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Alles Begehren Roman von Jones, Ruth (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.05.2018
  • Verlag: HarperCollins
eBook (ePUB)
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Alles Begehren

Die Nummer 1 aus England

Jeder kennt diesen einen Moment, der die Weichen neu stellt und alles verändert. Und wenn man das Leben zurückspulen könnte wie eine VHS-Kassette, dann würde man auf diesen Moment spulen - um sich anders zu entscheiden.
1985: Callum ist ein glücklich verheirateter Familienvater. Die Studentin Kate ist bildschön und gewohnt, sich das zu nehmen, was sie braucht. Sie begegnen sich - und begehren einander mit solch einer Macht, dass es ihrer beider Leben beinahe zerstört. Aber nur beinahe.
Siebzehn Jahre später treffen sie sich wieder. Das Leben hat auf den Moment der Entscheidung zurückgespult. Sie können noch einmal wählen. Doch das Leben verfolgt einen eigenen Plan.

"Ruth Jones ist eine hervorragende Menschenkennerin, die weiß, warum wir die Fehler begehen, die wir begehen. Ich habe mit jedem einzelnen Charakter mitgefühlt. Man kann diesen Roman nicht aus der Hand legen." Jojo Moyes

"Ruth Jones lotet in ihrem großartigen Debüt 'Alles Begehren' die Abgründe von Leidenschaft und Ehebruch aus." Für Sie

"Und wenn man das Leben zurückspulen könnte, dann würde man dorthin spulen - um sich diesmal anders zu entscheiden. Doch noch nie zuvor wurde von diesem einschneidenden, alles verändernden Augenblick so eindringlich erzählt wie in 'Alles Begehren'." Leserin

Ruth Jones, geboren 1966 in Bridgend, Südwales, ist eine walisische Schauspielerin und Drehbuchautorin. Sie lebt mit ihrem Ehemann in Cardiff. "Alles Begehren" ist ihr Debütroman.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 480
    Erscheinungsdatum: 02.05.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783959677653
    Verlag: HarperCollins
    Originaltitel: Never Greener
    Größe: 2181 kBytes
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Alles Begehren

KAPITEL 1

"Ich hab mich Hals über Kopf in ihn verknallt. Als würde man mit dem Fahrrad ganz schnell einen sehr steilen Hang hinuntersausen und plötzlich merken, dass die Bremsen nicht funktionieren." Kate Andrews - inzwischen neununddreißig, tränenüberströmt und mit fortgeschrittenem Alter noch hinreißender - hatte beim Gespräch mit der Therapeutin die Hände sorgfältig im Schoß gefaltet.

"Und was war mit ihm? Was, glauben Sie, hat er in diesem Moment gefühlt?" Die Therapeutin sprach leise, mit freundlicher Stimme. Kate holte tief Luft. "Also, um ehrlich zu sein, ich glaube, die meiste Zeit hat er ..." Sie zögerte, und die Therapeutin nickte ihr aufmunternd zu. "... meinen Hintern befühlt." Prustend lachte sie los und verbarg das Gesicht in den Händen.

Der Regisseur und das Fernsehteam waren solche Ausbrüche bei Kate gewohnt. Die Darstellerin, die die Therapeutin spielte, wirkte etwas verwundert. Die Kameramänner grinsten sich an.

"Tut mir leid, tut mir echt leid, aber da konnte ich nicht widerstehen. Dieses Drehbuch ist schuld! Der Text ist einfach so - völlig bescheuert teilweise ..."

"Ja, vielen Dank, das ist sehr hilfreich." Der Regisseur war genervt. Sie waren ohnehin schon im Verzug.

Kate verdrehte die Augen. Mann, warum stellten sich alle immer so an? Es war doch bloß ein Scherz. "Hallo, ich hab schon gesagt, es tut mir leid!"

"Okay zusammen, wir machen am Freitag an dieser Stelle weiter. In der Hoffnung, dass Ms. Andrews sich bis dahin wieder im Griff hat. Das war's für heute."

Wie ein gescholtenes Kind verzog Kate sich in Richtung ihres Wohnwagens. Auf dem Weg dorthin rief sie verschiedenen Crewmitgliedern einen Gutenachtgruß zu. Betsy, ihre Visagistin, rief zurück: "Süße, willst du die Schminke runter haben?"

"Nee, mach ich zu Hause."

"Selber schuld", witzelte Betty. "Von mir hättest du noch ne schöne Kopfmassage bekommen!"

"Nächstes Mal! Bist ein Schatz!"

Kate stieg die Metallstufen ihres Winnebago hoch, und sobald sie die Tür hinter sich geschlossen hatte, erlosch ihr Lächeln. Sie zog die Sachen ihrer Filmfigur aus und stattdessen ihre Armani-Jeans an.

Die Wandbeleuchtung war eingeschaltet, ebenso der Elektrokamin. Das schätzte sie besonders an ihrem Wohnwagen, wenn es draußen dunkel und kalt war. Ihr persönlicher kleiner Zufluchtsort. Sie liebte Nachtdrehs, bei denen man stundenlang warten musste. Dann kroch sie in ihr schmales Wohnwagenbett und tat so, als wäre sie wieder acht Jahre alt und sicher und geborgen. Als sie nun ihren Kaschmirpullover mit dem V-Ausschnitt überstreifte, begegnete sie ihrem Spiegelbild an der laminierten Wand. Heute sah man ihr ihr Alter an. Die dunklen Ringe unter ihren Augen schimmerten durch den matten Concealer hindurch. Offenbar brauchte sie eine weitere Vitamin-B-Spritze von diesem Arzt in der Harley Street. Sie konnte es sich nicht leisten, zu schwächeln, wo noch acht weitere Wochen Dreharbeiten vor ihr lagen. Und das Rauchen musste sie wirklich sein lassen. Kate griff nach ihrer Schachtel Marlboro Lights, zündete sich eine an, nahm einen tiefen Zug und blies den Rauch trotzig in Richtung des Schilds Absolutes Rauchverbot am Kühlschrank. Alle wussten, dass sie hier drin rauchte, doch niemand traute sich, etwas zu sagen. Ein zögerliches Klopfen an der Wohnwagentür.

"Moment!"

"Sorry, Kate, ich wollte nur sagen, dass dein Wagen bereit steht, wenn du so weit bist." Es war Becky, eine von den Set-Runnern, ein süßes, echt nettes Mädchen, deren Liebenswürdigkeit immer wieder verblüffend war.

"Alles klar, danke, Becs. Komme gleich."

Kate nahm vier weitere rasche Züge, um den letzten Rest Nikotin aus ihrer Zigarette zu saugen, bevor sie am Waschbecken Wasser darüber laufen ließ und die Kippe in den Mülleimer warf.

Dann schloss sie für einige Sekunden die Augen und seufzte. Die Dunkelheit war wieder auf dem Weg zu ih

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