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Bananen bremsen nicht S-Bahn-Geschichten von Schubert, Gertraud (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 31.10.2016
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
7,49 €
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Bananen bremsen nicht

Anschluss verpasst? - Macht nichts, gab eh keinen. In der Wartezeit unterhalten Sie zehn Autoren mit 44 Geschichten: für S-Bahn-Hasser und S-Bahn-Liebhaber, Schwarzfahrer und Jahreskartenbesitzer und alle dazwischen. Es wird heiter bis mystisch, verspielt bis hart an der Realität, dabei immer phantasievoll. Steigen Sie ein. Passen Sie auf, wo Sie sich hinsetzen. Seien Sie gefasst auf Hexen, Vampire, Affen, Mäuse, Drachentöter, Grantelhuber und Oma Hilde. So sind Sie immer gut unterwegs mit der S-Bahn: Dieses Buch und Stempeln nicht vergessen. Gertraud Schubert, Jahrgang 48, schreibt seit sie einen Stift halten kann. Sie nützt die Möglichkeiten des Selfpublishing und Print-on-Demand für ihre diversen Werke, seien es Krimis, Science-Fiction oder Jugendbücher.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 316
    Erscheinungsdatum: 31.10.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783743120891
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 741kBytes
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Bananen bremsen nicht

Die verschwundene S-Bahn

Gertraud Schubert

Hier ist der bayrische Rundfunk mit Nachrichten.

München: Spurlos verschwunden ist seit heute Morgen 8.07 Uhr ein Zug der Linie S3. Fahrgäste berichteten, dass die S-Bahn wie jeden Tag am Ostbahnhof in den Tunnel unter der Innenstadt hineingefahren ist. Aber die Fahrgäste am Rosenheimer Platz warteten vergebens - der Zug, der schon auf den Bildschirmen angezeigt wurde, kam nicht an.

Weitere Nachrichten ...

Hier ist der bayrische Rundfunk. Wir unterbrechen die Sendung für eine wichtige Meldung:

Heute früh verschwand eine S-Bahn der Linie S3 spurlos. Der Fahrdienstleiter erklärte, er habe das Abfahrtssignal erteilt, die S-Bahn fuhr an und verschwand kurze Zeit später vom Bildschirm. Vermisst werden auch ca. 300 Personen, die in dieser S-Bahn auf dem Weg zu ihrer Arbeitsstätte waren.

Hier ist der bayrische Rundfunk mit aktuellen Meldungen zu der verschwundenen S-Bahn:

Bis jetzt hat man keine Spuren von ihr entdeckt. Vermutungen, dass sie von Terroristen entführt wurde, konnten bis jetzt nicht bestätigt werden. Ein Erpresserbrief ist noch nicht eingegangen.

Hier ist der bayrische Rundfunk mit Nachrichten.

München: Spurlos verschwunden ist seit heute Morgen 8.07 Uhr eine S-Bahn der Linie S3. Mittlerweile sind 17 Erpresserschreiben eingegangen. Vier sind von bekannten Gegnern des neuen Tunnels, 8 von Befürwortern. Diese Personen konnten bereits vernommen werden, wussten aber nichts über den Verbleib der S-Bahn und ihrer Passagiere zu sagen. Sie nutzten nur die Gelegenheit, um auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen. Die Staatsanwaltschaft hat gegen sie Anzeige wegen groben Unfugs erstattet. Drei der Erpresserschreiben sind von einem bisher nicht in Erscheinung getretenen Aktionsbündnis 'Schienenfreie Bahnen' unterzeichnet. Welche Personen dahinter stecken, ist unbekannt. Die weiteren Schreiben konnten noch nicht zugeordnet werden. Es treffen praktisch viertelstündlich neue Erpresserbriefe ein, in denen zum Teil horrende Summen als Lösegeld gefordert werden für die Freilassung der S-Bahn.

Eilmeldung der Polizei:

Alle verfügbaren Einsatzkräfte sind auf der Suche nach der verschwundenen S-Bahn. Die Fahndung wurde auf ganz Bayern ausgeweitet. Bisher konnte die verschwundene S-Bahn nirgends geortet werden.

Hier ist der Bayrische Rundfunk. Wir unterbrechen die Sendung für eine wichtige Meldung:

München: Die seit den frühen Morgenstunden verschwundene S-Bahn ist wieder aufgetaucht. Um 11:31 Uhr fuhr sie an der Station Hackerbrücke ein. Ob Lösegeld bezahlt wurde, ist nicht bekannt.

Hier ist der bayrische Rundfunk mit einer Sondersendung zur S-Bahn-Affäre.

Unsere Reporter haben einige der Fahrgäste befragt:

"Ich finde es unverschämt. Erst hält die S-Bahn nirgends und dann müssen wir an der Hackerbrücke alle aussteigen."

"Ab morgen fahre ich wieder mit dem Auto. Der S-Bahn-Verkehr ist einfach eine Zumutung. Da rast dieser Trottel von Zugführer einfach durch alle Stationen ohne anzuhalten. Und keiner erklärt den Fahrgästen, was los ist."

"Ich fahre jetzt schon seit über 40 Jahren täglich mit der S-Bahn von Deisenhofen nach München, und ich habe einiges an Pannen und Scherereien erlebt, das dürfen Sie mir glauben. Aber das, was heute passiert ist, das schlägt dem Fass die Krone ins Gesicht."

"Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Die ist einfach durch alle Stationen durchgefahren. Einfach durch. Nur durch."

"Ich hab gar nichts mitgekriegt. Ich war eingeschlafen und bin an der Hackerbrücke aufgewacht."

"Ja, die bei den Verkehrsbetrieben, die haben ja keine Ahnung, was so eine Verspätung für unsereinen bedeutet. Jetzt darf ich es meinem Chef erklären. Und dann natürlich reinarbeiten. Eine Sauerei ist das."

Hier ist der bayrische Rundfunk mit seiner Sondersendung zur S-Bahn-Affäre:

Wie sich bei Befragun

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