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After Work von Ahrnstedt, Simona (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.03.2018
  • Verlag: LYX
eBook (ePUB)
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inkl. gesetzl. MwSt.
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After Work

Stell dir vor, du triffst einen Mann in einer Bar.

Und er ist heiß und sexy und interessant.

Stell dir vor, du erzählst ihm alles von dir.

Und du küsst ihn.

Dann stell dir vor, du kommst am nächsten Morgen ins Büro.

Und er ist dein neuer Chef.

'Mit After Work zeigt Simona Ahrnstedt einmal mehr, warum sie zu Recht die skandinavische Queen of Romance genannt wird.' Lottens Buchblog

Heiß ersehnt: der neue Roman von der skandinavischen Queen of Romance!

Simona Ahrnstedt lebt in der Nähe von Stockholm. Nach mehreren historischen Romanen war Die Erbin ihr erster zeitgenössischer Liebesroman, mit dem sie es sogleich an die Spitze der schwedischen Bestsellerliste schaffte. Sie ist die erste schwedische Liebesromanautorin, deren Romane ins Englische übersetzt und in den USA erschienen sind. Weitere Informationen unter: www.simonaahrnstedt.se

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 519
    Erscheinungsdatum: 29.03.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783736306448
    Verlag: LYX
    Originaltitel: Allt eller inget
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After Work

1

Lexia

"Na ja, ich bin eben ein Mädchen, das alles im Griff hat", sagte Lexia Vikander und bemühte sich, so deutlich wie möglich zu sprechen, ohne zu lallen. Ein anderer Gast drehte sich zu ihr um und bedachte sie mit einem vielsagenden Blick. Lexia setzte eine entschuldigende Miene auf und senkte die Stimme, als ihr bewusst wurde, dass sie zu laut gesprochen hatte. "Oder Frau, besser gesagt. Ich bin eine Frau, die alles im Griff hat", erklärte sie dem dunkelhaarigen Mann, der sich vor einer Weile neben sie an die Bar des Restaurants Sturehof gesetzt hatte. Er schien aufrichtiges Interesse an allem zu haben, was sie zu erzählen hatte.

Lexia schüttelte leicht den Kopf, um ihren Blick zu fokussieren. Vielleicht hatte sie ihren zweiten Drink doch etwas zu schnell getrunken. Oder war es schon der dritte? Oder gar der vierte? Ehrlich gesagt konnte sie sich nicht mehr genau erinnern. Aber sie saß nur selten allein in einer Bar, und weil niemand mit ihr geflirtet hatte, war ihr nichts anderes übriggeblieben, als ein Glas nach dem anderen zu leeren. Bis er auftauchte.

"Und inwiefern hast du alles im Griff?", fragte der Mann. Er sah auf eine bodenständige Art ziemlich gut aus. Dunkler Bartansatz und verschlissene Jeans mit Farbflecken. Eine frische Schürfwunde am Fingerknöchel, als hätte er irgendwas Handwerkliches gemacht, bevor er hergekommen war, um ein Bier zu trinken. Sie saßen seit ungefähr einer Stunde hier, genau wusste sie es nicht, und unterhielten sich. Während er einen Burger gegessen hatte, warf sie zwar einen verstohlenen Blick auf seine frisch frittierten goldgelben Pommes, blieb aber bei ihrem Getränk. Und mittlerweile war sie bei ihrem zweiten-dritten-vierten Drink angekommen.

Lexia machte eine ausladende Handbewegung. Der Mann konnte das Schälchen mit den Nüssen gerade noch zur Seite schieben, bevor sie es von der Theke gefegt hätte. Sie lächelte ihn dankbar an. Er hatte ein tolles Reaktionsvermögen und schnelle Hände. Starke Finger.

"Ich hab immer den Überblick", erklärte sie und bemühte sich, nicht auf seine Finger zu starren. Sie wirkten unglaublich geschickt. "Ich meine, ich hab alles unter Kontrolle und bin echt gut, was Planung und Organisation angeht. Ich hab wirklich alles im Griff", fügte sie hinzu und fühlte sich ganz plötzlich niedergeschlagen. Jetzt, wo sie es aussprach, klang das ziemlich überheblich, obwohl es der Wahrheit entsprach. "Heute allerdings nicht unbedingt", sagte sie mit Nachdruck.

"Nicht?"

"Nein. Ich hab beschlossen ..." Sie erhob ihr Glas und schwenkte es in der Luft hin und her, während sie nach den richtigen Worten suchte. Schließlich sagte sie: "... heute mal nicht alles im Griff zu haben. Prost."

Er stieß mit ihr an.

In der Bar war es gesteckt voll, obwohl es Sonntag war und schon recht spät sein musste. Sie konnte nicht abschätzen, wie viel Uhr es war, was sonst nie vorkam, und ihr Handy war schon seit einer ganzen Weile tot. Da ein anstrengender Tag hinter ihr lag und sie ihr Ladegerät vergessen hatte, kam es ihr vor, als wäre es tiefste Nacht.

"Könnte ich noch so einen Rosafarbenen kriegen?", rief sie dem Mann hinter der Theke zu, der sich geschäftig hin und herbewegte. Sie hielt ihr leeres Glas hoch, doch der Barkeeper wandte sich demonstrativ von ihr ab und nahm stattdessen die Bestellungen zweier junger Frauen auf, deren Haare bis zum Po reichten.

Lexia überlegte, ob sie aufstehen und ihm eine Szene machen sollte. Doch ganz so weit war es mit ihrem neuen Vorsatz noch nicht gediehen. Ehrlich gesagt war sie auch keine Frau, die Männern eine Szene machte. Eigentlich war sie eher der Typ, der in der Schule gemobbt wurde, weil sie gerne aß, und der von den Männern immer dann fallen gelassen wurde, wenn sie plötzlich Frauen bevorzugten, die mehr auf ihre Linie achteten.

"Willst du wirklich noch einen Drink?", fragte ihr Begleiter.

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