text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Bleib für eine Nacht und immer von Yates, Maisey (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.10.2016
  • Verlag: INK
eBook (ePUB)
8,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Bleib für eine Nacht und immer

Seit dem Tod seiner Frau widmet Connor Garrett seine ganze Aufmerksamkeit der Ranch seiner Familie in Copper Ridge, Oregon. Als die hübsche Felicity Foster Unterschlupf sucht, bietet er ihr an, vorübergehend bei ihm zu wohnen. Dafür sind Freunde schließlich da. Doch die Gefühle, die Felicitys Gegenwart in Connor auslöst, gehen weit über Freundschaft hinaus ... Mit dreiundzwanzig Jahren veröffentlichte Maisey Yates ihr erstes Buch. Seither schreibt sie mit großem Erfolg Liebesromane. Sie lebt mit ihrem Mann und drei Kindern in Oregon.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 400
    Erscheinungsdatum: 14.10.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783802599040
    Verlag: INK
    Originaltitel: Copper Ridge Brokedown Cowboy
    Größe: 641 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Bleib für eine Nacht und immer

1

Connor Garrett war ein erwachsener Mann. Er wusste, dass man nichts zu befürchten hatte, wenn man schlief. Dass die Dunkelheit in seinem Zimmer nichts Gefährlicheres verbarg als ein Paar achtlos hingeworfener Cowboystiefel, an denen er sich den Zeh stoßen konnte, wenn er mitten in der Nacht verschlafen zur Toilette tappte.

Das wusste er so gut, wie er wusste, dass die Sonne zu dieser Jahreszeit um kurz vor sechs über den Bergen aufging, ob ihm das passte oder nicht. Dass von der Küste her ein Sturm heranzog, wenn der Wind frühmorgens nach Salz roch. Dass unfreiwillige Zusammenstöße mit Stacheldrahtzäunen höllisch wehtaten. Dass Holzscheunen irgendwann abbrannten und Menschen, die man liebte, irgendwann fort waren.

Ja, das alles wusste er.

Doch es hielt ihn nicht davon ab, in den meisten Nächten schweißgebadet aufzuwachen, während sein Herz lauter hämmerte als die Hufe eines scheuenden Pferdes auf dem Boden der Rodeo-Arena.

Denn auch wenn Connor Garrett genau Bescheid wusste, sein Unterbewusstsein hatte es noch nicht begriffen.

Er saß kerzengerade im Bett, Schweißtropfen auf der Stirn und der nackten Brust. Wenn sein Körper nicht ständig so reagieren würde, hätte er sich jetzt besorgt gefragt, ob er einen Herzinfarkt hatte. Leider wusste er inzwischen, dass dieses Herzrasen in Verbindung mit den Schmerzen in der Brust nur ein Zeichen von Stress war. Von Angst.

Von dieser verdammten hartnäckigen Trauer, die einfach nicht nachlassen wollte, auch wenn die Jahre vergingen.

Dass er allein im Bett aufwachte, überraschte ihn nicht mehr - immerhin war das jetzt seit drei Jahren so. Aber es war ihm bewusst. Jedes Mal aufs Neue merkte er deutlich, wie kalt die Laken auf ihrer Seite des Bettes waren. Dabei war dies nicht einmal mehr das Bett, in dem er mit Jessie geschlafen hatte. Vor etwa einem Jahr hatte er sich ein neues gekauft, weil er es einfach zu deprimierend fand, weiter in ihrem gemeinsamen Bett zu schlafen. Aber die Veränderung hatte nicht so gewirkt wie erhofft.

Denn egal was er versuchte, ob er sich am Abend mitten ins Bett legte oder sogar auf die Seite am Fenster, er landete doch stets auf seiner Seite.

Der Seite zur Tür hin. Von der aus er jederzeit Einbrecher und andere Gefahren abwehren konnte. Von der aus er die Person beschützen konnte, die neben ihm lag. Der Seite, auf der er während seiner achtjährigen Ehe stets geschlafen hatte. Man hätte fast glauben können, dass ihn der Geist seiner verstorbenen Frau jedes Mal auf diese Seite wälzte, während er schlief.

Und ihn dann aufweckte.

Leider besaß Jessie nicht einmal den Anstand, bei ihm zu spuken. Sie war einfach weg. Stattdessen herrschte Leere. In seinem Bett, in seinem Haus, in seiner Brust.

Und wenn sich seine Brust einmal nicht leer anfühlte, dann war sie erfüllt von Schmerz und einem überwältigenden Gefühl des Grauens, das seinen gesamten Körper beherrschte und ihm das Atmen unmöglich machte. So wie jetzt.

Er schwang die Beine aus dem Bett. Der Holzboden fühlte sich unter seinen nackten Füßen kalt an. Connor stand auf, trat ans Fenster und blickte hinaus in die Dunkelheit. Er sah die Kiefern als schwarze Schatten und dahinter, noch dunkler, die Silhouetten der Berge gegen einen etwas helleren Himmel. Links unten konnte er gerade noch die vordere Veranda erkennen. Und den goldenen Schein der Verandabeleuchtung, die er wohl angelassen hatte, als er schlafen gegangen war.

Seine Brust wurde eng. Wahrscheinlich war er deshalb aufgewacht.

Schlagartig fiel ihm sein Traum wieder ein. Eigentlich war es kein richtiger Traum gewesen, sondern eher eine Folge von Bildern.

Wie er spätnachts die Tür öffnete und sein Bruder Eli vor ihm stand, mit einer derart grimmigen und düsteren Miene, wie Connor es noch nie bei ihm erlebt hatte. Da das Licht auf der Veranda brannte, war Eli von einem Kranz aus goldenem Lich

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen