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Biarritz (Historischer Abenteuerroman) von Retcliffe, John (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.04.2015
  • Verlag: e-artnow
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Biarritz (Historischer Abenteuerroman)

Dieses eBook: 'Biarritz (Historischer Abenteuerroman)' ist mit einem detaillierten und dynamischen Inhaltsverzeichnis versehen und wurde sorgfältig korrekturgelesen. Aus dem Buch: 'Dazu brüllte der Ocean, brauste die See, heulte und zischte es wie eine Legion entfesselter Dämonen in den Lüften. Jeder glaubte seine letzte Stunde gekommen, Niemand hoffte auf Rettung mehr, denn keiner noch hatte Aehnliches erlebt, und dennoch waren erfahrene wettergebräunte Männer genug in der Bemannung des Schiffes, die in allen Zonen der Erde muthig dem Tode in's Auge gesehen. Aber die Gnade Gottes ist auf den tobenden Wässern wie auf den lachenden Fluren des Landes!' Sir John Retcliffe, eigentlich Hermann Ottomar Friedrich Goedsche (1815-1878), war ein deutscher Schriftsteller. Er benutzte auch das Pseudonym Theodor Armin. Die 'Historisch-politischen Romane aus der Gegenwart' von Sir John Retcliffe sind mit Abenteuern angereicherte Tendenzromane, die das gesamte politische Geschehen seiner Zeit zum Inhalt haben. Literarisch steht er in der Tradition des historischen Romans, wie ihn Walter Scott, Charles Sealsfield und Theodor Mügge pflegten, den er allerdings mit sensationellen Elementen anreicherte und sich dabei von Autoren wie Eugène Sue, Alexandre Dumas dem Älteren und George Hesekiel leiten ließ. Weitere Impulse gaben die Reise- und Kriegsberichte Friedrich Wilhelm Hackländers und Hans Wachenhusens sowie sein Freund Louis Schneider, der ein Fachmann auf dem Gebiet der Diplomatie an Fürsten- und Königshäusern war.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 486
    Erscheinungsdatum: 30.04.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9788026836353
    Verlag: e-artnow
    Größe: 3956 kBytes
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Biarritz (Historischer Abenteuerroman)

Lazienki
Inhaltsverzeichnis
1. Die schwarze Brüderschaft

Dem schönen milden Herbsttage, - es war der 24. Oktober, Mittwoch - war ein milder feiner Regen gefolgt, der jetzt aufhörte und einem glänzenden klaren Sonnenhimmel Platz machte.

Ganz Warschau war in Bewegung - die eine Hälfte, sich an dem Glanz der kaiserlichen Hofhaltung und der zahlreichen fürstlichen Gäste zu erfreuen, - die andere, darüber zu grollen und finstere Pläne zu schmieden.

Es war zur Zeit jener Zusammenkunft der drei Repräsentanten der mit dem pariser Vertrage zerrissenen alten heiligen Alliance, der zweiten Nachfolger jener Fürsten, welche das mächtige Bündniß geschlossen, das Europa während 35 Jahren den Frieden gesichert hatte. Die mächtigen Wogen der Ereignisse, die alle Grundvesten der früheren Zustände unterwühlt und in's Wanken gebracht, forderten unter den Mächtigen der Erde, denen Gott die Geschicke der Völker anvertraut hat, neue Verständigungen, neue Bündnisse, um dem Anstürmen der Revolutionen im Purpur wie in der Blouse die Spitze bieten und den Drang nach Reformen in ein gedeihliches Bett leiten zu können.

Die Zusammenkunft folgte der des Prinz-Regenten von Preußen mit dem Kaiser von Oesterreich am 25. Juli in Teplitz und mit der Königin von England am 12. Oktober in Coblenz und war schon lange vorher in diplomatischen Kreisen und den Zeitungen discutirt worden. Die Bemühungen Frankreichs, sie zu hintertreiben, waren vergeblich geblieben.

Am 20sten waren der Kaiser von Rußland und der Großfürst Thronfolger, der erste mit seinen fürstlichen Gästen von der Jagd im Bialowiczer Urwalde, in Warschau eingetroffen; am Tage darauf war der Prinz-Regent von Preußen, am Montag der Kaiser von Oesterreich angekommen. Militairische Schauspiele auf dem Powasker Felde und glänzende Festlichkeiten hatten sich seitdem gereiht.

Auch am Tage, an welchem wir näher in die Scene dieser Feste eintreten, hatte am Mittag ein großes Manövre im Feuer stattgefunden - die Minister, von denen jeder der drei Monarchen begleitet war, hatten am Morgen einander ihre Besuche gemacht.

Es war 8 Uhr Abends - also in dieser Jahreszeit schon vollkommen dunkel. Die Stabsoffiziere, die Spitzen der Beamtenkreise, die vornehme Welt war zu dem Fest auf Lazienki geladen, das mit einer Vorstellung des Ballets "Der Seeräuber" in dem zierlichen Parktheater am großen Bassin begann, und mit einer glänzenden Illumination des Parks beschlossen werden sollte. Halb Warschau war die große Allee und die Wiejska entlang hinaus geströmt, um das feenhafte Schauspiel mit anzusehen, denn noch hatten die geheimen Wühlereien der "Rothen" nicht die spätere Gewalt über das Volk erlangt, um selbst dessen Schaulust in das Programm der Revolution einzuschränken. -

Die Zakrocymska entlang, aus der Gegend der Citadelle, die in ihrer Vergrößerung jetzt die ganze Stadt beherrscht, kamen in dunkle Mäntel gehüllt zwei Männer, blieben zuweilen an einer oder der anderen Ecke der einmündenden Gassen stehen und tauschten im Vorübergehen einige kurze Worte mit Personen, die wie zufällig dort sich umherzutreiben oder irgend einem Geschäft nachzugehen schienen. Die Worte waren so flüchtig und unhörbar, daß selbst die nächsten Vorübergehenden sie nicht hätten verstehen, kaum bemerken können. Auch die gegenseitige Unterhandlung bestand nur in abgerissenen gleichgültigen Bemerkungen, und nur zuweilen fiel ein Wort, das einem ganz anderen Ideengang der Beiden zu gehören schien, als die gleichgültige Unterhaltung, die sie für die Vorübergehenden führten; denn die Straße war trotz der allgemeinen Wanderung nach Lazienki sehr belebt, da ein Theil der Truppen, welche am Mittag das Manövre ausgeführt, die Erlaubniß erhalten hatte, über die Retraite auszubleiben.

Die beiden Männer, die wir begleiten, waren von verschiedener Gestalt und verschiedenem Alter. Der Eine groß, schlank, trug einen Hut und schien, wie das Licht der Gasl

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