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Arizona Legenden 03: Gefangene der Apachen von Wood, Mark L. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 03.07.2014
  • Verlag: BLITZ-Verlag
eBook (ePUB)
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Arizona Legenden 03: Gefangene der Apachen

Als Kind wurde Mary-Jane von Indianern entführt und in den Stamm aufgenommen. Sie heiratet einen jungen Krieger und verbringt mit ihm glückliche Zeiten. Doch dann bricht der Krieg aus. Soldaten überfallen das Dorf der Apachen. Mary-Jane wird verschleppt und durchlebt harte Jahre. Als Ehefrau eines Offiziers kehrt sie an den Ort ihrer Jugend zurück. Dort wird sie von ihrer Vergangenheit eingeholt. Mark L. Wood (Thomas Jeier) schrieb diesen mitreißenden Roman aus der Zeit der Apachenkriege. Im amerikanischen Fernsehen wurde der Autor als einer der besten Amerika- und Indianerkenner Europas vorgestellt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 224
    Erscheinungsdatum: 03.07.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783957194039
    Verlag: BLITZ-Verlag
    Serie: Arizona Legenden Bd.3
    Größe: 3600 kBytes
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Arizona Legenden 03: Gefangene der Apachen

Wenn die Welt einmal aufhört zu bestehen, wird es keinen Regen und kein Wasser mehr geben. So werden wir es wissen. Auf der ganzen Erde wird es nur noch zwei oder drei Quellen geben, und um diese Quellen werden sich die Menschen streiten. Sie werden kämpfen und sich gegenseitig töten. Das wird das Ende der Menschheit sein.

Danach wird die Welt neu gemacht. Diejenigen, die Weiße waren, werden Indianer sein, und diejenigen, die Indianer waren, werden Weiße sein.

Legende der Chiricahua-Apachen

Kapitel 1

Mary-Jane kannte die Hitze. Sie kam aus El Paso und hatte in der texanischen Wüstenstadt so viele heiße und staubige Tage erlebt, dass ihr auch die Sonne von Arizona kaum etwas ausmachte. Und sie hatte von den Apachen gehört. Ihre Mutter hatte oft mit den Indianern gedroht, wenn sie unartig gewesen war. Wenn du nicht brav bist, holen dich die Apachen. Auch Mrs Hodge, die Frau des Pfarrers, die sich seit dem Tod ihrer Eltern um sie kümmerte, erwähnte die Apachen, wenn Mary-Jane ungezogen war. Die Apachen wären noch schlimmer als der Teufel und die bösen Geister, die Mary-Jane aus ihrem Märchenbuch kannte.

Ihre Eltern waren vor einem dreiviertel Jahr gestorben, und sie war bei der Frau des Pfarrers aufgewachsen. Mrs Hodge kümmerte sich liebevoll um sie. Du sollst es immer gut bei mir haben , sagte sie zu ihr. Sie las ihr jeden Wunsch von den Augen ab, ohne dabei schwach oder allzu nachsichtig zu sein. Wie eine richtige Mutter eben. Doch dann erkrankte auch Mrs Hodge an hohem Fieber, nicht so schlimm wie damals ihre Eltern, aber schlimm genug, um in ein Krankenhaus eingeliefert zu werden. "Ich werde ein paar Wochen dortbleiben müssen", sagte sie mit schwacher Stimme zu Mary-Jane, "aber ich habe meiner Schwester in Tucson geschrieben. Sie wird sich um dich kümmern. Tante Ethel ist Lehrerin, und du kannst zu ihr in die Schule gehen. Hast du Lust, mit der Kutsche zu fahren?"

Mary-Jane freute sich.

Schon am nächsten Morgen brachte der Pfarrer sie zur Station. Er setzte sie in die Kutsche, nachdem er sich vorher umgehört und erfahren hatte, dass die Apachen im Augenblick friedlich waren und sich wohl wieder einmal nach Mexiko abgesetzt hatten. Der Kutscher, sein Begleitfahrer und sogar einige Soldaten, die als Eskorte eines Waffentransports in die Stadt gekommen waren, erklärten übereinstimmend, dass zurzeit nicht mit einem Angriff der Apachen zu rechnen war.

"Sie meinen also, ich kann die Kleine getrost nach Tucson schicken?"

"Natürlich", antwortete einer der Soldaten, "die Indianer machen uns schon seit ein paar Wochen keinen Kummer mehr."

Und der Kutscher fügte hinzu: "In meiner Kutsche ist die Kleine so sicher wie in Abrahams Schoß, Hochwürden. Wenn wirklich einer dieser roten Teufel seine Nase über die Felsen streckt, habe ich ja noch Sam." Er deutete auf seinen bewaffneten Begleitfahrer.

Mary-Jane hatte alles mit angehört und fürchtete sich deshalb auch nicht so sehr wie die blonde Frau, die ihr in der Kutsche gegenübersaß und auf ihren Mann einredete.

"Martin?", fragte die Frau.

"Ja, Liebling?"

"Bist du sicher, dass die Apachen uns nicht angreifen?"

Ihr Mann, ein unscheinbarer Bursche von ungefähr dreißig Jahren, der Mary-Jane ein bisschen an den Sohn ihrer Lehrerin erinnerte, beruhigte sie mit einem geduldigen Lächeln. "Ganz sicher", antwortete er, "du hast doch gehört, was die Soldaten in El Paso zum Vater des kleinen Mädchens gesagt haben. Die Apachen geben Ruhe. Wir brauchen uns keine Sorgen zu machen.

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