möchten doch nur die Bräute meiner Söhne abholen." Der Drache jedoch antwortete: "Ich lasse euch gehen, wenn du mir deinen jüngsten Sohn überlässt. Wenn du das nicht willst, kommt hier keiner von euch mehr heraus." Der König und auch alle anderen baten und flehten den Drachen noch lange an, um eine andere Lösung zu finden, aber der Drache ließ sich nicht erweichen, denn in Wirklichkeit war dieser Drache eine Elfe, die sich in den jüngsten Königssohn verliebt hatte. Der arme König war verzweifelt, aber er sagte sich, dass er eigentlich keine andere Wahl habe, wenn er die Hochzeiten durchführen wolle. So musste der jüngste Sohn bei dem Drachen bleiben. Als dann der König und sein restliches Gefolge sich schon ein gutes Stück von dem Lagerplatz entfernt hatten, verwandelte sich der Drache plötzlich in eine schöne, junge Frau, die auc

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