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Daniela und der Klassenschreck von Fischer, Marie L. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.04.2017
  • Verlag: Saga Egmont
eBook (ePUB)
4,99 €
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Daniela und der Klassenschreck

Wie gegensätzlich können zwei Mädchen eigentlich sein? Um zwei solche Mädchen geht es in diesem Buch. Daniela ist aufgeweckt, hübsch, beliebt, Klassensprecherin und eine tolle Sportlerin, dafür sehr schlecht in der Schule. Sabine, die Neue in der 3. Klasse, ist optisch eine graue Maus, wirkt arrogant und patzig, ist dafür ehrgeizig und Klassenbeste. Und - unnötig zu sagen - findet Turnen 'blöd'. Mit ihrem hochnäsigen Auftreten hat sie in der neuen Klasse keinen leichten Stand und sorgt für Streit. Erst als Daniela sich entschließt, sich um Sabine zu kümmern, ändert sich auch das Verhältnis der beiden. Allmählich können sie sich 'zusammenraufen', helfen sich gegenseitig und werden endlich richtige Freundinnen. Marie Louise Fischer wurde 1922 in Düsseldorf geboren. Nach ihrem Studium arbeitete sie als Lektorin bei der Prag-Film. Da sie die Goldene Stadt nicht rechtzeitig verlassen konnte, wurde sie 1945 interniert und musste über eineinhalb Jahre Zwangsarbeit leisten. Mit dem Kriminalroman 'Zerfetzte Segel' hatte sie 1951 ihren ersten großen Erfolg. Von da an entwickelte sich Marie Louise Fischer zu einer überaus erfolgreichen Unterhaltungs- und Jugendschriftstellerin. Ihre über 100 Romane und Krimis und ihre mehr als 50 Kinder- und Jugendbücher wurden in 23 Sprachen übersetzt und erreichten allein in Deutschland eine Gesamtauflage von über 70 Millionen Exemplaren. 82-jährig verstarb die beliebte Schriftstellerin am 2. April 2005 in Prien am Chiemsee.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Erscheinungsdatum: 18.04.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9788711719398
    Verlag: Saga Egmont
    Größe: 952 kBytes
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Daniela und der Klassenschreck

Die Neue

Das Gebäude der Dorotheen-Schule war geräumig, modern und freundlich. Ein großes, lichtes Treppenhaus führte zu den breiten Gängen, die Fenster waren groß, die Wände bunt gestrichen. Es gab fröhliche Mosaiken und Trinkwasserbrunnen.

Sabine Kern hatte Zeit genug, alles zu betrachten. Sie stand im Flur, die Hände in die Taschen ihres zu kleinen Regenmantels gebohrt, und wußte nicht recht, was sie mit sich anfangen sollte. Die Schulmappe hatte sie neben sich auf den Brunnenrand gestellt.

Es war der erste Schultag nach den großen Ferien, wenige Minuten vor Unterrichtsbeginn. In den Gängen und aus den offenen Klassenzimmern schallte fröhlicher Lärm. Immer noch kamen Schülerinnen angelaufen, atemlos und vergnügt. Sabine beachtete niemand.

Ein Gefühl von Unbehagen, ja von Angst legte sich auf ihr Herz. Mit aller Kraft kämpfte sie dagegen an. Alles war hier freundlich und gepflegt. Das Dorotheen-Lyzeum war viel schöner als ihre alte Schule, der düstere Backsteinbau, in dem es immer muffig und staubig gerochen hatte. Bestimmt würden auch die neuen Klassenkameradinnen nett zu ihr sein. Warum sollten sie nicht? Nein, es gab wirklich nichts zu fürchten.

Aber trotz dieses beruhigenden Gedankens konnte sie nicht verhindern, daß ihr Herz heftig klopfte.

Lehrer kamen über den Gang, dann wurde "Achtung!" gerufen und "Guten Morgen!" - Eine Klassentür nach der anderen klappte zu.

Es klingelte zum zweiten Male. Der Unterricht begann. Nur Dr. Leonhardt, der Klassenlehrer der Dritten, ließ auf sich warten.

Aus dem Schulzimmer tönte noch immer fröhliches Durcheinander und Gelächter, aus dem sich eine helle, trompetende Stimme deutlich hervorhob. Offensichtlich gab eine Schülerin, die Sabine sofort als "Angeberin" einschätzte, ihre Ferienerlebnisse zum besten. Sie redete von Segelbootpartien, Motorbootfahrten, Picknicks, Minigolf und Rollschuhlaufen, und die unfreiwillig lauschende Sabine fing immer wieder Wortfetzen auf wie: "Ihr macht euch keine Vorstellung, Kinder ... teuflisch schön, sage ich euch! ... also, Grado ist wirklich ... das war das Höchste!"

Das Mädchen an der Tür drehte sich um und sah den Gang hinunter, ob Dr. Leonhardt schon käme. Dabei fiel ihr Blick auf Sabine, die an ihrer ohnehin schon blitzblanken Brille herumputzte.

"Na, was willst du denn hier?" fragte die Wächterin der dritten Klasse; sie war ein zierliches, braunlockiges Mädchen und hieß, wie Sabine später erfuhr, Carola Müller.

"Ich warte!" Sabine war bei der unvermuteten Anrede errötet. Um ihre Verlegenheit zu verbergen, machte sie ein betont mürrisches Gesicht.

"Auf was?" fragte Carola weiter.

Sabine war nahe daran, eine patzige Antwort zu geben. Dann aber besann sie sich eines Besseren. "Ich bin neu", sagte sie, "ich meine, wir sind erst zugezogen ..."

"Welche Klasse?"

"Drei A."

"Da bist du richtig. Komm rein!"

Sabine hätte es unbedingt vorgezogen, erst mit dem Lehrer zusammen ihren neuen Schulkameradinnen gegenüberzutreten. Aber sie wußte nicht, wie sie das erklären sollte. "Ich möchte doch lieber ...", sagte sie unsicher.

Aber die andere ließ sie gar nicht zu Ende sprechen. "Na, geh schon!" sagte sie und gab ihr einen sanften Puff. Dann riß sie die Tür weit auf und schrie ins Klassenzimmer hinein: "Eine Neue! Achtung, Kinder! Wir kriegen eine Neue!" Sofort verstummte der Lärm. Alle Augen richteten sich auf Sabine.

Ein schlankes, braungebranntes Mädchen mit honigblonden Locken hüpfte von dem Stuhl, auf dem es bisher gestanden hatte, sah Sabine kritisch an und sagte: "Ich bin Daniela Wilde, Dany genannt, Klassensprecherin der Drei A ... Und wie heißt du?"

"Sabine Kern."

"Sabine? Hm, ganz nett", sagte Daniela gönnerhaft. "Wozu brauchst du das Fahrrad?"

"Fahrrad?" gab Sabine verständnislos zurück.

"Na, ich meine das Gestell, das du da auf der Nase hast!" Die anderen lachten über Danielas Wi

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