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Am Ende des Schweigens Kriminalroman von Link, Charlotte (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.06.2011
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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Am Ende des Schweigens

Vier grausame Morde. Drei Freunde mit einem dunklen Geheimnis. Eine furchtbare Wahrheit drängt ans Licht ... Stanbury House, Yorkshire: Als Jessica zum Ferienhaus zurückkehrt, fällt ihr sofort die ungewöhnliche Stille auf, die über dem Haus und dem riesigen Grundstück liegen. Wie in einem bösen Traum entdeckt sie im Garten und im Haus ihre Freunde Patricia und Leon, Tom und auch ihren Mann Alexander - ermordet. Die einzige Überlebende ist Evelin, Toms Ehefrau, die völlig traumatisiert im Keller aufgefunden wird. Unter Tatverdacht steht ein unbekannter Mann, der auf geheimnisvolle Weise mit den Opfern in Verbindung zu stehen scheint. Während Jessica all die Geheimnisse und Widersprüche zu ergründen versucht, bemerkt sie nicht die Gefahr, in der sie plötzlich schwebt. Viel zu spät erst begreift sie die furchtbare Wahrheit, die sich hinter dem jahrelangen Schweigen von Stanbury verbirgt ... Ein großer, unglaublich spannender Kriminalroman, wie ihn die zahllosen Fans von Charlotte Link schätzen und lieben. Charlotte Link, geboren in Frankfurt/Main, ist die erfolgreichste deutsche Autorin der Gegenwart. Ihre Kriminalromane sind internationale Bestseller, auch "Die Entscheidung" und zuletzt "Die Suche" eroberten wieder auf Anhieb die SPIEGEL-Bestsellerliste. Allein in Deutschland wurden bislang 29,5 Millionen Bücher von Charlotte Link verkauft; ihre Romane sind in zahlreiche Sprachen übersetzt. Charlotte Link lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Frankfurt/Main.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 624
    Erscheinungsdatum: 20.06.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641051938
    Verlag: Goldmann
    Größe: 2717 kBytes
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Am Ende des Schweigens

" Dritter Teil Jessica, Dokument V von Timotheus Burkhard (S. 230-231)

Was hat eine Frau wie Jessica bewogen, einen Mann wie Alexander zu heiraten? Genau diese Frage hat mich bereits einmal in einem anderen Zusammenhang beschäftigt: Was hat eine Frau wie Elena bewogen, einen Mann wie Alexander zu heiraten? Jessica und Elena sind äußerlich völlig verschieden, aber in ihrem Wesen finden sich eine Menge frappierender Übereinstimmungen. Beide sind unabhängig, eigenständig, willensstark und souverän. Frauen, die gern in einer Partnerschaft leben, die aber die Partnerschaft nicht brauchen, um leben zu können. Das unterscheidet sie deutlich von Patricia und Evelin. Für Patricia ist die Ehe ein Statussymbol, an dem sie selbst dann eisern festhält, wenn innerhalb dieser Ehe nichts mehr dem nach außen getragenen Bild entspricht.

Und Evelin kann allein nicht existieren. Sie wäre ein Blatt im Wind ohne den Mann an ihrer Seite, der ihr sagt, was sie zu tun oder zu lassen hat. Jessica. Ich lernte sie kennen, als sie gerade unseren Schäferhund eingeschläfert hatte. Es war mitten in der Nacht, und Evelin hatte keinen anderen Arzt erreichen können. Der Zustand des Hundes war dramatisch, es schien fraglich, ob man die Tierklinik noch würde erreichen können. Zudem hätte dies den Hund verängstigt und zusätzlich gestreßt. Evelin hatte sich der jungen Tierärztin entsonnen, die ein paar Häuser weiter wohnte, und die Liebe zu ihrem Hund hatte sie über ihren Schatten springen und dort zu nachtschlafender Zeit anrufen lassen, was für Evelins Verhältnisse außergewöhnlich skrupellos war, zumal sie noch nie Jessicas Praxis aufgesucht hatte.

Jedenfalls kam Jessica, schläferte das Tier ein und spielte anschließend noch Seelentröster bei Evelin, die mal wieder mit dem Schicksal haderte. Ich kam irgendwann so gegen drei Uhr morgens ins Wohnzimmer und traf die beiden Frauen bei einer Flasche Sekt an. Evelin erzählte Geschichten aus dem Leben des Hundes, der tot neben dem Sofa auf einer Decke lag. Ich hatte Jessica zuvor schon ein paarmal im Vorbeifahren in ihrem Vorgarten gesehen, aber ich hatte noch nie mit ihr gesprochen. Sie war mir aufgefallen, und nun, da sie unmittelbar vor mir saß, versuchte ich zu ergründen, womit sie meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen hatte. Sie ist attraktiv, aber nicht in der Weise, daß man automatisch den Kopf nach ihr drehen würde, wenn sieüber die Straße geht. Sie hat braune, mittellange Haare, ein blasses, schmales Gesicht, schöne grüne Augen mit ein paar braunen Sprenkeln darin.

Ihre Figur ist auffallend hübsch, sie hat lange, sehr gut geformte Beine und ist außerordentlich schlank. Meist trägt sie Jeans, Turnschuhe, ein Sweatshirt. Sie ist weder mondän noch besonders gestylt, noch fängt sie unwillkürlich zu kichern, zu kokettieren oder zu flirten an, wenn ein Mann in ihre Nähe kommt, so wie manche Frauen das tun. Sie vermittelt eher das Gefühl, es mit einer praktischen, bodenständigen Person zu tun zu haben. Man kann sich gut vorstellen, wie sie beherzt in das Maul eines Rottweilers greift, um seine Zähne zu untersuchen, oder einer Kuh hilft, ihr Kalb zur Welt zu bringen. Sie wirkt nicht im mindesten zimperlich. Dabei aber nicht unweiblich.

Im Gegenteil, ich empfinde sie stets als ausgesprochen feminin. Wo also liegt ihr Reiz? Es ist schwer, dies in Worte zu fassen. Vielleicht sind es jene Eigenschaften, die ich eingangs beschrieb. Ihre Unabhängigkeit, ihre Eigenständigkeit. Beides strahlt sie schon in ihrer Haltung aus, wenn sie nur einfach einen Weg entlanggeht. In der Art, wie sie den Kopf hält. Wie sie spricht, wie sie lacht. Es ist nicht so, da&sz

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