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Das Geheimnis des Highlanders von BRISBIN, TERRI (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.02.2011
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Das Geheimnis des Highlanders

Schottland, 1352: Von einer prunkvollen Hochzeit hat Lady Jocelyn geträumt, mit einem Mann, den sie von ganzem Herzen liebt. Aber um ihren Bruder aus Connor MacLeries Gefangenschaft zu befreien, bleibt ihre keine Wahl: Sie soll den berüchtigten Clanführer heiraten, um den sich düstere Gerüchte ranken. Voller Bangen mustert Jocelyn ihren künftigen Gemahl. Hat dieser Mann mit dem edlen Gesicht tatsächlich seine erste Frau umgebracht? Seine ernste Mine verrät nichts. Erst als sie ihm näher kommt, wächst ihre Überzeugung: Connor ist kein ruchloser Mörder. Wird sie einen Weg finden, seine Unschuld zu beweisen und sein verbittertes Herz zu heilen?

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 256
    Erscheinungsdatum: 17.02.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783862951703
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 385 kBytes
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Das Geheimnis des Highlanders

1. KAPITEL

Dre i Jahr e späte r

"Dann gibt es also keine andere Lösung?"

Jocelyn bemühte sich, mit fester Stimme zu reden. Verkrampft hielt sie die Hände ineinander verschränkt und drückte die Fingernägel ins Fleisch, damit sie angesichts dieser Nachricht nicht ohnmächtig wurde.

"Nein, meine Tochter, er hat ganz bewusst nach dir gefragt. Nur so kann das Leben deines Bruders gerettet werden."

Ihr Vater konnte ihr nicht in die Augen sehen. Es war vorbei. Die Bestie hatte ihre Wünsche geäußert, und da sich ihr Clan diesen nicht verweigern konnte, würde man sie opfern, um einen anderen zu retten.

"Vielleicht wirst du ihm ja schnell einen Sohn schenken können", flüsterte ihre Mutter ihr vom Krankenbett aus zu. Als Jocelyn sich zu ihr umdrehte, wich ihr alles Blut aus dem Gesicht, da ihr bewusst wurde, dass diese Abmachung sie mit Leib und Seele einem Mann ausliefern würde, dessen Brutalität Gegenstand zahlreicher, immer wieder neuer Gerüchte war. "Wenn du ihm den Sohn gibst, nach dem er verlangt, wird er dich womöglich freundlich behandeln."

Sie versuchte, Ruhe zu bewahren, doch das leise Schluchzen, das den Worten ihrer Mutter folgte, machte diese Bemühungen zunichte. Ein Zittern erfasste sie am ganzen Leib, und sie fürchtete erneut, sie müsse ohnmächtig werden, obwohl sie sich geschworen hatte, es vor den Augen des Gesandten der MacLeries nicht dazu kommen zu lassen. Sie atmete tief durch und drehte sich zu ihrem Vater und dessen Beratern um.

"Du benötigst dafür nicht meine Zustimmung, Vater, also tu, was du tun musst."

Sie nickte ihm und dem Gesandten der MacLeries zu, dann drückte sie den Rücken durch und straffte ihre Schultern so weit es ihr möglich war, sodass sie äußerlich gefasst wirkte, als sie aus dem Raum ging. Doch als ihre Mutter lauter zu weinen begann, wäre Jocelyn am liebsten davongerannt, um sich irgendwo zu verstecken. Aber sie war MacCallums Tochter, und sie würde keine Schande über sich bringen, selbst wenn ihr Vater das bereits getan hatte. Nur ein paar Schritte noch, dann hatte sie den großen Saal erreicht. Sie schaute sich um und sah, wie ein paar Dienstmädchen damit beschäftigt waren, die Überreste des Mittagsmahls von den Tischen zu räumen. Jocelyn wurde klar, dass sich die Nachricht von ihrer Verlobung in Windeseile herumsprechen würde, sobald die Zusammenkunft beendet war. Sie wusste, sie musste diejenige sein, von der Ewan es erfahren sollte.

Auf dem kürzesten Weg durch die Küche verließ sie die Festung und ging zum Kampfplatz. Dort schirmte sie ihre Augen gegen die Sonne ab und musterte nacheinander die Männer, die in Übungskämpfe vertieft waren, bis sie ihn entdeckt hatte.

Ewan MacRae. Ihre erste Liebe.

Der Mann, von dem sie angenommen hatte, sie würde ihn eines Tages heiraten.

Und nun stand sie vor der Aufgabe, ihm sagen zu müssen, dass sie niemals ein Paar sein würden. Als er sie bemerkte, kam er lächelnd auf sie zu.

"Ich wünsche dir einen guten Tag, Jocelyn", sagte er mit seiner vertrauten, tiefen Stimme.

"Ewan, ich muss mit dir reden." Sie bedeutete ihm, ihr zu folgen.

Er stieg über den Zaun und ging schweigend neben ihr her, bis der Kampfplatz ein Stück weit hinter ihnen lag. Plötzlich drehte sie sich ihm zu und wollte jenen Satz aussprechen, der ihrer beider Leben für alle Zeit verändern würde. Ihre Kehle war wie zugeschnürt, Tränen standen ihr in den Augen, aber schließlich riss sie sich doch zusammen und schaute ihn an.

"Jocelyn? Was ist los? Dein Gesicht ist so bleich, und du zitterst am ganzen Leib." Er fasste sie an den Schultern und zog sie an sich. So unangemessen diese Berührung auch war, verharrte sie in seiner Umarmung und nahm seine Wärme, seinen Schutz und seine Zuneigung in sich auf, die sie niemals wieder so spüren würde. Nach einigen Augenblicken löste sie sich aus seinen Armen u

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