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Bitte keine Nieten mehr! von Orsoff, Beth (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 05.11.2015
  • Verlag: LYX
eBook (ePUB)
6,99 €
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Bitte keine Nieten mehr!

Die Anwältin Julie Burns hat es satt, darauf zu warten, dass der Mann fürs Leben irgendwann einmal vor ihrer Haustür auftaucht. Nach einer besonders schlechten Erfahrung beschließt sie, die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Schließlich müssten die allgemein anerkannten Regeln der Wahrscheinlichkeitsrechnung doch auch für die Liebe gelten, oder? Je mehr Männer man kennenlernt, desto wahrscheinlicher ist es, dass 'der Eine' unter ihnen ist. Julie lässt daraufhin nichts unversucht, möglichst viele Dates zu ergattern. Doch dass das vielleicht nicht die beste Idee ist, wird ihr nach dem ersten Katastrophen-Abend schnell klar. Bald muss sie sich eingestehen, dass es im Leben manche Dinge gibt, die sich nicht errechnen lassen - und dass die Liebe einen meistens genau dann findet, wenn man es am wenigsten erwartet. (ca. 480 Seiten) Beth Orsoff war sich ziemlich sicher, nach einem Job als Rettungsschwimmerin und einem Abschluss in Filmwissenschaften als Anwältin endlich im richtigen Leben angekommen zu sein. Als sie jedoch von ihrem ersten Gehaltsscheck das Buch 'Wie schreibe ich einen Roman' kaufte, beschlich sie die Ahnung, dass es für sie vielleicht noch mehr auszuprobieren gibt. Heute schreibt sie hauptberuflich Liebesromane und hat bisher nichts gefunden, was ihr aufregender erscheint.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 480
    Erscheinungsdatum: 05.11.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783802599439
    Verlag: LYX
    Größe: 641 kBytes
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Bitte keine Nieten mehr!

Kapitel 1

Hochzeit des Schreckens

"Heirate mich", sagte er.

Ich sah ihm in die wässrigen, braunen Augen. "Du bist betrunken."

"Nein, bin ich nicht", war alles, was er herausbekam, bevor er erneut rülpste und die Luft mit dem sauren Geruch von schalem Bier erfüllte. "Wenn du mir einen Korb gibst, wirst du es bereuen, vielleicht nicht heute, vielleicht nicht morgen, aber bald. Und dann für den Rest deines Lebens!"

Ich brauchte einige Sekunden, bis mir einfiel, wo ich diese Worte schon einmal gehört hatte. "Du kannst mir doch keinen Antrag mit Worten machen, die du aus Casablanca gestohlen hast. Und außerdem ist das die Ansprache, die Humphrey Bogart Ingrid Bergmann hält, um sie davon zu überzeugen, ihn nicht zu heiraten."

"Oh", sagte er nur, bevor er die Augen schloss und den Kopf wieder auf den Tisch legte, seinen Ruheplatz der vergangenen halben Stunde.

Der Empfang meiner Cousine Sharon war typisch für eine große jüdische Hochzeit. Eine formelle Angelegenheit mit mehr als zweihundert Gästen, die alle bald betrunken waren und bei der die über Vierzigjährigen überall im Raum Samba tanzten. Ich war eine von neun Brautjungfern. Die einzige, die kein Date mitgebracht hatte. Deshalb saß ich am Ende neben Peter, dem vierzehnjährigen Bruder des Bräutigams. Er hatte auch kein Date. Aber zumindest hatte er eine gute Ausrede. Er war noch nicht alt genug, um seine Freundin zu der Hochzeit zu fahren.

Trotz der vielen Leute verbrachte ich den Großteil des Abends damit, mich an meinem Tisch zu verstecken. Es war der einzige Platz, an dem jemand, der so gekleidet war wie ich, nicht auffiel. Ich trug ein blaugrünes Polyesterkleid mit Schulterpolstern - groß genug für einen Footballspieler - und mit mehr Tüll, als man für ein Tutu brauchte. Als der Vierzehnjährige jedoch so aussah, als könnte er sich jeden Moment übergeben, beschloss ich, mein Glück woanders zu versuchen. Selbst Verhöre durch meine Verwandten waren besser, als vollgekotzt zu werden.

Ich war erst drei Meter weit gekommen, als jemand quer über die Tanzfläche meinen Namen rief. Automatisch drehte ich mich um. Rose, die Tante meiner Mutter, winkte mir zu. Es war zu spät, um noch in die andere Richtung zu laufen. Wir hatten bereits Blickkontakt hergestellt.

Tante Roses weißblondes Haar funkelte im Licht des Kronleuchters, als sie sich in ihrem mit schwarzen Pailletten bedeckten Cocktailkleid durch den Raum schob, meinen Onkel Ed im Schlepptau. "Julie, Liebes", sagte sie und ergriff meine Hände, "wo bist du gewesen? Wir haben den ganzen Abend nach dir gesucht."

Auf der Flucht vor meiner Familie. "Ich bin nur zwischen den anderen blaugrünen Ballerinen untergegangen", antwortete ich.

"Mach dich nicht lächerlich, Liebes, diese Kleider sind wunderschön. Findest du nicht auch, Ed?"

"Wunderschön", bestätigte Ed, der sich mit seinem Taschentuch das gerötete Gesicht abtupfte.

"Also, erzähl uns, wie es dir geht, Liebes", bat Tante Rose. "Ich glaube nicht, dass wir dich seit der letzten Hochzeit gesehen haben. Wessen Hochzeit war das noch mal?"

"Madelines."

"Richtig." Sie ließ meine Hände los, um mit ihren den Worten mehr Nachdruck zu verleihen. "Dein armer Onkel Jerry - zwei Hochzeiten gleich nacheinander stemmen zu müssen."

Ich nickte mitfühlend. Insgeheim hatte ich gehofft, dass Sharon wenigstens so lange warten würde, bis ich jemanden gefunden hatte, den ich zu ihrer Hochzeit hätte mitnehmen können.

"Natürlich ist Joan begeistert, dass ihre beiden Töchter jetzt unter der Haube sind. Und beide noch unter dreißig. Wie alt bist du jetzt, Liebes?"

"Zweiunddreißig", sagte ich und zwang mich zu einem Lächeln.

"Keine Sorge, Liebes. Deine Zeit wird kommen."

"Julies Zeit sollte besser bald kommen, sonst geht sie hinterher leer aus." Ich erkannte diese höhnische Stimme, noch

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