text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Blutroter Frost Ladythriller von Winter, Meredith (eBook)

  • Verlag: epubli
eBook (ePUB)
3,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Blutroter Frost

Julie, 35, Anästhesistin, will sich mit einer eigenen Tageschirurgie selbstständig machen. Doch sie wird unwissend Mitglied einer Leichenteilmafia, welche beabsichtigt, ihren OP, als Sektionssaal zu nutzen. Zu verdanken hat sie dies ihrem Exfreund Benjamin, der sich als Makler ausgibt und durch sein erneutes Liebeswerben vorhat, sich Zugang zu ihrer Praxis zu verschaffen. In die Quere kommt ihm dabei Spencer, der neue Freund von Julie. Und er ist beizeiten nicht der Einzige, nach dessen Leben die Leichenteilmafia trachtet ... Meredith Winter, lebt und arbeitet in der Stadt der 'Roten Rosen', ist alleinerziehende Mutter von drei Kindern und gelernte Ernährungsberaterin.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783745024999
    Verlag: epubli
    Größe: 4124 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Blutroter Frost

Kapitel 1

Freitag - 08. D ezember 2006

Verbissen schabte Julie das festgefrorene Eis von ihrem Auto, das sich über Nacht wie eine feine Schicht auf den Rover gelegt hatte. Während sie mit aller Kraft, die sie kratzte, nahm sie sich vor, nach diesem misslungenen Start in den Tag nicht über den weiteren Verlauf des Vormittags zu spekulieren. Sie war nicht nur spät dran, sondern hatte wegen des Jetlags auch äußerst schlecht geschlafen. Die unangenehme Vorstellung, unpünktlich zu sein, gab ihr die nötige Energie, bereits zehn Minuten später den Motor starten zu können. Ein erleichterter Blick auf die Uhr zeigte ihr, dass sie es schaffen würde. Ungeduldig zog sie sich die Mütze vom Kopf. Sie war ganz schön ins Schwitzen geraten im Kampf gegen den Frost. Auf die Autoheizung konnte sie jetzt getrost verzichten.


Zwei geruhsame Wochen in Irland lagen hinter ihr. Sie war direkt von Milwaukee aus am Morgen nach Thanksgiving aufgebrochen.

Auf ihren langen Spaziergängen in den einsamen Buchten, in denen nur das Gekreische der Seevögel und das Wellenrauschen ihre Ruhe unterbrochen hatten, hatte sie endlich die Muße gefunden, zu sich zu kommen, ihre Gedanken zu ordnen und sich für die vor ihr liegende Zeit zu wappnen.


Fünfzehn Minuten später betrat sie den kleinen Coffeeshop, in dem zu dieser Uhrzeit wie gewöhnlich hektische Betriebsamkeit herrschte. Nachdem sie sich den Schnee vom Mantel geklopft und dabei den missbilligenden Blick einer Frau geerntet hatte, die direkt hinter ihr stand, sah sie sich suchend im Café um. Sie hatte vor ihrem Antritt als Vertretung dreißig Minuten Lunchzeit mit ihrem Makler eingeplant, der ihre zweiwöchige Abwesenheit - so hoffte sie jedenfalls - dazu genutzt hatte, das perfekte Gebäude für ihre frisch erworbene Unabhängigkeit zu finden. Nachdem sie drei Jahre lang im Medical Center gearbeitet hatte - wobei das Wort "gearbeitet" noch untertrieben war, sich zerrissen hatte, würde es eher treffen - hatte sie einen kurzen Blick auf ihre Finanzen geworfen, ihre Kündigung eingereicht und war bereit gewesen, ihr vergangenes Leben hinter sich zu lassen, um ein neues zu beginnen. Und am Tisch rechts neben dem Fenster sah sie auch schon einen Teil ihres alten Lebens sitzen, in der Hand einen Milchkaffee. Als er sie erblickte, winkte er übertrieben mit der linken Hand. Mit gemischten Gefühlen ging sie auf ihn zu.

"Sláinte."

"Cheers", erwiderte Benjamin grinsend, der sich inzwischen erhoben hatte und ihre Hand zur Begrüßung länger als nötig festhielt.

"Ich hoffe, es gibt einen Grund, um anzustoßen", entgegnete sie, während sie die Knöpfe ihres Mantels öffnete.

"Wenn du damit deine zukünftige Arztpraxis meinst, dann werden dich die Immobilien, die ich in deiner Abwesenheit besichtigt habe, vollständig befriedigen", antwortete er und unterdrückte ein zweideutiges Lächeln.

Julie, die damit beschäftigt war, ihren Trenchcoat über den Stuhl zu hängen und vorgab, dies hoch konzentriert zu tun, murmelte: "Sehr schön", bevor sie unter Benjamins herausfordernder Miene Platz nahm.

"Was darf es sein?", fragte die Bedienung, die plötzlich neben ihnen stand und gelangweilt auf sie herabschaute.

Ohne einen Blick auf die Karte zu werfen, erwiderte sie: "Ein Glas frisch gepressten Orangensaft und ein Chicken Philly Sandwich mit Salat, bitte."

Kaugummi kauend notierte das Mädchen die Bestellung und wandte sich dann dem Nachbartisch zu.

Lächelnd und mit einem Gesichtsausdruck, den Julie nicht deuten konnte und wollte, sah Benjamin sie an. "Die Auszeit hat dir gut getan. Du siehst bezaubernd aus." Er hob seine Hand

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen