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Das Auge des Abyssus Ein Horror Spielbuch von Zapf, Karl-Heinz (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.12.2015
  • Verlag: Mantikore-Verlag
eBook (ePUB)
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Das Auge des Abyssus

Wagst du es, dich den Mächten des Wahnsinns zu stellen? DAS AUGE DES ABYSSUS Ein Ausflug in die Welt des kosmischen Grauens, in dem DU - der Leser - Entscheidest!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 24
    Erscheinungsdatum: 17.12.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783945493663
    Verlag: Mantikore-Verlag
    Größe: 715 kBytes
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Das Auge des Abyssus

W ie lange ist es nun eigentlich schon her, seit du deinen Schulkameraden und alten Freund Michael Singer zum letzten Male gesehen hast? Mit einem leisen Schmunzeln erinnerst du dich an die vielen langen Abende, die ihr bei einer guten Tasse Tee und mit überaus interessanten Gesprächen zugebracht habt.

In diesen Gesprächen habt ihr beide immer wieder die Themen Theologie, Esoterik und Okkultismus gestreift. Michael schien schon seit frühester Jugend an von diesen Dingen und vor allem dem Aberglauben der Menschen fasziniert zu sein und während du dich für einen soliden Beruf entschieden hast, wählte er ein umfangreiches, jahrelanges Studium, um sein Wissen in dieser Hinsicht noch weiter zu vergrößern.

Bei manchen der späteren Diskussionen erschien er dir fast schon unheimlich, wenn er mit fanatischer Begeisterung und einem unirdischen Leuchten in den Augen von seinen Fortschritten erzählte und den privaten Forschungen, die er obendrein betrieb.

Aber trotz dieser seltsamen Marotten und Launen blieb er natürlich dein treuer Freund und Weggefährte, und es schien fast so, als könne nichts eure Freundschaft zerstören. Doch das Unglück erschien schließlich in Gestalt einer jungen Frau, einer Mitstudentin von Michael namens Sylvia Lanz. Sie schien ihn vom ersten Tag ihrer Bekanntschaft an in ihren Bann zu ziehen und da auch sie einen starken Hang zum Okkultismus verspürte, wurde Michaels Interesse an ihr nur noch weiter entfacht.

Dies wäre ja an sich nicht weiter schlimm gewesen, denn dir war schon seit langem klar geworden, dass dein Freund jemanden an seiner Seite brauchte, der wirkliches Interesse für sein Studium und gleichzeitig ausgefallenes Hobby aufbrachte.

Sylvia schien genau die richtige Partnerin für ihn zu sein. In der Tat war sie eine durchaus attraktive junge Frau von einnehmendem, intelligentem Wesen. Aber von Anfang an erschien sie dir auf unerklärliche Weise weit mehr als einfach nur exzentrisch. Sie hatte eine merkwürdige, fast überhebliche Art an sich und ein so seltsames, wissendes und spöttisches Lächeln ...

Die Besuche Michaels wurden danach jedenfalls immer seltener und bei diesen Gelegenheiten erschien er dir kaum noch ein junger, aufgeweckter Mann zu sein. Sondern eher so, als wäre er um Jahre gealtert und von Sorgen niedergedrückt, über die er aber immer nur sehr vage Andeutungen machte. Sylvia musste allerdings etwas mit seinem Zustand zu tun haben und jedesmal, wenn du bei den immer seltener werdenden Gesprächen ihren Namen erwähntest, zuckte er zusammen und sah sich unbehaglich und misstrauisch um.

Schließlich hörten seine Besuche schlagartig ganz auf und obwohl du dir einige Gedanken gemacht hast, bist du beim besten Willen nicht dazu gekommen, dich bei ihm zu melden. Aber als du dann heute von deinem Büro nach Hause gekommen bist, fiel dir sofort der unfrankierte Umschlag im Briefkasten auf, der an dich adressiert war und als Absender nur Michaels Namen trug. Er enthielt eine kurze, mit zittriger Hand geschriebene Notiz, die deine schlimmsten Ahnungen und Vorstellungen bei weitem übertraf ...

Nun gab es kein Zögern mehr für dich: Nach der langen Zeit voller Ungewissheit und der unterbewussten Zweifel wurde dir zweifelsfrei klar, dass du endlich etwas unternehmen musst (O) ...

Mein lieber Freund,

ich habe kaum noch Zeit, diese wenigen Zeilen zu schreiben, denn bald schon wird sie kommen, um mich zu holen.

Um unserer alten Freundschaft willen flehe ich dich an, komm rasch hierher und hilf mir! Sylvia und ich sind zu weit gegangen und nun kann sie nichts mehr aufhalten.

Mein Freund, ich habe solche Angst vor ihr ...

Diese Notiz wird ein Nachbarjunge bei dir einwerfen, denn sie lässt mich nicht mehr aus dem Haus, nicht mehr aus den Augen! Und schon gar nicht heute,

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