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Auf Befehl des Königs von Brisbin, Terri (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 06.07.2015
  • Verlag: CORA Verlag
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Auf Befehl des Königs

Marguerite d'Alençon, stolze Mätresse König Henrys, erlebt einen Albtraum. Der König ist ihrer überdrüssig und verheiratet sie mit seinem Gefolgsmann Lord Orrick of Silloth. Tief verletzt, wehrt sich Marguerite gegen die Zärtlichkeiten...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 256
    Erscheinungsdatum: 06.07.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783733760342
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 1230 kBytes
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Auf Befehl des Königs

2. Kapitel

"Henry wird mir das nicht antun. Du irrst dich, Johanna", widersprach Marguerite hitzig. "Er liebt mich."

Aber die Worte klangen selbst in ihren Ohren wenig überzeugend. Sie drehte ihrer Gesellschafterin den Rücken zu und betrachtete das kostbare Kleid, welches auf dem Bett ausgebreitet lag. Es konnte nicht sein. Es durfte einfach nicht wahr sein, dass Henry sie einem anderen als Gemahlin versprochen hatte.

"Du kennst ihn besser als jede andere, Marguerite", entgegnete Johanna beschwichtigend. "Wenn du sagst, er holt dich zurück, bevor die Hochzeit stattfindet, so glaube ich dir."

In plötzlich aufwallendem Jähzorn packte Marguerite das Kleid, riss es in der Mitte entzwei, so dass Perlen und Edelsteine der kostbaren Stickerei durchs Zimmer flogen und klirrend über die Steinfliesen kullerten. Bevor sie in ihrer Zerstörungswut fortfahren konnte, gebot ihr eine barsche Männerstimme Einhalt.

"Ist das eine Art, mit den Geschenken des Königs umzugehen?"

Marguerite fuhr herum, als Lord Bardrick, Henrys Haushofmeister auf Woodstock, ihre Gemächer betrat. Johanna machte einen hastigen Knicks und entfloh, wobei Marguerite nicht wusste, ob ihr Wutanfall oder die lüsternen Blicke des Vogts auf ihren üppigen Busen die Freundin in die Flucht jagten. Die Tür fiel ins Schloss, und Marguerite war allein mit dem Vertrauten des Königs, der seine verborgensten Geheimnisse kannte.

"Mylord", hauchte Marguerite und machte einen tiefen Hofknicks, der ihm einen tiefen Einblick in ihr Dekolleté gewährte. "Ich fürchte, Ihr seht mich nicht von Begeisterung überwältigt über meine bevorstehende Heirat mit Lord ... Lord ..." Sie gab vor, sich des Namens ihres zukünftigen Gemahls nicht zu entsinnen, bis Bardrick ihr zu Hilfe kam.

"Lord Orrick of Silloth."

"Ja, richtig. Lord Orrick of Silloth. Es liegt mir fern, mich dem König gegenüber respektlos zu erweisen. Im Gegenteil, ich fühle mich von seinen Aufmerksamkeiten und seinen Geschenken sehr geehrt."

Beide dachten an das kostbarste Geschenk, welches sie von Henry erhalten hatte - das gemeinsame Baby. Bedauerlicherweise war das Kind ein Mädchen. Dies war für Marguerites Pläne nutzlos, ja sogar hinderlich im Hinblick auf Henrys künftige Großzügigkeit und Zuneigung. Ein Knabe wäre akzeptabel und mit einem Adelstitel und Besitztümern ausgestattet worden, nicht anders als Henrys letzter unehelicher Sohn Geoffrey. Er hätte ihr auch gewisse Ansprüche an den König garantiert. Doch ihre vor wenigen Wochen geborene Tochter war völlig wertlos für sie. Sie hatte sie im Kloster zurückgelassen, wo sie zur Welt gekommen war, ein namenloser Bastard, der bei den Nonnen aufwachsen sollte. Zum Glück hatte Marguerites Schwester, die ihr Leben Gott geweiht hatte, sich bereit erklärt, den Säugling in ihre Obhut zu nehmen.

Bardrick öffnete die Tür und erteilte einer Zofe, die im Flur wartete, Anweisungen. "Lass das Kleid von einer Näherin flicken. Und beeil dich, Mädchen", befahl er schroff und versetzte ihr einen derben Stoß. "Es muss zur Hochzeit fertig sein, die morgen stattfindet."

Mit einem Anflug von Heiterkeit beobachtete Marguerite, wie die Dienerin das zerschlissene Gewand an sich raffte, auf dem Fußboden herumkroch, die abgesprungenen Perlen und Edelsteine einsammelte und hastig aus dem Zimmer huschte. Sie selbst hatte sich nicht von der Stelle bewegt.

"Will der König diese Farce tatsächlich noch weiter treiben?"

"Es ist kein Spiel, Mylady. Ihr werdet Lord Orrick heiraten! Der König duldet keinen Widerspruch."

"Und wenn ich mich dennoch weigere?" Marguerite konnte schlichtweg nicht glauben, dass dies das Ende sein sollte. Nein, Henry würde sie wieder zu sich nehmen. Es war ihm allerdings zuzutrauen, dass er erst im letzten Augenblick Einspruch erhob, um sie vor dieser ekelhaften Verbindung zu retten.

"Die letzten drei Menschen, die sich dem Wi

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