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Chaos im Weißen Haus Liebe, Macht & Mr President von Buckley, Christopher (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.12.2014
  • Verlag: Louisoder-Verlag
eBook (ePUB)
13,99 €
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Chaos im Weißen Haus

'Chaos im Weißen Haus', der literarische Erstling des großen amerikanischen Erzählers Christopher Buckley, ist ein Gefühlsfeuerwerk zwischen Anarchie und Hysterie auf den Korridoren der Macht - und schlicht das lustigste Buch über Politik, das man sich vorstellen kann. Der geniale Erstling von Christopher Buckley, dem Autor von Thank you for smoking. Vom Vertrauten des US-Präsidenten zum Berater der First Lady - Herb Wadlough, der Held in Chaos im Weißen Haus, beschreibt seine sagenhaft nervenaufreibende Karriere im Haushalt des Präsidenten. Und erzählt uns süffisant-amüsiert, wie es zugeht im wichtigsten Wohnzimmer der Welt - im Oval Office, drum herum - und gar nicht so wenig von der 'First-Ehe', der von Mr President und Jessie, hoch attraktive und hoch eigenständige Präsidentengattin ...

Christopher Buckley verarbeitet in Chaos im Weißen Haus (Originaltitel: The White House Mess) seine Erfahrungen als Redenschreiber von George Bush senior. Der Autor von 14 Büchern, unter anderem Thank You For Smoking, das 2006 von Jason Reitman bei 20th Century Fox fürs Kino verfilmt wurde, war Chefredakteur des Esquire und feiert Erfolge mit politischen Satiren.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 312
    Erscheinungsdatum: 01.12.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783944153179
    Verlag: Louisoder-Verlag
    Originaltitel: The White House Mess
    Größe: 806 kBytes
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Chaos im Weißen Haus

1

Im Oval Office

Der Präsident scheint den Ernst der Lage nicht zu begreifen. Ist es unser Schicksal, dass wir die Sternstunden seiner Präsidentschaft auf engstem Raum in den Toiletten verbringen? Das frage ich mich.

- Tagebuch, 12. Februar 1989

Ich habe nicht die Absicht, wie so viele aus dem Weißen Haus, die ihre Memoiren zu Papier bringen, die letzten vierhundert Jahre meines Stammbaumes aufzulisten. Aber da man mir hin und wieder die Frage stellt, weshalb genau ich mich so und so ausdrücke, möchte ich wenigstens das erklären.

Ich kam während des Zweiten Weltkriegs in England zur Welt. Mein Vater war durch die Fehlfunktion eines Krans verwundet worden, als er seinen Dienst beim Ingenieurskorps ableistete. Er verbrachte seine Rekonvaleszenz in einem Lazarett der Britischen Armee, wo er meine Mutter kennenlernte, eine Krankenschwester. Sie heirateten und ich wurde geboren. Nach Kriegsende kehrte mein Vater nach Boise, Idaho, zurück, wo er seinen früheren Job als Leiter einer Papierfabrik wieder übernahm. Meiner Mutter gefiel es zwar in Idaho, dennoch hatte sie Heimweh nach England und machte mir meine Heimat mütterlicherseits gebührend schmackhaft. Sie schickte mich dort zur Schule und dort entdeckte ich meine Leidenschaft für die Buchhaltung. Doch als Einzelkind kehrte ich nach Boise zurück, damit ich im Herbst ihres Lebens bei meinen Eltern sein konnte.

Ich arbeitete für die Buchhaltungsfirma Dewey, Skruem & Howe und dort lernte ich Thomas Nelson Tucker kennen. Er war schon damals kein Unbekannter unter den oberen Zehntausend von Boise, Nachkomme von Thomas Oglethorpe Tucker, einem Holz- und Dosenforellenmagnaten. Meine Frau Joan und ich mieden Glitzer und Glamour von le tout Boise, wie die Franzosen sagen, daher kannte ich ihn nur aus den Klatschspalten, die ich hin und wieder las. Mr Tucker, wie ich ihn bis zum Tag seiner Amtseinführung nannte, hatte ein wenig Ärger mit dem Internal Revenue Service, der Steuerfahndung, weil seine Steuerunterlagen unzureichend vorbereitet waren. DS&H erledigte die Buchhaltung für den alten Tucker, daher rief man mich hinzu, um die Sache aus der Welt zu schaffen. Ich half nur zu gerne.

So begann eine Freundschaft, die mein Leben wie nichts anderes bereicherte - abgesehen von der Religion und meiner Familie. Ich wusste vom ersten Augenblick an, dass ich es mit einem jungen Mann zu tun hatte, der für Großes bestimmt war. Und ich wurde nicht enttäuscht. Ich unterstützte ihn als Finanzverwalter seiner erfolgreichen lokalpolitischen Wahlkämpfe. Und ich wurde zu einer Art von persönlichem Adjutanten ohne offizielles Mandat, kümmerte mich um die persönlichen Angelegenheiten wie Reisen und Unterkunft und sorgte dafür, dass der Haushalt reibungslos lief. Hätte ich einen Waffenrock getragen, so hätte darauf gestanden: SEMPER IBI. Für immer da.

Und ich war da, von Anfang an - im Gegensatz zu manch anderen, zum Beispiel Stabschef Bamford Lleland IV oder Marvin Edelstein, der Vorsitzende des Nationalen Sicherheitsrates. Als Gouverneur Tucker seiner Angebeteten Jessica Heath den Hof machte, war ich derjenige, der sie im Heck seines Ford Kombi ins Haus des Gouverneurs schmuggelte. Und während ihrer Verlobungszeit wirkte ich auf sie ein, damit sie bei der Hochzeit seinen Namen annehmen sollte. Als sein Sohn Thomas zur Welt kam, stand ich als Pate neben dem Taufbecken.

Und ich hatte auch in der Politik die Finger im Spiel. Ich erinnere mich noch gut an den Abend, als der Gouverneur mich darüber informierte, dass er mit seiner kontroversen Forderung an die Öffentlichkeit zu gehen gedachte, die Bundesregierung habe sämtliche Muscleman-Raketensilos aus Idaho zu entfernen und den Bundesstaat zur atomwaffenfreien Zone zu erklären. Ich persönlich hätte eine etwas bed

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