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Alles oder nichts von Ahrnstedt, Simona (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.03.2017
  • Verlag: LYX
eBook (ePUB)
11,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Alles oder nichts

Ambra ist eine erfolgreiche Journalistin auf der Suche nach einer heißen Story.
Tom ein ehemaliger Elitesoldat, dem Schreckliches zugestoßen ist.

Ambra muss an den Ort zurückkehren, an dem sie niemals wieder sein wollte.
Tom versucht hier, sich ins Leben zurück zu kämpfen.

In Kiruna, im Norden Schwedens, wo klirrende Kälte und ewige Dunkelheit herrschen, begegnen sich zwei Menschen, die auf der Flucht vor ihrer eigenen Vergangenheit sind. Zwei Menschen, die tiefe Wunden tragen. Und niemandem vertrauen.

Zwei Menschen, die von der Anziehungskraft, die zwischen ihnen herrscht, überwältigt werden.

Es kommt ihnen falsch vor. Und doch so beängstigend richtig.
Aber können sie einander wirklich heilen?
Oder wird ihre Liebe sie ein für alle Mal zerstören?

Simona Ahrnstedt lebt in der Nähe von Stockholm. Nach mehreren historischen Romanen war Die Erbin ihr erster zeitgenössischer Roman, mit dem sie es sogleich an die Spitze der schwedischen Bestsellerliste schaffte. Sie ist die erste schwedische Liebesromanautorin, deren Romane ins Englische übersetzt und in den USA erscheinen werden.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 697
    Erscheinungsdatum: 16.03.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783802599507
    Verlag: LYX
    Serie: Only One Night Bd.3
    Originaltitel: En enda risk
    Größe: 1242 kBytes
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Alles oder nichts

1

Ambra Vinter schaute hinunter auf ihren Notizblock. Sie hatte mehrere Ideen für Artikel, die Telefonnummer eines Interviewpartners und eine persönliche Erinnerung daran, dass sie Kaffee kaufen musste, aufs Papier gekritzelt. Das Wort Kaffee hatte sie zweimal unterstrichen. Ihre Ansprüche ans Leben waren nicht besonders hoch, aber morgens Kaffee zu trinken, war ihr wichtig.

"Ambra, hörst du mir zu?"

Nein, am liebsten würde ich weghören.

Doch da die Frage von ihrer direkten Vorgesetzten beim Aftonblad, der Nachrichtenredakteurin Grace Bekele kam, antwortete Ambra so diplomatisch wie möglich: "Von mir aus kannst du liebend gern jemand anders schicken. Ich war erst letzte Woche für einen Artikel in Varberg unterwegs und komme gerade von dem Brand in Akalla."

Ambra bemühte sich, einen flehenden Blick aufzusetzen. Es müsste doch irgendeinen anderen Reporter geben, den Grace auf diesen Scheißjob ansetzen könnte. Einen jungen, ambitionierten Journalisten, der noch nicht ganz so zynisch war wie sie und sich darüber freuen würde, seinen Schreibtisch für eine Weile verlassen zu können.

"Ich möchte aber, dass du hinfährst." Grace zeigte mit ihrer schmalen Hand auf sie, sodass die langen, spitz zulaufenden Fingernägel aufblitzten. Sie sah aus wie ein Supermodel, war aber in erster Linie für ihre erfolgreichen Führungsqualitäten bekannt. Und Ambra wusste, dass Grace auch diesen Machtkampf gewinnen würde. Wie fast immer.

"Wo war das noch gleich?", fragte Ambra. Ihre Kleidung roch nach Rauch. Sie würde sich nie daran gewöhnen, wie rasch sich ein Brand ausbreiten konnte. Drei Minuten, dann hatte das ganze Haus in Flammen gestanden. Keine Toten, was zwar keinen besonders guten Aufhänger bot, aber dennoch beruhigend war. Drei Tage vor Weihnachten bei einem Brand ums Leben zu kommen, war kein schönes Schicksal für eine Familie.

"In Norrland, hab ich doch gesagt."

"Norrland ist groß. Geht es vielleicht noch etwas genauer?" Ambra hatte gute Gründe, nicht in den Norden zu fahren, Scheißjob hin oder her.

"In Norrbotten. Ich hab mir den Namen des Ortes hier irgendwo notiert."

Ambra wartete, während Grace zwischen den Stapeln auf dem überladenen Schreibtisch herumwühlte. Sie saßen am Breaking News Desk, der das eigentliche Herz in der Maschinerie der Redaktion darstellte. Es war vierzehn Uhr, draußen fiel Eisregen, begleitet von stürmischen Böen, und es war bereits stockdunkel. Selbstverständlich brachten sie das Wetter auf der Titelseite. Ungewöhnlich gute oder auch schlechte Wetternachrichten wurden im Internet grundsätzlich auf der Startseite positioniert, da sie sich immer gut verkauften. Sie zählten mit an die tausend Klicks in der Minute zu den meistgelesenen Nachrichten überhaupt.

Ambra blätterte eine leere Seite in ihrem Notizblock auf und fragte so entgegenkommend wie nur möglich: "Und was genau soll ich in Norrbotten machen?"

Grace hob diverse Stapel mit Unterlagen an und stieß dabei um Haaresbreite einen Becher mit abgestandenem Kaffee um. Keiner der Mitarbeiter bei der Zeitung arbeitete an einem eigenen Schreibtisch, nicht einmal die Ressortchefs. Grace war eine von vier Nachrichtenredakteuren, die sich den Tisch miteinander teilten, der jahrein, jahraus rund um die Uhr genutzt wurde. Die anderen Ressorts, angefangen von Sport über Gesellschaft und Kriminalität bis hin zu Ausland, Investigativ-Ressort und Kultur waren um den Newsdesk herum verteilt wie Satelliten um die nie stillstehende Erdkugel.

"Gerade eben hatte ich den Zettel noch. Ich glaube, es war Kalix", meinte Grace.

Immerhin etwas. Gehorsam notierte Ambra sich den Ort Kalix.

"Dort wirst du die zweiundneunzigjährige Elsa interviewen. Ruf sie schon mal an und mach einen Termin mit ihr aus. Ihre Nummer hab ich auch irgendwo. Sie kam per Storyfinder, und ich hatte den Eindruck, dass es etwas sein könnte."

"Na dann", sa

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