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BASTARD Thriller mit Youtube-Soundtrack von Josczok, Dirk (eBook)

  • Verlag: neobooks Self-Publishing
eBook (ePUB)
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BASTARD

TOM ist mit einer Lippen-Gaumenspalte auf die Welt gekommen. Zwar hat er gelernt, mit den Schmähungen der anderen zu leben. Trotzdem fühlt er sich noch immer als Außenseiter. Besonders, wenn es um das geht, was er sich am sehnlichsten wünscht: Love & Sex. Aber über seine Gefühle spricht Tom nicht. Viel lieber spielt er E-Gitarre. Mit ihrer Hilfe will er sich seinen großen Traum erfüllen - die eigene Band. Den passenden Namen hat er schon: BASTARD. Als Tom eines Nachts seine heimliche Liebe Jasmina bewusstlos am Straßenrand findet, scheint sich seine Sehnsucht zu erfüllen. Aber die Rettungsaktion gerät außer Kontrolle. Zu spät erkennt Tom, dass er einen verhängnisvollen Fehler begangen hat. Und der Albtraum hat gerade erst begonnen... DJ aka Dirk Josczok. Lebt als Autor und Musiker in Berlin. Zahlreiche Veröffentlichungen in Hörfunk, Fernsehen u.a. www.dirkjosczok.de

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 207
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783742774798
    Verlag: neobooks Self-Publishing
    Größe: 755kBytes
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BASTARD

Kapitel 1: INSIDE BASTARD

INSIDE BASTARD Intro

"Thomas?"

Wolf sah vom Mikro auf durch die getönte Scheibe. Nichts. Tom spielte weiter ohne aufzublicken, das Gesicht unter der Kapuze seines schwarzen Hoodies verborgen, in sich selbst versunken, weit weg, auf irgendeiner Bühne, die die Welt bedeutete.

Toms World: Roskilde, Wacken, Melt!

Wolf lächelte in seinen Graubart. Ein wenig melancholisch. So hatte er sich das früher selbst erträumt: just music!

Once upon the time - before family. Bevor der Ernst des Lebens ihm die Musima aus der Hand genommen und neben die Erinnerungsfotos an die Wohnzimmerwand gehängt hatte.

But: no regrets.

Es war gut so, wie es war. Wie es gekommen war: Hella, Apotheke, Tom.

Dass der Rock'n Roll darüber auf der Strecke geblieben war: kein Verlust - für niemanden. Er war ein miserabler Gitarrist gewesen. Zu mehr als Coversongs hatte es bei ihm nie ausgereicht. Stones, Beatles, Pudies. Nichts Eigenes. Bis auf den einen: Zu den Sternen. Aber da war es zu spät gewesen. Deutsche Einheit. Aus.

Bei Tom war das anders. Für ihn war die Gitarre mehr als nur ein Köder für die Mädels. Er ging in seinem Spiel auf. Das spürte man. Seinen Willen, seine Sehnsucht, seine Seele.

Strong and loud!

Kein Wunder, dass er ihn nicht hörte.

Oder ignorierte er ihn einfach?

Tom war ein Sturkopf. Eigenwillig, trotzig, impulsiv.

Sein Sohn.

Wolf wusste, was jetzt kommen würde, nach dem väterlichen Stolz: Schuld und Scham. Er kam nicht dagegen an. Die Erinnerung war stärker. Das schlechte Gewissen, das ihn immer noch verfolgte. Nach so vielen Jahren. Achtzehn plus. Wie eingeschweißt in seinem Hirn und Herzen.

Er sah Hella vor sich. Wie sie aus dem Bad gekommen war. Mit dem B-Test-Streifen in der Hand. Wie aufgeregt sie gewesen war.

Schwanger!

Ihr Glück, sein Super-Gau. Er hatte doch frei leben wollen - vögelfrei. Bloß keine bürgerliche Existenz. Schon gar nicht Kleinfamilienehe.

No kids, just fun!

Was für ein Idiot war er gewesen? Wie egoistisch. Wie ängstlich.

Sie hatten wochenlang geredet und gestritten. Weil sie es unbedingt hatte haben wollen. Auch ohne ihn. Sie waren kurz davor gewesen, sich zu trennen. Und dann hatte Hella ihm die Ultraschall-Aufnahmen gezeigt. Eines anderen Morgens, als sie von der Untersuchung aus der Charité zurückgekommen war. Aufgelöst. Verheult. Weil klar gewesen war, was die Schatten auf den Bildern zu bedeuten hatten.

Und dann hatten sie zusammen geheult. Und zusammengehalten.

Ihr Kind. Egal. Gemeinsam.

Wolf sah wie Tom die Saiten seiner Variax traktierte.

So viel Leben. So viel Wut.

Immer noch auf seine Eltern?

Weil sie ihm das angetan hatten?

Weil sie mit seiner Geburt zwar ihre Liebe besiegelt, ihn aber zum Opfer gemacht hatten? Zum Sorgenkind.

Wolf wollte das nicht denken. An all die Operationen, die Tom über sich hatte ergehen lassen müssen. Den physischen Schmerz und den Schlimmeren. Die neugierigen Blicke, die mitleidigen, die angeekelten. Die Hänseleien auf dem Spielplatz, in der Schule.

Wie hatte er das ausgehalten - anders auszusehen, als die anderen, nicht normal?

Was hatte er empfunden?

Was empfand er?

Wurde er noch immer angegafft und ausgelacht?

Von seinen Klassenkameraden?

Tom hatte sich nie beklagt.

Hatte er Freunde in der Schule?

Eine Freundin?

Sie wussten es nicht. Tom erzählte nichts und sie fragten nicht. Sensibles Thema.

Dabei war das die Lösung, fand Wolf. Frauen waren immer die Lösung. Für alles.

Tom hatte noch nie eine mit nach Hause gebracht, entführt in seinen Übungskeller - his castle and kingdom. Wahrscheinlich wussten die Mädels in seiner Schule nicht mal, dass er E-

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