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Cattle Valley: Ein Hauch von Zukunft von Lynne, Carol (eBook)

  • Verlag: Cursed
eBook (ePUB)
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Cattle Valley: Ein Hauch von Zukunft

Sam und Isaac sind schon seit vielen Jahren ein Paar und führen gemeinsam das kleine Krankenhaus in Cattle Valley. Mit sich und ihrer Beziehung vollkommen zufrieden schlägt die Ankunft von Physiotherapeut Matt zwischen ihnen ein wie ein Blitz. Nicht nur, dass Matt deutlich jünger ist als die beiden Ärzte, er hat zudem mit den Nachwirkungen seiner Kriegseinsätze im Irak zu kämpfen. Doch ihre Gefühle füreinander sind nicht zu leugnen und Widerstand scheint zwecklos...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 126
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958236585
    Verlag: Cursed
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Cattle Valley: Ein Hauch von Zukunft

Kapitel 1

"Jeffries!", schrie der Pilot, als er in den Helikopter sprang.

Scheiße. Matt beeilte sich, in den Heli zu klettern. Er gab Chuck das Daumen-hoch-Signal, als sich der Blackhawk in die Luft erhob. Während sie über die Außenbezirke von Bagdad flogen, konnte Matt spüren, wie der Schweiß begann, unter der Flakweste seine Wirbelsäule hinab zu rinnen. Das hier war der Irak. Es schien keine Rolle zu spielen, dass die Sonne vor Stunden untergegangen war oder dass sie sich sechzig Meter weit oben in der Luft befanden, die Temperatur betrug immer noch etwa siebenundzwanzig Grad.

Direkt vor ihnen konnte er das Feuer der Autobombe erkennen, die in einen militärischen Außenposten gefahren worden war. Der aufsteigende Rauch brannte in seiner Nase. Nach dem Bericht zu urteilen, den sie über Funk erhalten hatten, waren schwere Verletzungen und mehrere Verluste zu erwarten.

Matts Magen zog sich zusammen. Das war etwas, an das er sich nie gewöhnt hatte. Es war egal, ob er die Soldaten persönlich kannte, sie waren immer noch Soldaten und deswegen seine Brüder und Schwestern.

Chuck ließ den Helikopter sanft aufsetzen. Ohne Zeit zum Nachdenken sprangen sie auf den Boden und rannten. Die nächsten Augenblicke bestanden aus organisiertem Chaos, während die Verwundeten gesichtet wurden. Die Soldaten, die es geschafft hatten, ohne ernsthafte Verletzungen davonzukommen, halfen dabei, diejenigen zu verladen, deren Leben davon abhing, das Sina-Krankenhaus in Bagdad zu erreichen.

Innerhalb von Minuten war der Blackhawk wieder in der Luft und Matt versuchte verzweifelt, einen Jungen von etwa zwanzig Jahren zu retten. "Komm schon", sagte er, während er dem Soldaten eine Herzdruckmassage verpasste.

Neben ihm versorgte sein Freund Danny einen Korporal, dessen Bein von einem umherfliegenden Stück Metall abgetrennt worden war.

Blut. Da war immer so viel Blut. Der Kupfergeruch war etwas, was er niemals vergessen würde.

"Wie geht's deinem Patienten?", fragte Danny über das Headset.

Matt schüttelte traurig den Kopf. Er wusste, solange er die Herzdruckmassage weiterhin aufrechterhielt, würde der junge Mann das Krankenhaus lebend erreichen, doch die Prognose war von da an düster. Allerdings geschahen auch manchmal Wunder und Matt hoffte auf eines für diesen speziellen Rekruten.

Eine Hand ergriff seinen Ärmel. Matts Aufmerksamkeit richtete sich auf den verletzten Soldaten auf seiner anderen Seite. Der Mann war nicht bei Bewusstsein gewesen, als sie ihn verladen hatten. Ein Granatsplitter steckte in seinem Hals. Sie alle wussten es besser, als das Stück Metall anzurühren, und so hatten sie den Soldaten eingeladen und eine intravenöse Infusion begonnen.

"Hilf mir", keuchte der Mann.

Offenbar hatte sich der Metallsplitter im Hals des Soldaten während des Wechsels in den Heli verschoben. Mit jedem Atemzug verlor der Mann viel Blut.

Matt sah sich im Inneren des Blackhawks um. Es war niemand verfügbar, um dem blutenden Mann zu helfen. Matt wusste, wenn er die Herzdruckmassage bei dem jungen Mann, den er versorgte, einstellte, würde er mit Sicherheit Augenblicke vom Krankenhaus entfernt sterben. Scheiße.

Das war der schlimmste Teil seines Jobs. Es war, als würde er tagtäglich Gott spielen. Wie kann man mit der Schuld leben, ein Leben zu opfern, um ein anderes zu retten?

Matt atmete tief ein und fuhr mit der Herzdruckmassage fort. Er schaute den blutenden Mann neben sich an. "Versuch, dich zu entspannen. Wir sind fast da."

"Bitte", flehte der Verwundete.

"Es tut mir leid", sagte Matt. "Ich kann nichts weiter für dich tun, du brauchst einen Chirurgen." Bereits als er es sagte, musste er zusehen, wie sich die Augen des Rekruten zu schließen begannen. Als der Blackhawk aufsetzte, beobachtete Matt, wie das Leben de

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