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Beim zweiten Mann wird alles besser Roman von Alliott, Catherine (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.09.2014
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Beim zweiten Mann wird alles besser

Großartige englische Frauenunterhaltung voller Wärme, Witz und Herz
Die ganz große Liebe war es zwischen Poppy und Phil eigentlich nie. Doch mit der Überraschung, die ihr superkorrekter Ehemann ihr nach seinem Unfalltod beschert, hätte Poppy niemals gerechnet: Denn plötzlich steht seine Geliebte vor der Tür und erhebt Anspruch auf sein Erbe. Was zu viel ist, ist zu viel. Poppy nimmt den Kampf gegen die Geliebte auf - und zieht ganz nebenbei die Aufmerksamkeit sämtlicher lediger Männer des Dorfes auf sich. Dumm nur, dass der Einzige, der ihr gefällt, anscheinend nicht von seiner glamourösen Exfrau lassen kann ...

Catherine Alliott ist in Hertfordshire geboren und aufgewachsen. Nach ihrem Studium an der Warwick University zog sie nach London, wo sie als Werbetexterin arbeitete. Heute lebt sie zusammen mit ihrem Mann und ihren drei Kindern wieder in ihrer Geburtsstadt. Ihre heiteren Frauenromane wurden schon mehrfach ausgezeichnet.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 544
    Erscheinungsdatum: 15.09.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641151249
    Verlag: Blanvalet
    Originaltitel: A Rural Affair
    Größe: 841 kBytes
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Beim zweiten Mann wird alles besser

1

W enn ich ganz ehrlich bin, dann hatte ich mir schon hin und wieder vorgestellt, Phil könnte sterben. Ich spreche hier nicht davon, dass ich des Nachts wachlag und sein Ableben plante, nein, ich konnte an einem ganz normalen Donnerstagmorgen meinen Einkaufswagen durch die Gänge schieben, eine Packung Weetabix hineinlegen oder unterwegs sein, um Clemmie aus dem Kindergarten abzuholen, und dabei an seinen Tod denken – und zwar eher so halbherzig, beiläufig. Wie das eben ist, wenn man sich langweilt und zwei kleine Kinder zu versorgen hat und seit geraumer Zeit mit einem eher nervigen Mann verheiratet ist. Da fragt man sich schon mal, wie das Leben eigentlich ohne diesen Ehemann wäre. Und denkt dabei natürlich immer nur an das Leben danach, den schönen Teil, nicht an die unschönen Details des Todes selbst.

Die Vorstellung, das Haus ganz für mich zu haben, gefiel mir. Diese scheußlichen Ledersofas in Durchfallbraun rauszuschmeißen, sie nie mehr bis in die letzte Falte absaugen zu müssen und nie mehr das Haus so klinisch sauber zu halten, wie er das wollte, weil er es von seiner Mutter so gewohnt war. Nicht mehr wöchentlich die Scheuerleisten abwischen oder einmal pro Monat die Matratze wenden müssen. Nicht mehr Fleisch und zwei Gemüse, sondern lieber viel öfter Nudeln. Oder nur ein gekochtes Ei. Nicht mehr die Herbstblätter zusammenrechen müssen, stellte ich mir vor, während eines auf meine Windschutzscheibe geflattert kam, ein schönes, blutrotes Ahornblatt, das abwärts trudelte und mir dabei zuzwinkerte. Ich könnte sie einfach liegenlassen, wo sie hinfielen, ein rot-goldener Teppich auf dem Gras, so wie es von der Natur vorgesehen war, anstatt wie eine Verrückte nach draußen rennen zu müssen, sobald das erste Blatt fiel, während Phil brüllte: "Schnell! Jetzt geht's los!", und wie wild harkte. Solcherart waren meine Gedanken an seinen Tod – ganz und gar unverfänglich und harmlos –, die an die Oberfläche stiegen, dann versanken, nur um ein paar Wochen später wieder aufzutauchen. Beispielsweise wenn ich mit meinen Kindern alleine war; ich warf beim Fahren einen Blick in den Rückspiegel und sah, wie meinem kleinen Sohn der Daumen aus dem Mund rutschte und sich seine Augen langsam schlossen. Ich streckte die Hand nach hinten und nahm ihm die Saftpackung weg, die er mit seinen Patschehändchen umklammert hielt.

Es stimmt schon, wenn ich mich dann wieder am Lenkrad zurechtsetzte, konnte es passieren, dass meine Gedanken, nur manchmal und nur ganz flüchtig, zu den technischen Details der Sache wanderten. Vielleicht ein Teil von einem Gerüst, das ihm auf den Kopf fiel bei der Baustelle, unter der er jeden Morgen auf seinem Weg von Charing Cross zum Ludgate Circus hindurchging: die vor dem Savoy, an der sie schon seit Monaten herumbauten. Oder einer der Arbeiter ließ seinen Hammer fallen. Klonk. Aber nach sechs Monaten hatten sie das Gerüst schließlich abgebaut – das hatte ich kontrolliert. Tja ... wie wäre es dann mit einem Mückenstich, der zu einer Sepsis führte? Schnell und schmerzlos im Jahresurlaub – es war immer Spanien, immer zum Fahrradfahren. Jedes Jahr das gleiche Hotel, mit anderen Radsportbegeisterten. Ich las meistens und kümmerte mich um die Kinder. Aber der Sommer verging und Phil blieb ungestochen. Um gelassen den Wintermonaten entgegensehen zu können, stellte ich mir gern vor, wie er auf dem Weg zum Dorfladen, wo er sich jeden Morgen seine Zeitung holte, auf dem Eis ausrutschte.

"Es ging alles so schnell", würde Yvonne, die Besitzerin des Dorfladens, sagen. "Im einen Augenblick hat er noch gesund und munter den Laden verlassen mit seinem Telegraph und im nä

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