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Alarich - Der Eroberer von Rom Historischer Roman zur Zeit Alarichs und seiner Eroberung von Rom römisches Reich, Goten, Gotenkönig, Germanen, Alemannen, Nero, Claudius, Symmachus, Athaulf, Römer, Antike, Schlacht, Krieg, Untergang von Rom, Christentum, Christ, Barbaren von Kronenheim, Alexander (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.06.2016
  • Verlag: Books on Demand
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Alarich - Der Eroberer von Rom

Historischer Roman zur Zeit Alarichs und seiner Eroberung von Rom. Auszug: Erschrocken sprang Alarich auf. Er sah den elenden Zustand seines Abgesandten und wie ein Zornesblitz zuckte es über sein Antlitz hin. 'Wer hat dir das angetan?" fragte er mit hallender, drohender Stimme. 'Lass das jetzt. Dafür ist jetzt keine Zeit. Ich habe Wichtigeres zu melden. Stilicho, mein König, der große Stilicho - ist nicht mehr." 'Stilicho." sagte der König. Dann fügte er mit einem furchtbaren Ausdruck langsam fragend hinzu: 'Was sagst du, Guimar?" Guimar hatte keine Furcht. Er stirbt für seinen König zu jeder Stunde und unter jeden Umständen von Herzen gern. Stets hatte er sich diesen Tod gewünscht. Aber wie ihn Alarich jetzt fragte: Was sagst du, Guimar? Trat er unwillkürlich zwei Schritte zurück. Aus der Stimme des Königs - obgleich er nicht besonders stark gesprochen hatte, drohte eine Welt wilden Zorns und barbarischer Wut heraus. Seine am Körper herabhängenden Fäuste ballten sich, und an den Armen, die sich etwas rückwärts bogen, schwollen Adern und Muskeln. Mit funkelnden Augen, wie ein zum Sprung ausholender Löwe - so stand der König vor ihm. Aber nur vorübergehend erschrak Guimar. Nach einer kleinen Pause sagte er mit Todesverachtung: 'Ich sagte, was ich mit meinen eigenen Augen gesehen habe. Der große Stilicho ist in Ravenna ermordet worden!"

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 300
    Erscheinungsdatum: 08.06.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783741257278
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 800kBytes
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Alarich - Der Eroberer von Rom

1. Kapitel

Auf der Straße, die aus dem Markomannenland 1 über Regina Castra, Virunum, Aemona nach Sirmiuni und von da eines Teiles der Donau entlang nach Troesmis, anderen Teiles über Naissus nach Byzanz führte, ritt etwa zwanzig Miglien 2 vor Aemona 3 eine Anzahl Männer. Obgleich es August war, waren sie doch mit roh aus Tierfellen gearbeiteten Mänteln, die ihnen etwa bis zu den Waden herabreichten, bekleidet. Sie trugen runde Schilde und waren mit kurzen Schlachtschwertern, Wurfspießen und außerdem mit Bogen und Pfeilen bewaffnet. Ihre Haare wallten lang und rotblond von Kopf und Bart herab; ihr Haupt war, so weit nicht durch das Fell bedeckt, frei und offen der Sonne und dem Regen ausgesetzt; ihre Züge waren hart, verwittert, meist roh; ihre Gestalten hünenhaft, von unbeschreiblicher Wildheit und ungebändigter Energie. Ihre Kleidung bestand außer den Fellmänteln nur in linnenen Hemden, die nach Art der römischen Tuniken über den Hüften gegürtet waren. Die Beine waren nackt, die Füße aber steckten in sogenannten Bundschuhen, Lederfetzen, die künstlich durch einen Riemen um die Füße zusammengehalten wurden.

Es waren im Ganzen sechzehn Männer, von denen sich aber zwei, die an der Spitze ritten, sehr lebhaft durch Tracht und Mienen abhoben. Der eine, ein Druide, trug abweichend von allen übrigen das Haupthaar kurz, den Bart lang, beides von fast dunkelroter Farbe. Sein Körper war von oben bis unten mit einem Unterkleid aus brauner Wolle bedeckt. Darüber trug er einen weißen Mantel, der durch eine hölzerne Spange auf der linken Schulter zusammengehalten wurde. An seinem Gürtel hing an einer Holzkette ein in Gold gefasstes Schlangenei.

Der andere, der mit ihm dem Trupp vorausritt, war vornehmer gekleidet. Er trug eine elegante Seidentunika, die mit einem goldenen Gürtel um die Hüfte geschürzt war, darüber einen Gurtpanzer und ein fast Toga ähnliches Gewand, das er malerisch zu drapieren verstand. Seine Füße steckten in mit Seide gefütterte ledernen Schnürstiefeln. Er war der einzige im ganzen Trupp, der einen Helm, nach Art der römischen Legionäre, trug, und stach von dem Barbarenhaufen entschieden ab. Und doch gehörten alle einem Stamm an, oder sogar einer Abstammung. Es waren Germanen. Der Druide war ein geborener Alane, der andere ein Westgote, der bei Troesmis 4 an der Donaumündung geboren, aber durch stete Berührung mit dem Römertum vielfach römische Sitten angenommen hatte. Auch seine Bewaffnung war römisch, obwohl die Ausrüstungsgegenstände aus der Waffenfabrik des Gotenkönigs Alarich in Illyrien 5 stammten.

Der Druide versuchte den anderen augenscheinlich zu irgendetwas zu überreden. Er sprach anhaltend und erregt auf ihn ein.

"Und eben diese Hilfe wollen wir ja bringen!" sagte er, "Verstehst du nicht? Was kümmert es dich, ob es Christen sind, oder nicht? Sind die Alanen, Hunnen, Quaden, Sueven nicht genauso gute Kämpfer wie die Goten? Dein König Alarich ist eben doch ein Träumer, der sich von jenem Stilicho 6 an der Nase herumführen lässt!"

Der andere, Guimar mit Namen, hörte still zu und schaute etwas verächtlich auf seinen Begleiter. Fast spöttisch blieb sein Blick auf dem Schlangenei haften, das infolge der Bewegung des Reiters aus dem etwas zu zeremoniellen Priesterkleid seines Begleiters hervorbaumelte.

"Sieh dir erst den König und dann den Stilicho an und anschließend sprich von Nasführen und von nasführen lassen!" antwortete Guimar nach einer Pause. "Du machst eine sonderbare Figur als Gesandter, und so sehr ich wünsche, dass deine Sendung guten Erfolg hat, so sehr zweifle ich daran, dass sie überhaupt Erfolg hat."

"Weshalb?"

"Weil du gar nicht weißt, um was es sich handelt, gar nicht weißt, was du erreichen musst, wenn du etwas ausrichten willst! Glaubst du denn, Alarich hat nur auf euch gewartet, um mit euch Ruhm und Beute zu teilen? Glaubt ihr, was ihr könnt, könnte er nicht auch?"

"Da

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