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Das Flug Buch von Hübener, Christoph (eBook)

  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Das Flug Buch

Vom Fliegen geht seit jeher eine nahezu magische Faszination aus. Selbst in Zeiten des weltweiten Massenreisens mit riesigen Airlinern kann man sich diesem Bann kaum entziehen. Um wieviel ausgeprägter muss dieser Reiz dann noch als Pilot einer eigenen Maschine sein? In seinem Flug Buch erzählt der 1960 geborene Autor mit inzwischen über drei Jahrzehnten Flugerfahrung in spannenden Kurzgeschichten von dem Gefühl von Freiheit, Unabhängigkeit und Abenteuer. Er berichtet, wie er das erste Mal selbst das Steuer in der Hand hielt, wie sich als routinierter Flieger feste Rituale mit seinen Kameraden entwickelten und wie das Schweben über den Dingen ihm sprichwörtlich die nötige Gelassenheit brachte, wichtige Lebensentscheidungen zu treffen. Es handelt sich aber nicht nur um eine autobiographische Erzählung. Dieses Werk schafft es vielmehr, anhand einzelner Episoden aus dem Leben eines passionierten Fliegers Fragen an das Leben zu stellen, zwischenmenschliche Verhaltensweisen aufzudecken und Brücken zwischen den Menschen zu schlagen. Dadurch kann sich der Leser in diesem Buch auch selbst wiederfinden. Das macht das Flug Buch einzigartig und bietet eine unterhaltsame und auch zum Nachdenken anregende Lektüre. Christoph Hübener, Jahrgang 1960, verh., Vater von zwei Kindern, lebt und arbeitet im ruhigen, ländlichen Schaumburg. Seit 1990 Veröffentlichungen als Autor und freier Journalist in unterschiedlichen Printmedien, eigene und Autorenblogs, Arbeiten als freier Fotograf. Interessiert sich für Zeitgeschichte, Gesellschaftspolitik, Literatur, Musik und für (historische) Fliegerei, war ca. 30 Jahre aktiver Pilot mit verschiedenen Lizenzen, Assistenz und Beratung bei zahllosen großen Airshows, weltweit vernetzt, verfügt über ein umfangreiches luftfahrthistorisches Archiv.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 224
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783744828772
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 1935kBytes
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Das Flug Buch

Meinem Vater

D iese Geschichte sollte eigentlich ganz anders heißen. Der Titel sollte irgend etwas mit Anfang oder Beginn zu tun haben. Es ist schließlich die erste Geschichte in diesem Buch. Aber ich habe mich nach einem Gespräch anders entschieden. Denn es war mein Vater, der diese Geschichte hat stattfinden lassen - wie auch er es war, der mich zu Fliegerei brachte. Und zu vielem anderen.

Deshalb widme ich ihm diese (wahre) Geschichte.

Es war in den frühen siebziger Jahren, ich war etwa elf Jahre alt, die Mauer teilte das Land und schloss die ehemalige DDR ein. Meine Großeltern lebten im ebenso abgetrennten wie verinselten Berlin, und wir besuchten sie regelmäßig. Das geschah auf dem einfachsten Weg: nämlich mit dem Flugzeug von Hannover aus. Die Flüge waren damals billig - da subventioniert - und so ließ es sich für etwas mehr als 60,- DM mit einer Super-One-Eleven der British Airways oder mit einer 727 der PAN AM von Hannover in einer guten halben Stunde nach Berlin-Tempelhof fliegen. Es gab drei Korridore, durch die man über die ehemalige DDR mit diesen Airlinern nach Berlin fliegen konnte: Hamburg Air Corridor im Norden, Bueckeburg Air Corridor in der Mitte und den Frankfurt Air Corridor im Süden, jeder 20 Meilen breit; es gab die ADIZ entlang der Grenze und eine sehr dichte Luftraumüberwachung. Aber davon wusste ich damals natürlich noch nichts. Mutter und Bruder wollten also wieder nach Berlin zu den Großeltern fliegen und aus einem unergründlichen Zusammenhang flog ich an diesem Herbsttag nicht mit. Ich begleitete sie aber an diesem Tag mit meinem Vater nach Hannover zum Flugplatz.

Mit Bahn und Bus kamen wir aus der ostwestfälischen Provinz in die niedersächsische Hauptstadt - für mich weit mehr als ein Ausflug: Ein Ereignis! - schließlich ging es nicht nur in eine große Stadt, sondern zudem noch auf einen großen Flughafen!

Ich sehe mich noch mit dem Linienbus vom Bahnhof zum Flughafen fahren - je näher wir ihm kamen, desto aufgeregter wurde ich. Ebenso wie mein Vater übrigens, der alles, was die Fliegerei umgab, genauso neugierig wie ich betrachtete und mir leichtfüßig vielerlei zu erklären wusste.

Damals gab es in Langenhagen (so hieß der Stadtteil, auf dem sich der Flughafen fand) noch keine Industriebebauung, welche die Sicht zum Flugfeld nehmen konnte, und schon ahnte ich in der Ferne hinter dem hohen Zaun die Kanzel des Towers, der sich damals noch auf ein schmuckloses Abfertigungsgebäude duckte.

Bald schon stiegen wir auf einer Parkfläche aus dem Bus und betraten das Abfertigungsgebäude; die Luft war, für mich parfümgleich, geschwängert mit Kerosingeruch - das stetige Heulen der APU's war allgegenwärtig und nur unterbrochen durch das Leerlaufgeräusch der Turbinen an- und abrollender Maschinen, die ich hinter dem Betonsichtschutz auf dem Vorfeld vermutete.

Wir brachten unsere Familie schließlich zur Passagierabfertigung. An den Schaltern gab es Werbegeschenke der Airlines (ich besaß stolz seit langem eine Umhängetasche von PAN AM!) und bunte Aufkleber für die mitgeführten Gepäckstücke, welche mittels ratterndem Transportband in den unergründlichen Tiefen des Gebäudes verschwanden. Wir verabschiedeten uns, Bruder und Mutter liefen durch eine Glastür hinter dem Schalter und mein Vater und ich machten uns auf zu einem endlosen Treppengewirr im abgelegeneren Teil des Gebäudes, um die verheißungsvolle Aussichtsterrasse zu erklimmen.

Fröstelnd standen wir dann im kalten, herbstlichen Sprühregen und sahen Mutter und Bruder eine geraume Zeit später winkend die Gangway hochklettern und im Flieger verschwinden, der - nachdem sich die Kabinentür wie von Geisterhand schloss, und die Gangway mit einem niedlichen Treckerchen davonzog - langsam abrollte.

Ich verfolgte den Weg der Maschine mit Argusaugen, sah sie weit hinten an der Runway warten und beobachtete g

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