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Claude allein zu Haus von Pembroke, Sophie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.10.2017
  • Verlag: MIRA Taschenbuch
eBook (ePUB)
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Claude allein zu Haus

Ein einsames Bellen hallt durch den winterlichen Maple Drive. Die französische Bulldogge Claude kann es nicht glauben, dass seine Familie ihn einfach vergessen hat. Dabei ist in ein paar Tagen Weihnachten! Fähre, Frankreich, Château waren die letzten Worte, die seine Ohren erlauschen konnten. Auf der Suche nach einem Zuhause stolpert Claude in das Leben von Holly, ihrer Katze Perdita und dem Postboten Jack. Für die vier beginnt ein Weihnachtsabenteuer, das Herzen zum Schmelzen und Hundeaugen zum Strahlen bringt. Sophie Pembroke hat von Liebesgeschichten geträumt, sie gelesen und geschrieben, seit sie ihren ersten Mills & Boon-Roman im Zuge ihres Literaturstudiums an der Universität Lancaster in den Händen hielt. Als Autorin hauptberuflich romantische Geschichten schreiben zu dürfen, ist für sie ein wahrgewordener Traum. Sophie wurde in Abu Dhabi geboren, wuchs in Wales auf und lebt nun zusammen mit ihrem Ehemann, einem Wissenschaftler, ihrer fantasievollen Tochter und ihrem kleinen abenteuerlustigen Sohn in einem verträumten Städtchen im englischen Hertfordshire. In Sophies Welt gibt es die schönsten Happy Ends, die gemütlichsten Teepausen, und ein herzgreifendes Buch liegt griffbereit.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 368
    Erscheinungsdatum: 09.10.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955767433
    Verlag: MIRA Taschenbuch
    Originaltitel: Claude's Christmas Adventure
    Größe: 4594 kBytes
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Claude allein zu Haus

CLAUDE

Von der Kiste auf dem Tisch wehte ein wirklich interessanter Duft zu mir herüber. Wahrscheinlich steckten viele leckere Sachen darin.

Schnuppernd hob ich die Nase, während ich mit dem Hinterteil über den Fliesenboden am Küchentisch vorbeirutschte und dabei heftig mit dem Stummelschwanz wedelte. Zwar war ich ein ausgesprochen gut aussehendes Exemplar von einem Hund, aber leider nicht besonders groß. Und egal, wie sehr ich mich auch abmühte, ich konnte die Kiste nicht aus der Nähe begutachten und sie mir erst recht nicht schnappen.

Ich musterte die Stühle. Ein Hund mit athletischerer Statur hätte vielleicht versucht, darauf zu springen, aber meine Beine waren einfach zu kurz dafür. Der Gedanke, dass ich bei dem Versuch flach auf der Schnauze landen könnte, war demütigend und gefiel mir kein bisschen.

Der interessante Duft gefiel mir hingegen sehr. Es roch köstlich.

Ich hatte mich gerade auf meine Hinterbeine gesetzt, um meine Möglichkeiten durchzugehen, als mich ein Fuß in die Seite traf. Voller Empörung jaulte ich auf und wich zurück.

"Oh!", rief Daisy, einer meiner Menschen, und stolperte. Der Geschenketurm fiel ihr aus den Händen, und die Päckchen purzelten über den Tisch. Und auf den Boden. Und auf einen Stuhl. Überall sah ich rotes und golden glänzendes Papier. Glitzer rieselte herab, funkelnd und schimmernd, aber nicht besonders schmackhaft. Das hatte ich bereits geprüft.

"Claude! Was machst du denn hier? Du hast wirklich ein Gespür dafür, dir immer den ungünstigsten Platz auszusuchen. Oliver!"

Daisy wirkte sauer. Das kam nicht oft vor, deshalb spitzte ich meine Ohren besonders aufmerksam. Gewöhnlich klang Daisy fröhlich, lachte viel und sah so aus, als ob sie mich gleich mit einem Leckerli belohnen würde, weil ich nicht auf ihre neuen Schuhe gesabbert hatte. Das war mir letzte Woche versehentlich passiert.

Heute jedoch schien Daisy nicht in der Stimmung zu sein, mir ein Leckerli - oder gar etwas von den interessant duftenden Sachen in der Kiste - zuzustecken.

Das konnte nichts Gutes bedeuten.

Oliver, Daisys Mann, tauchte im Türrahmen auf. Er hatte offenbar genauso schlechte Laune wie Daisy. "Was ist denn?"

"Bringst du Claude bitte in seine Box im Auto. Er ist eine echte Nervensäge." Pah, die Person, die mich in der Küche versehentlich getreten und überall Geschenke und Glitzer verteilt hatte, war ganz sicher eine viel größere Nervensäge, fand ich. Mit einem lauten Bellen tat ich meine Verärgerung kund, aber Daisy warf mir nur einen finsteren Blick zu. "Außerdem ist dann wenigstens einer abreisefertig, und es gibt ein Hindernis weniger, über das ich in diesem verflixten Haus stolpern kann."

Ich mag meine Box nicht. Für eine Weile kann ich es zwar darin aushalten, aber sie ist nicht annähernd so gemütlich wie mein Körbchen.

Ich schenkte Oliver meinen treuherzigsten Blick und ließ die Ohren hängen, in der Hoffnung, dass er Mitleid mit mir bekommen würde.

"Schon? Sollten wir damit nicht warten, bis wir alle fertig sind?" Braves Herrchen.

"Wir sind fertig!", blaffte Daisy. Oliver betrachtete die verstreuten Geschenke mit vielsagendem Blick. "Oder wir wären es zumindest, wenn ich nicht alles allein einpacken müsste", ergänzte Daisy.

"Ich bringe Claude ins Auto", sagte er schnell. Sein Selbstschutzmechanismus hatte offenbar über sein Mitleid gesiegt. Das konnte ich ihm nicht einmal verdenken. Und draußen war ich zumindest vor Daisy und ihrer üblen Laune sicher.

Sehnlichst fieberte ich dem Tag entgegen, an dem dieses ganze Weihnachtschaos vorüber sein würde und Daisy wieder zu dem liebenswerten Frauchen werden würde, das ich kannte. Am besten ein liebenswertes Frauchen, das mich mit Leckerlis fütterte. Sosehr ich Weihnachten auch mochte - mit all den Geschenken und interessanten Gerüchen und Lichtern am Baum -, ich fand es jedes Jahr furchtbar, dass Daisy kurz vor dem Fe

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