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Das kleine Cottage am Leuchtturm Roman von McNamara, Ali (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.05.2019
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
9,99 €
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Das kleine Cottage am Leuchtturm

Sandybridge ist ein malerisches englisches Küstenstädtchen. Ein Leuchtturm überblickt den Ort, die Möwen kreischen, und Salz liegt in der Luft. Doch Grace Harper wollte immer fort in die weite Welt. Sie ist viel gereist, hat sich verliebt und wieder entliebt und eine kleine Tochter bekommen. Als ihr Vater stirbt, kehrt sie zurück in ihren Heimatort am Meer. Charlie, ihr bester Freund aus Kindheitstagen, lässt sie den Sommer über im kleinen Cottage am Leuchtturm wohnen. Und während ihre Tochter aufblüht und die Menschen von früher ihr Herz berühren, muss Grace sich fragen, ob der Schlüssel zum Glück nicht schon immer in Sandybridge lag ... Ali McNamara schreibt herrliche romantische Komödien und lebt mit ihrer Familie und zwei Hunden in Cambridgeshire. Sie liebt das Reisen, guten Kaffee und wunderschöne Orte am Meer.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 464
    Erscheinungsdatum: 20.05.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641204204
    Verlag: Goldmann
    Originaltitel: Letters from Lighthouse Cottage
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Das kleine Cottage am Leuchtturm

1.

"Grace!", ruft mich meine Mutter aus dem Nebenzimmer. "Kannst du mal kurz herkommen und mir mit den Sachen hier helfen, bitte? Ich habe dich jetzt schon zum zweiten Mal gerufen."

Ich seufze und reiße mich von den Bildern an der Wand los. Fotos von Orten, an denen ich noch nie gewesen bin - im Gegensatz zu der Person, die mir von ihnen entgegenblickt und die Zeit dort offenbar sehr genossen hat. Die Frau auf den Fotos ist mir zwar ebenso fremd wie die Orte selbst, doch in der verrückten Welt, in der ich mit meinen Eltern lebe, durchsuche ich gerade ihr Hab und Gut in der Hoffnung, darunter etwas Wertvolles zu finden.

"Okay, ich bin hier", erkläre ich meiner Mutter, als ich in der Tür zum Wohnzimmer auftauche, das sie gerade ausräumt und entrümpelt.

"Das wurde aber auch Zeit. Jetzt hilf mir bitte dabei, diese Kisten hier in den Transporter zu laden, ja? Und, Grace ...?"

"Ja?"

"Hör mit diesen Tagträumereien auf! Die sind ja schön und gut, aber jetzt ist ganz bestimmt nicht der geeignete Zeitpunkt dafür! Wir müssen zusehen, dass wir fertig werden!"

"Ja, Mum", murmele ich, während ich schon anfange, die Pappkartons voller Gerümpel und Krimskrams in unseren verbeulten hellblauen Transporter zu tragen.

Harpers Antiquitäten und Sammlerstücke

steht dort in weißer Schnörkelschrift auf der Seite geschrieben.

An- und Verkauf - Wertgutachten - Entrümpelungen

4 Lobster Pot Alley, Sandybridge, Norfolk

02163 492445

Das ist an Wochenenden normalerweise mein Schicksal: Entweder muss ich Mum und Dad dabei helfen, in ihrem kleinen Antiquitätenladen die Kunden zu bedienen, oder ich unterstütze sie wie heute bei einer Hausentrümpelung, durch die sie an den Großteil ihrer Verkaufsbestände kommen. Gelegentlich besuchen wir auch Versteigerungen, die ein wenig interessanter sind, doch sehr viel spannender wird es leider nicht. Manchmal - aber wirklich nur manchmal - bin ich ziemlich froh, wenn Montag ist und mir die Schule eine Entschuldigung liefert, um mich nicht mehr um das alte Gerümpel kümmern zu müssen.

Doch das verkauft sich erstaunlich gut. Immer wieder bin ich überrascht, wie viele Kunden zu Mum und Dad in den Laden kommen und ganz begierig sind, den aussortierten Kram anderer Leute zu kaufen - egal, ob das nun Schnäppchenjäger aus dem Dorf sind oder Touristen, die Sandybridge nur besuchen, um einen Tag am Meer zu verbringen. Was aber auch ganz gut so ist. Denn meine Eltern wären nicht glücklich, wenn sie ständig ihre Filofax-Kalender an die Brust pressen und am Aktienmarkt handeln würden. Nein, meine Eltern sind so meilenweit davon entfernt, sich auf die knallig-bunten Achtziger einzulassen, wie ich davon, die Welt zu bereisen. Mum und Dad ziehen es eindeutig vor, in der Vergangenheit zu leben, und daran wird sich so schnell auch nichts ändern.

"Kann ich jetzt gehen?", frage ich meine Mutter, als wir den, wie ich hoffe, letzten Karton in den hinteren Teil des Transporters laden.

"Wo willst du denn hin?" Meine Mutter dreht sich um und starrt mich fragend an.

Es gibt keinen Grund, mir das jetzt unter die Nase zu reiben, denke ich - nur, weil ich nicht gerade zu den Ausgehfreudigsten von Sandybridge gehöre. Eigentlich sogar von ganz Norfolk, möglicherweise sogar von der ganzen Welt! Niemand macht weniger "teenagertypische" Sachen als ich - da bin ich mir ziemlich sicher. Ich bin fünfzehn, und das Aufregendste, was mir je passiert ist, ist, fast dabei erwischt worden zu sein, wie ich die Schule geschwänzt habe - mal ganz abgesehen davon, dass mir niemand geglaubt hat, dass ich blaumache. Die Lehrerin, die mich gesehen hat, als ich in den Laden an der Ecke gehüpft bin, um mir das Just Seventeen -Magazin zu kaufen (tatsächlich war es sogar außerdem auch noch eine Cosmo , aber die habe ich unter

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